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Globalisierung: EU als Nutznießer mit Abstrichen

02.11.2007
Deutschland und Österreich büßen Plätze ein - CEE boomt ungebrochen

Singapur, Hongkong und die Niederlande zählen zu den weltweit erfolgreichsten Ländern, die ökonomische Transaktionen, soziale Integration, technologische Vernetzung sowie politisches Engagement optimal umsetzen.

Zu dieser Einschätzung gelangt das globale Management- und Beratungsunternehmen A.T. Kearney in Kooperation mit dem US-amerikanischen Think Tank Foreign Policy Magazine. Der gemeinsam ermittelte Globalization Index kommt zu dem überraschenden Fazit, dass Deutschland (Platz 22) und Österreich (Platz 14) im Vergleich zu 2006 zwar zwei bzw. fünf Plätze einbüßen, europäische Staaten jedoch nach wie vor von der Globalisierung profitieren.

"Deutschland war in fast allen Bewertungskriterien stabil oder zum Teil deutlich besser als im Vorjahresindex. Insofern hat sich die Bundesrepublik nicht verschlechtert, sondern nur nicht so positiv entwickelt wie einige andere Länder und ist deshalb im Index zurückgefallen", erläutert Dietrich Neumann, Managing Director A.T. Kearney Central Europe, auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Experten liegt das Land in der finanziellen Unterstützung der UN-Friedensmissionen insgesamt auf dem dritten Platz und bezogen auf das Bruttosozialprodukt noch auf dem sechsten Rang. So sei die Zurückhaltung in der personnellen Unterstützung der Friedensmissionen ein Grund dafür, dass Deutschland hier auf Platz 30, in Relation zur Bevölkerungsgröße sogar nur auf Platz 43 von 72 Ländern liegt.

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Der Index, der den Grad der internationalen Vernetzung von 72 Staaten aufzeigt, attestiert Österreich hinsichtlich der politischen Verflechtungen sowie dessen finanziellen und personellen Beiträgen zu den internationalen UNO-Friedensmissionen eine Vorreiterrolle. Auch bei den sozioökonomischen Kriterien, wie Reisetätigkeit und telefonischer Netzstruktur erreicht das Land zufriedenstellende Bewertungen. Trotzdem stimmen die Experten von A.T. Kearney darin überein, dass sich Österreich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen und auch künftig die wirtschaftlichen wie politischen Chancen aus der Erweiterung der Europäischen Union effektiv nutzen sollte.

"Wir dürfen nicht innehalten. Um weitere Wachstumschancen zu nutzen, ist eine noch stärkere Verflechtung mit den neuen EU-Mitgliedsländern notwendig. Der 19. Platz der Tschechischen Republik zeigt, wie kompetitiv diese Region heute ist", sagt A.T. Kearney-Geschäftsführer Österreich Robert Kremlicka in einer Aussendung des Unternehmens. Laut dem Experten würden aus ehemaligen Import- Stück für Stück wirtschaftlich relevante Exportländer. Diese entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber anderen Handelsplätzen wie den USA oder Asien mit. Der Globalization Index zeigt jedoch auch, dass mit Ausnahme der Niederlande (Platz 3) kein Land in den Top-40 aufrücken konnte.

Laut Branchenkennern dominieren die Staaten Europas die Index-Top-20 und sind damit deutlich Hauptbegünstigte der Globalisierung, da sie gezwungen sind, grenzüberschreitende Handelsbeziehungen einzugehen. "Bezogen auf die Platzierung im Globalization Index besteht der Handlungsbedarf in Deutschland vor allem darin, die Attraktivität des Standortes für ausländische Direktinvestitionen zu erhöhen", unterstreicht Neumann gegenüber pressetext. Kremlicka hingegen konkretisiert dieses Problem im österreichischen Kontext und betont, dass sich das M&A-Geschäft der vergangenen Jahre fast ausschließlich auf Megadeals beschränkt hat. Als Beispiele seien hierbei unter anderem die Übernahme der Banca Comerciala Romana für die Erste Bank AG http://www.erstebank.at oder Deripaskas Einstieg bei der STRABAG http://www.strabag.at zu nennen.

Florian Fügemann | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.atkearney.com
http://www.foreignpolicy.com

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