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1,25 Millionen offene Stellen im dritten Quartal

14.11.2007
Im dritten Quartal 2007 lag die Zahl der offenen Stellen bei 1,25 Millionen.

Das zeigt eine Betriebsbefragung, mit der das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) regelmäßig das gesamte Stellenangebot erfasst, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden.

Mit rund 990.000 offenen Stellen in Westdeutschland und rund 265.000 in Ostdeutschland sei der Arbeitskräftebedarf "auf hohem Niveau stabil", so das IAB. Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres gab es in beiden Regionen jeweils rund 35.000 Stellenangebote mehr.

Im dritten Quartal 2007 waren im Osten rund 80 Prozent aller Stellen sofort zu besetzen - ein im Zeitvergleich hoher Wert. Der kurzfristige Arbeitskräftebedarf auf dem ersten Arbeitsmarkt spielte hier die Hauptrolle. Im Westen lag der Anteil der sofort zu besetzenden Stellen mit 61 Prozent vergleichsweise niedrig. Hier suchten die Unternehmen wieder mit mehr zeitlichem Vorlauf nach Personal.

Jede zweite Stelle war den Arbeitsagenturen gemeldet

Etwa 642.000 Stellen waren den Arbeitsagenturen gemeldet. Dies entspricht einer relativ hohen Meldequote von 51 Prozent. Die Meldequoten schwanken im Jahresverlauf, und so haben beispielsweise die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in den letzten Monaten publizierten Schätzungen die Zahl der offenen Stellen zu hoch angesetzt. Bei diesen Schätzungen wurde die Zahl der BA gemeldeten Stellen anhand früherer, niedrigerer Meldequoten auf die Gesamtzahl der offenen Stellen hochgerechnet. Die Daten des IAB beruhen dagegen auf einer neuerdings einmal pro Quartal stattfindenden Befragung von rund 8.000 Betrieben und Verwaltungen. Sie zeichnen ein erheblich genaueres Bild als die bislang üblichen Schätzungen.

Positive Beschäftigungsentwicklung

Es sei keine schlechte Nachricht, dass es statt der vom Institut der deutschen Wirtschaft geschätzten 1,4 Millionen offenen Stellen tatsächlich nur 1,25 Millionen gebe, betont das IAB. Denn an der positiven Arbeitsmarktentwicklung werde deutlich, dass sich der Arbeitskräftebedarf im Großen und Ganzen gut in Beschäftigung umsetze. So gab es im dritten Quartal 2007 rund 560.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als im Vorjahr.

"Die derzeitige Zahl der offenen Stellen ist kein Beleg für einen flächendeckenden Fachkräftemangel", erklärt die IAB-Arbeitsmarktexpertin Anja Kettner. Zudem sei der Bestand an offenen Stellen dynamisch: Laufend werden offene Stellen besetzt und kommen neue offene Stellen hinzu.

Die Ergebnisse der IAB-Erhebung des dritten Quartals 2007 zum gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot stehen im Internet unter http://doku.iab.de/grauepap/2007/os0703.pdf.

Wolfgang Braun | idw
Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/grauepap/2007/os0703.pdf
http://www.iab.de

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