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IKT-Umfrage des ZEW bei 4.300 Unternehmen- Deutsche Unternehmen setzen beim Outsourcing von IT vor allem auf inländische Partner

30.10.2007
Insgesamt lassen derzeit gut 64 Prozent der Unternehmen in Deutschland IT-Dienstleistungen wie etwa die Installation von Hard- und Software oder Programmierleistungen ganz oder teilweise von externen Anbietern erbringen.

Die Auslagerung von IT-Dienstleistungen über die Landesgrenzen hinweg (IT-Offshoring) wird jedoch relativ selten in Anspruch genommen. Insgesamt nur 6 Prozent der auslagernden Unternehmen lassen IT-Dienstleistungen in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern erstellen.

Dies zeigt eine repräsentative Befragung von rund 4.300 Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe und ausgewählten Dienstleistungsbranchen (Handel, Verkehr und Postdienste, Bank- und Versicherungswesen, EDV- und Telekommunikationsdienstleistungen, technische Dienstleister und sonstige unternehmensnahe Dienstleister), die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim Anfang 2007 mit finanzieller Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg durchgeführt hat.

Bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen weist das verarbeitende Gewerbe mit 71 Prozent eine höhere Auslagerungsintensität auf als der Dienstleistungssektor mit 63 Prozent. In der Bank- und Versicherungsbranche sowie in der Chemiebranche lagert mit 83 bzw. 81 Prozent der höchste Anteil an Unternehmen IT-Dienstleistungen aus. Weit unterdurchschnittlich ist hingegen die IT-Auslagerungsdynamik bei den Verkehrsdienstleistern mit 46 Prozent und in der EDV- und Telekommunikationsbranche mit 48 Prozent.

Die IKT-Befragung des ZEW zeigt weiter, dass die Outsourcingintensität für einzelne IT-Dienstleistungen unterschiedlich stark ausgeprägt ist. So lagern gut 49 Prozent der Unternehmen die Installation von Hard- und Software zumindest teilweise aus. Danach folgen Programmierleistungen, die 45 Prozent der Unternehmen an externe Anbieter vergeben. IT-bezogene Beratung und Planung lagern insgesamt 42 Prozent der Unternehmen aus, das Management oder den Betrieb der IT-Infrastruktur 31 Prozent. Die Auslagerung von Rechenkapazität, wie beispielsweise Application Service Providing (ASP), nehmen hingegen nur knapp 14 Prozent der Unternehmen in Anspruch. Durchgängig für alle Bereiche ist zu beobachten, dass die Outsourcingintensität bei IT mit der Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen zunimmt.

IT-Dienstleistungen werden relativ selten über die Landesgrenzen hinweg (IT-Offshoring) ausgelagert. Insgesamt lassen lediglich 6 Prozent der Unternehmen der betrachteten Branchen IT-Dienstleistungen in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern erstellen. Dabei dominiert deutlich die Auslagerung in die europäischen Nachbarländer gegenüber der weltweiten Auslagerung.

Der IKT-Sektor, der die IKT-Anbieterbranchen aus dem verarbeitenden Gewerbe und den Dienstleistungsbranchen umfasst, ist beim Bezug von IT-Leistungen aus dem Ausland überdurchschnittlich aktiv. Mehr als 12 Prozent der Unternehmen dieses Sektors beziehen Dienstleistungen aus dem Ausland. Zum Vergleich: Das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor (jeweils ohne die Unternehmen des IKT-Sektors) erreichen Werte von jeweils rund 6 Prozent. "Entgegen der häufig vertretenen Meinung, dass IT-Offshoring weit verbreitet sei, zeigt sich hier, dass die Unternehmen insbesondere aus den IT-Anwenderbranchen beim Bezug ihrer IT-Dienstleistungen auf regionale Nähe setzen," sagt Dr. Irene Bertschek, Leiterin der Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien am ZEW.

Ansprechpartner:
Dr. Irene Bertschek, Telefon 0621/1235-178, E-Mail bertschek@zew.de
Jörg Ohnemus, Telefon 0621/1235-354, E-Mail ohnemus@zew.de
ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/div/IKTRep/IKT_Report_2007.pdf - der IKT-Report des ZEW 2007 (als PDF Datei, 155 KB)

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

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