Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochentwickelte Funktionen und Technologien bestimmen künftigen Kurs für Unternehmensapplikationen

30.04.2002


Technology Forecast 2002-2004 von PricewaterhouseCoopers erschienen


Das Verschwinden vieler bekannter Start-ups und der gesunkene Marktwert der überlebenden Unternehmen verdeutlichte das Platzen der Dot.com-Blase. Dies sollte jedoch nicht als Ende des E-Business verstanden werden. Tatsächlich steht die Branche damit erst am Anfang. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Unternehmensanwendungen und den dazu notwendigen, unterstützenden Komponenten hat sich nicht mit der wirtschaftlichen Lage verlangsamt. Nach dem Ende des Goldrauschs kehrt die IT-Industrie nun zurück zu ihrer eigentlichen Arbeit und konzentriert sich wieder auf die Entwicklung der Tools und Infrastruktur, die für die Ausweitung des E-Business in alle Bereiche geschäftlicher Aufgaben und täglicher Aktivitäten benötigt werden. So heißt es in Band 1 des jetzt erschienenen Technology Forecast 2002-2004 von PricewaterhouseCoopers mit dem Titel Navigating the Future of Software. Der jährliche Branchenreport wird bereits seit 1988 veröffentlicht.

"Viele Unternehmen haben den Dot.com-Zusammenbruch schmerzlich zu spüren bekommen. Die Euphorie der vergangenen Jahre hat jedoch auch positive Aspekte, die für die Zukunft der Unternehmensapplikationen hilfreich sein werden," sagte Mike Katz, Chief Operating Officer und Managing Director des Global Technology Centre von PricewaterhouseCoopers. "Neue Lösungen für die Geschäftstätigkeit zwischen den Unternehmen spielten in den letzten Jahren bei der Entwicklung von unternehmensweiten Anwendungen eine zentrale Rolle. Mit den geplanten E-Business-Applikationen der nächsten Generation werden sie zunehmend verfeinert - mit signifikanten Veränderungen für die Softwarebranche."


Rolf Sackmann, verantwortlicher Partner bei PwC Consulting für den Bereich Information Technology Solutions, stellt ebenfalls das Potenzial, das sich aus der Internet-Revolution ergibt, in den Vordergrund, wenn er sagt: "Die Internet-Revolution hat viele ihrer Kinder gefressen. Die Enkel haben heute jedoch mit dem ,New Way of Business’ die große Chance, aus diesen Erfahrungen zu lernen. E-Business ist keine abgehobene, autarke Spielwiese mehr, sondern durchzieht wie ein Spinnennetz alle Unternehmensbereiche. Die neuen Herausforderungen sind heute deshalb vor allem Integration und Vereinheitlichung von Schnittstellen."

Im Gegensatz zu vielen anderen Technologiebereichen sind genaue Prognosen in der Softwarebranche äußerst schwierig. Halbleiter und Computerhardware beispielsweise entwickeln sich schrittweise auf genau definierte Ziele zu: Die Produkte werden immer kompakter, kleiner und schneller. Die Welt der Software hingegen ist gekennzeichnet durch eine gewisse Unsicherheit, was Leistungsfähigkeit und Entwicklungsrichtung angeht. Laut Technology Forecast lassen sich jedoch aus dem Dot.com-Boom Trends identifizieren, welche die Richtung der Branche beeinflussen - hin zu Kreativität und Innovation.

Der Technology Forecast untersucht die anhaltende Konzentration auf Lösungen für die Geschäftsabwicklung zwischen Unternehmen sowie andere für die Weiterentwicklung der Unternehmensanwendungen relevante Trends. Dazu zählen beispielsweise analytische Funktionen, Kollaboration, Mobilität, Portale, Echtzeitverarbeitung und Nutzerfreundlichkeit.

Prognosen für drei Softwarearchitekturen

Im Weiteren beschreibt der Technology Forecast 2002-2004 die kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung grundlegender Softwaretechnologien. Der Bericht enthält Prognosen für drei Softwarearchitekturen, welche die technischen Grundlagen für Unternehmensanwendungen bilden: Applikationsintegration, Komponententechnologie und Web-Dienste. "Die wohl größte Herausforderung beim Einsatz der Informationstechnologie ist heute für die meisten großen Unternehmen die Integration der Anwendungen. Viele Unternehmen befinden sich gegenwärtig - oder in naher Zukunft - in einem Übergang von einer Enterprise Application Integration (EAI)-Middleware-basierten Softwarearchitektur für die Anbindung standardmäßiger Softwarepakete hin zu einem Konzept, bei dem die Applikationen in kleinere, wesentlich leichter zu integrierende Komponenten aufgeteilt werden," erläuterte Eric Berg, Managing Director des Global Technology Centre von PricewaterhouseCoopers und Chefredakteur des Forecast. "Die Vision des Web-Service wird sich jedoch innerhalb des Vorhersagezeitraums von drei Jahren sehr wahrscheinlich nicht verwirklichen lassen. Dies liegt vor allem daran, dass das Konzept von der Zusammenarbeit der Unternehmen mit neuen, ihnen unbekannten Geschäftspartnern ausgeht. Die Web-Dienste werden in den nächsten drei Jahren eher für die Kooperation bereits miteinander vertrauter Geschäftspartner und für eine Integration der Applikationen innerhalb des Unternehmens genutzt werden."

Ergänzend enthält der Technology Forecast Interviews mit vier Branchenexperten. Deren Einschätzung über die Zukunft der Software und die Auswirkungen auf unternehmensweite Informationsverarbeitung sind allgemein anerkannt:
  • F. Warren McFarlan, Professor of Business Administration an der Harvard Business School,
  • Roger McNamee, Mitbegründer und General Partner der Integral Capital Partners,
  • Ray Ozzie, Entwickler von Lotus Notes sowie Mitbegründer und Chief Executive Officer (CEO) von Groove Networks,
  • Hasso Plattner, Mitbegründer und CEO der SAP AG.

Der Technology Forecast ist in drei Hauptabschnitte gegliedert, die jeweils einen bestimmten Bereich der Unternehmenssoftware beschreiben. Insgesamt umfasst der Bericht 17 Kapitel mit detaillierten Informationen zu Technologien und Anwendungen.

  • Unternehmensanwendungen: enthält Kapitel zu Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM), E-Markets und E-Procurement, Data Warehousing und Analytics sowie Unternehmensportale und Knowledge Management.
  • Software für E-Commerce: Die Kapitel informieren über E-Commerce-Server (einschließlich Online-Kataloge und Konfiguratoren), Personalisierung, Online-Handel und Campaign Management, Website Content Management und Website-Analyse.
  • Basis-Technologien: Die Kapitel umfassen EAI, Komponentensoftware, Web-Dienste, Web-Browsers, Server und Mark-up-Sprachen -einschließlich Berichte zu Extensible Mark-up Language (XML) -, mobile Internet-Lösungen sowie Digital Rights Management.

Der Technology Forecast befasst sich mit fünf wichtigen Trends, von denen erwartet wird, dass sie die Zukunft der Software signifikant beeinflussen werden: Die Auswirkungen der Applikationen, die statt der im letzten Jahrzehnt weit verbreiteten Client/Server-Architektur Peer-to-Peer-(P2P)-Architekturen verwenden; die zunehmende Verbreitung der Open-Source-Software als Alternative zu kommerziell lizenzierten Produkten; die Möglichkeit intelligenter Software-Agenten, die ohne dauerhafte Überwachung arbeiten; ein neues Konzept der Software-Entwicklung auf Basis der Model-Driven-Architektur, die gegenwärtig von der Object Management Group (OMG) entwickelt wird; schließlich eine Trendumkehr hin zum Einsatz des Web-Browsers als standardmäßige Client-for-Client/Server-Anwendung.

Präsentationen zu weltweiten Technologietrends

Der Technology Forecast ist das Ergebnis ausführlicher Forschungen und Analysen des PricewaterhouseCoopers Global Technology Centre in Menlo Park, Kalifornien. Die Forscher, Technologie-Analysten und Berater verfügen über weitreichende Erfahrungen in der Anwendung bestehender Technologien sowie fundierte Kenntnisse über den möglichen Einsatz neuer Technologien. Auf Basis der im Technology Forecast, Paths to Value (ein neues Modell zum Verständnis der Entwicklung von Werten in jungen Unternehmen) beschriebenen Untersuchungen und anderer führender Publikationen bieten die Mitarbeiter des Technologiezentrums vor Ort Präsentationen zu weltweiten Technologietrends. Neben der technologiespezifischen Expertise stellt das Center ausführliche Wettbewerbsanalysen zu Branchentrends und Informations-, Computer- und Kommunikations-Technologien bereit. Ähnliche Services bietet den europäischen Kunden Menlo Park Europe, eine in London ansässige Gruppe von Technologie-Analysten.

Band 1, Navigating the Future of Software, ist der erste von zwei Technology Forecast-Bänden, die in diesem Jahr veröffentlicht werden sollen. Der für Oktober geplante zweite Band beschreibt die IT-Infrastruktur. Die Technology Forecasts liefern detaillierte Informationen und Erkenntnisse zu neuen technischen Entwicklungen, die von globalen Entscheidungsträgern für die bevorstehenden Änderungen und entsprechende Planungsaufgaben berücksichtigt werden.

Zur Darstellung zentraler Punkte veranschaulichen Implementierungs-Szenarien im Technology Forecast verschiedene Herausforderungen der Unternehmen bei Einrichtung und Nutzung bestimmter Applikation. Zu den fiktiven Fallstudien gehört beispielsweise ein Unternehmen, das seine Contact Center mit dem Internet verbindet und somit sowohl die Web- als auch die Telefon-basierten Kundenkanäle zu einem einheitlichen System integriert. Ein weiteres Beispiel stellt die Organisation und Entwicklung eines leistungsfähigen Online-Katalogs für ein Handelsunternehmen dar.

Der Technology Forecast 2002-2004 kostet 250,- Euro und kann bestellt werden bei:

PricewaterhouseCoopers Unternehmensberatung GmbH
Nadège Gidej, Marketing & Communications, Lurgiallee 5, 60439 Frankfurt, Tel.: (0 69) 59 76-82 03

| ots

Weitere Berichte zu: E-Business Unternehmensapplikation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index startet gut ins neue Jahr
22.02.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics