Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Coworking: Neue Arbeitsform auf Vormarsch

21.03.2012
Synergien für Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch Community-Trend

Seit mehreren Jahren etablieren sich neue, flexible Arbeitsformen. Ein aufkommender Trend, der sich langsam auch in Deutschland durchsetzt, ist das Coworking-Phänomen.

Unternehmen mieten Schreibtische in sogenannten "Coworking Spaces" und vertrauen darauf, dass sich bei Arbeitskräften mit unterschiedlicher Ausbildung und Fähigkeiten Synergieeffekte einstellen. Dies hat nicht nur Vorteile für Unternehmen, sondern auch für die Arbeitnehmer.

Idee der Start-ups

Insbesondere kleine Start-up-Unternehmen, die für unterschiedliche Firmen oder Projekte arbeiten, teilen sich gerne ein Büro, um voneinander zu profitieren. Nach einer Studie von Deskmag kamen 2011 nur neun Prozent der US-Coworker von einem Unternehmen, das mehr als 100 Leute beschäftigt. Allerdings ziehen auch immer mehr größere, etablierte Betriebe in Betracht, auf den Coworking-Zug aufzuspringen. "Für große Unternehmen ist es reizvoll, nahe der jungen, kreativen Start-up-Szene zu sein", sagt Steve King, Arbeitsplatzforscher von Emergent Research.

Kosteneinsparung und höhere Einkommen

Coworking Spaces stellen die gesamte Büro-Infrastruktur zur Verfügung und setzen auf die Bildung einer Community, die mit Hilfe gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops oder Freizeitaktivitäten verstärkt werden kann. Neben diesem Effekt ist für Unternehmen aber besonders Kosteneinsparung das schlagkräftigste Argument für die neue Arbeitsform. So ist es möglich, Freiberufler oder externe Mitarbeiter in Coworking Spaces auszulagern, ohne selber teure Arbeitsflächen bereitstellen zu müssen.

Aber auch die Coworker selbst sollen von der neuen Arbeitsform profitieren. Nicht nur eine verbesserte Interaktion mit Kollegen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen spricht für die Coworking-Idee: Nach einer Deskmag-Befragung erzielen gut 40 Prozent auch ein höheres Einkommen. "Das sollte man allerdings vorsichtig betrachten. Hier gibt es noch keine belastbaren Zahlen", relativiert Felix Schürholz von den Coworking News http://coworking-news.de die Studie im Interview mit pressetext.

Coworking in IT und Vertrieb

Zurzeit befinden sich die meisten Coworking Spaces in den USA. Aber auch in den deutschen Großstädten entwickelt sich nach und nach eine Coworking-Szene. "In Deutschland zählt man zurzeit circa 70 Coworking Spaces mit einem Community-Umfeld. Das Wachstum ist mit etwa 25 Prozent pro Jahr zu beziffern", schätzt Schürholz. In Deutschland richte sich das Coworking-Phänomen sowohl an Freelancer, als auch an Unternehmen insbesondere in den Branchen Vertrieb und IT.

Gerhard Paleczny | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://deskmag.com
http://emergentresearch.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie