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Clearstream und Luxemburger Zentralbank arbeiten beim Sicherheitenmanagement zusammen

22.10.2009
In Luxemburg ansässige Banken profitieren von optimierter Verwaltung von Sicherheiten

Clearstream, der internationale Zentralverwahrer der Gruppe Deutsche Börse, und die Zentralbank von Luxemburg bieten einen neuen Service an, mit dem alle in Luxemburg ansässigen Banken den Einsatz von Sicherheiten zur Deckung von Transaktionen mit dem Eurosystem über die Luxemburger Zentralbank noch weiter optimieren können.

Clearstream fungiert dabei als Agent zwischen Geschäftsbanken, die eine Transaktion mit der Zentralbank von Luxemburg decken möchten. Über ihr Wertpapierkonto bei Clearstream verwalten die Banken einen zentralen Sicherheitenpool zur Nutzung für verschiedene Zwecke. Damit können sie nicht nur Transaktionen mit den Zentralbanken decken, sondern auch andere Geschäfte abwickeln, die eine Hinterlegung von Sicherheiten erfordern. Dazu gehören untertägige Kreditgeschäfte im Echtzeit-Abwicklungssystem TARGET2 der Europäischen Zentralbank für den Euro.

In Luxemburg ansässige Banken profitieren von der Flexibilität des vollautomatischen CmaX-Systems (Collateral Management eXchange) von Clearstream. Dies umfasst die automatische Zuweisung von Sicherheiten, Zulassungsprüfungen, die Ersetzung von Sicherheiten, Bewertungen zum Marktwert, Einschussforderungen, die Wiederverwendung von Sicherheiten und Berichtsfunktionen.

Was die Abwicklung auf operativer Ebene angeht, so informiert die Zentralbank von Luxemburg Clearstream auf elektronischem Weg über den Betrag, für den Sicherheiten zu stellen sind. Clearstream sorgt dann dafür, dass für diesen Zweck zugelassene Vermögenswerte als Sicherheiten hinterlegt werden. Die bei der Europäischen Zentralbank zugelassenen Vermögenswerte, für die Clearstream bereits über "geprüfte Verbindungen" verfügt, umfassen rund 40.000 Wertpapiere. Dies entspricht 90 Prozent der Gesamtzahl an zugelassenen Vermögenswerten.

Die Finanzkrise und der anschließend eingetretene Stillstand an den Geldmärkten haben vor Augen geführt, wie wichtig die Verfügbarkeit von Zentralbankliquidität sowie funktionierende Systeme und Infrastrukturen zur Wertpapierfinanzierung sind, über die ein Großteil der Liquidität für die internationalen Kapitalmärkte bereitgestellt wird. Die von dem Eurosystem verwalteten Sicherheiten sind seit dem Anfange der Finanzkrise von €800 Milliarden auf €1.500 Milliarden gestiegen.

Durch die Einführung des weltweit ersten Multi-Currency-Service im Jahr 1993
nahm Clearstream bei der Entwicklung von Collateral Management Services wie Triparty Repo in Europa eine Vorreiterrolle ein. Heute bietet das Unternehmen eine breite Palette von Collateral Management Services und eine Reihe von Wertpapierleiheprodukten unter der Bezeichnung Global Securities Financing

(GSF) an.

Die durchschnittlichen monatlichen Außenstände im Geschäftsbereich GSF haben in den letzten Wochen die 500-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Dies zeigt die zunehmende Bedeutung besicherter Finanzierungen und den anhaltenden Trend, Sicherheiten in Zeiten eines unsicheren Marktumfelds in zentralen Liquiditätspools zu bündeln.

Hintergrund zu geprüften Verbindungen. Bei geprüften Verbindungen wurde in Bezug auf vertragliche und technische Vereinbarungen zur Übertragung von Wertpapieren zwischen Wertpapierabwicklungssystemen, die für die Besicherung von Kreditgeschäften des Eurosystems genutzt werden können, eine Beurteilung anhand der Standards des Eurosystems durchgeführt. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die vom EZB-Rat festgelegten Bedingungen erfüllt sind.

Ansprechpartner: Bruno Rossignol / Yolande Theis +352-243-31500, bruno.rossignol@clearstream.com / yolande.theis@clearstream.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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