Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbraucherleitfaden hilft beim Schutz vor Produktpiraterie

29.10.2007
Billig will ich, denn man ist doch nicht blöd als Verbraucher. Doch für manches Schnäppchen gilt: Mehr Schein als Sein. In der Verpackung verbirgt sich dann ein Kuckucksei der Produkt- und Markenpiraten. Dabei geht der Verbraucher insbesondere bei Plagiaten und Fälschungen von Medikamenten und technischen Produkten hohe Risiken ein.

Um die Gewinnspanne zu erhöhen, ignorieren die Fälscher häufig die grundlegenden Anforderungen der Produkt- und Gerätesicherheit. Wie sich solche unliebsamen Überraschungen vermeiden lassen, zeigt der Verbraucherleitfaden "Schutz vor Produkt- und Markenpiraterie", den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt herausgegeben hat.

Der Leitfaden für Verbraucher aus dem privaten und gewerblichen Bereich entstand im Rahmen der Studie "Möglichkeiten der Qualitätssicherung und -erkennung von Migrationsprodukten unter Berücksichtigung neuer Technologien", die das Institut ASER e.V. an der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag der BAuA durchgeführt hat.

Mittlerweile sind nicht nur Luxusartikel, sondern Produkte aller Branchen vom Problem der Produkt- und Markenpiraterie betroffen. Der Bogen spannt sich vom Haushaltartikel und Kinderspielzeug über Kosmetik und Medikamente bis hin zu Werkzeugen, Ersatzteilen und Maschinen. Insgesamt schätzt der Deutsche Industrie- und Handelstag den volkswirtschaftlichen Schaden durch Produktpiraterie in Deutschland auf jährlich etwa 30 Milliarden Euro. Auch der Verbraucher macht kein gutes Geschäft, wenn er für schlechte Produktqualität zahlt. Zudem ist die Gewährleistung bei Reklamationen garantiert ausgeschlossen. Zölle oder Bußgelder, die die Behörden auch nachträglich erheben können, machen die Schnäppchenjagd letztlich zu einem teuren Vergnügen.

Damit sich Käufer vor Fälschungen und Plagiaten schützen können, gibt der Leitfaden Hinweise und Ratschläge. Bei sehr günstigen Angeboten im Internet, auf Flohmärkten oder bei Straßenverkäufen insbesondere in Urlaubsländern sollte der Käufer genau hinschauen. Fehlende oder fehlerhafte Produktinformationen und Garantieerklärungen gehören zu den deutlichen Warnsignalen. Andererseits werden Produktkennzeichen wie die europäische Konformitätserklärung "CE" oder das GS-Zeichen häufig gefälscht oder missbraucht. Über die ebenfalls im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelte Internetplattform http://www.produktpiraterie.org besteht ein Zugang zu Datenbanken mit Produkten, bei denen gefälschte Kennzeichnungen entdeckt wurden. Zudem gibt die Broschüre Tipps für betrogene Verbraucher und führt in die Rechtssituation ein. Ausführlich stellt der Leitfaden Sicherungsmittel vor, mit denen sich Originale eindeutig identifizieren lassen.

Der kostenlose Verbraucherleitfaden "Schutz vor Produkt- und Markenpiraterie" kann bezogen werden über das Informationszentrum der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund, Servicetelefon 0231.90 71 20 71, Service - Fax 0231.90 71 20 70, E-mail: info-zentrum@baua.bund.de. Eine PDF-Datei (1,1 MB) des Leitfadens befindet sich auf der BAuA-Homepage www.baua.de im Bereich Publikationen in der Rubrik Broschüren.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.produktpiraterie.org
http://www.baua.de/nn_17886/de/Publikationen/Broschueren/A58.html__nnn=true

Weitere Berichte zu: BAuA Medikament Produktpiraterie Verbraucherleitfaden

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie