Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chinesische und deutsche Patentanmeldungen als Messgröße von Forschungskraft

19.07.2013
Mit Unterstützung von Frankfurt School-Doktorand Philipp Böing wird eine Studie zu Patentaktivitäten von chinesischen und deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen vorgelegt

Philipp Böing, Doktorand an der Frankfurt School of Finance & Management, hat die Munich Innovation Group bei einer Studie über die Patentanmeldungen von chinesischen und deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützt.

Dafür untersuchten sie die Anzahl sowie die geographische Verteilung aller Patente, die die jeweils Top 30 der chinesischen und deutschen Forschungsinstitute und Universitäten zwischen 1990 und 2009 angemeldet haben. Heraus kam ein Ranking, welches die unterschiedlichen Patentaktivitäten der beiden Länder aufzeigt.

Demnach haben die chinesischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, bezogen auf die Summe aller Patentanmeldungen, weitaus größere Patentportfolios entwickelt. So weist der Spitzenreiter, die Chinesische Akademie der Wissenschaften, über 35.000 Patentanmeldungen vor, während die im innerdeutschen Ranking erstplatzierte Fraunhofer Gesellschaft auf über 21.000 Anmeldungen kam. Einen weiteren Unterschied machte das Team in der Herkunft der Patente aus. Während in China Universitäten die vorderen Rankingplätze einnehmen, dominierten in Deutschland die Forschungsinstitutionen.

Bei der Qualität liegen die deutschen Einrichtungen klar vor den chinesischen. Als Indikator für die Messung der Qualität von Patenten diente den Forschern, ob die Patente nur im eigenen Land angemeldet wurden, oder weltweit. Die Messgröße der weltweiten Patente ist für die Beurteilung der Qualität deshalb aufschlussreich, weil hier weder chinesische noch deutsche Universitäten einen „Heimvorteil“ haben. Gemessen an der Anzahl von weltweit angemeldeten Patenten, führt die Fraunhofer Gesellschaft. Es folgen weitere deutsche Forschungseinrichtungen, bevor auf Platz sieben sich mit der Forschungseinrichtung Chinese Academy of Sciences der erste chinesische Vertreter wiederfindet. Erst ab Platz acht folgen die deutschen Universitäten wie die FU Berlin, die Universität Freiburg und die Humboldt Universität Berlin.

Fazit: Chinesische Universitäten und Forschungsinstitutionen konnten in den vergangenen Jahrzehnten ein exponentielles Wachstum bei Patentanmeldungen verzeichnen. Sie sind quantitativ an den Deutschen vorbeigezogen. Deutsche Einrichtungen hingegen melden ihre Patente nicht nur national an, sondern auch beim europäischen Patentamt (EPO) und der World Intellectual Property Organization (WIPO), was auf eine hohe Qualität und Innovationskraft der Patente schließen lässt.

Gerne erläutern Philipp Böing oder das Team um Philipp Sandner die Studie und stehen für Gespräche mit Medienvertretern zur Verfügung. Miriam Wolf koordiniert entsprechende Anfragen (Tel. 069 154 008 290, m.wolf@fs.de).

Weitere Informationen:
http://www.frankfurt-school.de/boeing
http://www.uni-patente.de
http://www.uni-patente.de/ranking

Angelika Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.frankfurt-school.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise