Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Abstand bestes Ergebnis der Geschichte

15.04.2002


Die Deutsche Postbank AG hat sich im Geschäftsjahr 2001 mit einem Ergebnis von 343 Millionen Euro vor Steuern um fast 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies ist mit Abstand das beste Ergebnis in der Geschichte der Postbank. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann sagte am Montag vor Journalisten in Frankfurt: ”Die Postbank ist auch im dritten Jahr hintereinander auf einem guten Weg. Wir konnten unser Rekordergebnis des Vorjahres nicht nur toppen, sondern haben auch die meisten unserer selbst gesteckten, ehrgeizigen Ziele übertroffen und in vielen Bereichen Marktanteile hinzugewonnen. Der Kurs der Postbank stimmt. Die erheblichen Anstrengungen der letzten Jahre haben sich gelohnt und werden weitere Früchte tragen.”

Die Postbank hat bei nahezu allen Kennziffern im Geschäftsjahr 2001 deutliche Verbesserungen erreicht. Auch im Wettbewerbsvergleich hat die Postbank an Dynamik gewonnen. Cost-Income-Ratio und Eigenkapital-Rendite wurden verbessert. Von Schimmelmann: ”Wir sind noch nicht bei unseren langfristigen Zielen angekommen, aber die Richtung stimmt und die Bewegung ist deutlich.

Privatkunden: 120.000 neue Girokonten
Nach dem Rückgang des Vorjahres konnte die Postbank das Anlagevolumen wieder stabilisieren. Das gesamte Spar- und Investmentfonds-Volumen erreichte 35,8 Milliarden Euro nach 34,5 Milliarden im Vorjahr. Das bilanzwirksame Sparvolumen wuchs um 1,4 Milliarden Euro (+4,5 Prozent) auf 32,4 Milliarden Euro, auch durch das neue DAX-Sparbuch. ”Ein Erfolg, der mich besonders freut. Das oft von einigen Banken totgesagte Sparen ist quicklebendig”, so von Schimmelmann.

Mit ihrer Wertpapiermarke Postbank easytrade konnte sich die Bank nicht den Turbulenzen an den Märkten entziehen. Mit 280.000 Kunden hat sie im ersten vollen Geschäftsjahr aber ihr Niveau gut gehalten. Künftig wird Postbank easytrade die 180.000 Depotkonten der Deutschen Postbank Privat Investment übernehmen. Auch die Investmentfonds-Kunden können dann alle Vertriebskanäle der Postbank (Internet, Call-Center, Filialen) nutzen. Ziel dabei ist es, dem Kunden einen einzigen Depotauszug über seine gesamten Wertpapiere zu erstellen und auch Online einen aktuellen Überblick über seine gesamten Anlagen zu geben.

2001 hat die Postbank netto fast 120.000 Girokonten hinzugewonnen und damit die Zahl im zweiten Jahr hintereinander deutlich gesteigert. Erfreulich entwickelte sich dabei die nochmals um 100.000 gestiegene Anzahl der Kreditkarten auf jetzt 450.000 Stück. Auch die Sichteinlagen wuchsen um 9% auf 10,4 Milliarden Euro. Der im Wettbewerbsvergleich überdurchschnittlich hohe Anteil an Kunden, die das Online-Banking der Postbank nutzen, wurde weiter ausgebaut. Inklusive der Kunden von Postbank easytrade stieg die Zahl der Online-Kunden 2001 auf rund 1,3 Millionen – über 400.000 mehr als im Jahr zuvor.

Auch beim Privatkredit konnte die Postbank ihr Neugeschäft deutlich beleben. 45.000 Verträge mit einem Volumen von 416 Millionen Euro haben ihr deutlich zweistellige Zuwachsraten beschert.

Firmenkunden: Ehrgeizige Ziele

... mehr zu:
»IAS »Sparvolumen

Die Postbank strebt ein überdurchschnittliches Wachstum als spezialisierte Firmenkundenbank an. Das Ziel lautet, im Laufe des Jahres 2002 zum Service- und Qualitätsniveau der Marktspitze aufzuschließen. Dazu wird sie ihre jahrzehntelange Erfahrung im Geld- und Zahlungsverkehr mit Firmen sowie erhebliche Synergien im Konzern Deutsche Post World Net ausschöpfen. Um das Geschäft im Markt für Logistikfinanzierungen im Post-Konzern weiter auszubauen, hat sie die PB Capital Corp. in New York erworben. Von Schimmelmann: ”Wir eröffnen unseren Firmenkunden das One-Stop-Shopping nun auch in einer geografisch viel größeren Dimension. Denn die Präsenz in den USA ermöglicht es uns, unseren Kunden im Konzernverbund Deutsche Post World Net Dienstleistungen für die gesamte Logistik- und Finanzkette vom Hersteller bis zum Abnehmer aus einer Hand anzubieten.

Stark ausgebaut hat die Postbank im Berichtsjahr das gewerbliche Immobilienkreditgeschäft. Mit einem Neugeschäft von über 1,3 Milliarden Euro konnte sie den Kreditbestand in diesem Segment auf jetzt rund 4,5 Milliarden Euro steigern.

Nach jahrelangem Abschmelzen konnte die Postbank seit August letzten Jahres erstmals wieder ein Wachstum bei der Anzahl der Kontoverbindungen der Geschäftskunden feststellen. Die Schere zwischen Neueröffnungen und Kündigungen hat sich geschlossen. Dies führte zu einer Gesamtzahl von 313.000 Business-Girokonten nach 318.000 im Vorjahr.

Die Geschäftsergebnisse im Einzelnen:

Das Ergebnis vor Steuern des Postbank Konzerns hat sich 2001 gegenüber dem Vorjahr um fast 47 Prozent auf 343 Millionen Euro verbessert.

Die Erträge des Postbank Konzerns sind um 60 Millionen Euro auf 2,166 Milliarden Euro gestiegen.

Der Zinsüberschuss von gut 1,6 Milliarden Euro lag nahezu auf Vorjahresniveau.

Der Provisionsüberschuss reduzierte sich um 9% auf 408 Millionen Euro. Hier spiegeln sich analog zum schwachen Börsenumfeld zurückgehende Provisionsüberschüsse aus dem Wertpapiergeschäft wider (-44 Millionen Euro).

Das Handelsergebnis belief sich auf 56 Millionen Euro nach 5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gesonderte Bewertung nach IAS 39 der Derivatepositionen zurückzuführen. Das erstmalig ausgewiesene Finanzanlageergebnis beträgt 63 Millionen Euro.

Die Risikovorsorge beläuft sich auf 102 Millionen Euro (Vorjahr 76 Millionen Euro).

Der Verwaltungsaufwand ging leicht zurück und lag mit 1,8 Milliarden Euro um 0,6 % unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Postbank Konzerns betrug inklusive der neu hinzugekommenen 80 Mitarbeiter der PB Capital Corp. 10.510 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 10.943 im Vorjahr. Die Personalreduktion erfolgte ausschließlich durch sozialverträgliche Maßnahmen. Der Personalaufwand konnte mit 603 Millionen Euro konstant gehalten werden. Der gesamte Sachaufwand ging um 10 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro zurück.

Der bei der Postbank traditionell stark schwankende Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg, unter anderem aufgrund der Auflösung von Rückstellungen, um 64 Millionen Euro auf 90 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Steuern von 343 Millionen Euro liegt 109 Millionen Euro über dem Vorjahr. Zum Gesamtergebnis hat das Geschäftsfeld Privatkunden mit 116 Millionen Euro, das Geschäftsfeld Firmenkunden mit 80 Millionen Euro und das Geschäftsfeld Financial Markets mit 81 Millionen Euro beigetragen.

Unter Berücksichtigung der Ertragssteuern und des Ergebnisses Konzernfremder ergibt sich ein Jahresüberschuss von 190 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 Milliarden Euro auf 140 Milliarden Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Integration der PB Capital Corp. sowie auf die Bilanzierung der Derivatepositionen nach den Vorschriften des IAS 39 zurückzuführen.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind mit 37 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Die Kundenforderungen liegen mit gut 44 Milliarden Euro um 5 Milliarden Euro über dem Vorjahr. Darin enthalten sind 2,5 Milliarden Euro der US-Tochter PB Capital Corp. Das Baufinanzierungsvolumen stieg um knapp eine Milliarde Euro auf 13,3 Milliarden Euro und das Privatkreditvolumen um 0,1 Milliarden Euro auf 0,7 Milliarden Euro. Die Gewerblichen Finanzierungen stiegen um mehr als eine Milliarde Euro auf 4,5 Milliarden Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen stichtagsbezogen knapp 27 Milliarden Euro und lagen damit um 12 Milliarden über dem Vorjahr. Bedingt durch auslaufende Emissionen gingen die Verbrieften Verbindlichkeiten um 7 Milliarden Euro auf knapp 40 Milliarden Euro zurück Die nach IAS 39 erstmals auszuweisenden Hedging-Derivate belaufen sich auf 2,4 Milliarden Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Milliarden Euro auf gut 62 Milliarden Euro zurück. Die darin enthaltenen Spareinlagen konnte die Postbank entgegen dem Trend des Vorjahres nahezu konstant halten. Das gesamte bilanzielle Sparvolumen stieg um 1,4 Milliarden Euro auf 32,4 Milliarden Euro.

Die ausgewiesenen Eigenmittel der Bank betrugen zum 31. Dezember 2001 4,8 Milliarden Euro nach 4,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Gesamtkapital-Quote nach Grundsatz I des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen liegt bei 10,0 Prozent, die Kernkapital-Quote bei 6,7 Prozent.

Nach den ersten beiden Monaten befindet sich die Postbank im Geschäftsjahr 2002 voll im Plan. Beim Zinsüberschuss liegt sie aufgrund eines deutlich gestiegenen Sparvolumens sogar erfreulich darüber, der Provisionsüberschuss ist konstant. Insgesamt will sie ihr gutes Vorjahresergebnis nochmals steigern.

Aktuelle Meldung | Postbank online

Weitere Berichte zu: IAS Sparvolumen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie