Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Joint Venture für Magnetresonanz-Systeme

09.04.2002


Siemens Medical Solutions, Erlangen, und die Shenzhen Mindit Instruments Co. Ltd., Shenzhen, China, werden ein Joint Venture für Magnetresonanz-Systeme eingehen. Den entsprechenden Vertrag haben Ernst Behrens, der Leiter der Landesgesellschaft Siemens Ltd. China und Min Xue, Präsident von Shenzhen Mindit Instruments Co. Ltd., in Peking unterschrieben. Der Vertrag muss noch durch die verantwortlichen chinesischen Behörden genehmigt werden. Der Sitz der neuen Firma mit dem Namen "Siemens Mindit Magnetic Resonance Ltd" ist Shenzhen. Siemens wird 75 Prozent an dem Joint Venture halten. Die starke regionale Position von Mindit und die technologische Erfahrung von Siemens ergänzen sich hervorragend, um Produkte anbieten zu können, die auf die besonderen Bedürfnisse des chinesischen Marktes zugeschnitten sind. Darüber hinaus soll das Joint Venture MR-Systeme für weitere asiatische Märkte entwickeln und exportieren. Die ersten Tomographen sollen schon ab Mai 2002 ausgeliefert werden.

"Das Joint Venture ist eine hervorragende Möglichkeit, um den chinesischen Markt für die Spitzenprodukte von Siemens zu erschließen. Dafür bringen wir unser technisches Knowhow sowie unsere Fertigungskapazitäten ein", sagte Götz Steinhardt, Mitglied des Bereichsvorstandes Siemens Medical Solutions. Die gemeinsame Firma soll dabei von der langjährigen Entwicklungs- und Produktionserfahrung von Siemens profitieren, einem der weltweit führenden Hersteller von MR-Systemen. Siemens Mindit Magnetic Resonance Ltd. wird als eine der ersten chinesischen Firmen MR-Tomographen mit 0,35 Tesla starken Permanent-Magneten entwickeln, herstellen und vertreiben. Das neue Produkt NOVUS 0,35T arbeitet mit der höchstmöglichen Feldstärke bei Permanentmagneten und liefert dadurch außerordentlich gute Bilder. Neben den preiswerten Geräten mit Permanent-Magneten hat die neue Firma mit dem NOVUS 1,5T auch ein MR-Gerät mit einem 1,5 Tesla starken supraleitenden Magneten im Angebot.

"Als ein neuer Mitspieler in diesem hart umkämpften Markt ist es unser Ziel, hochwertige aber gleichzeitig preiswerte MR-Systeme für den chinesischen Markt herzustellen", sagte Dr. Min Xue, der Präsident von Shenzhen Mindit Instruments und künftige Präsident des neuen Joint Ventures. "Mindit bringt eine junge und kreative Firmenkultur sowie erstklassiges Wissen um die besonderen Anforderungen beim Bau und Verkauf von MR-Systemen in China in die Partnerschaft ein." Durch die Zusammenarbeit mit Siemens werde Mindit in die Lage versetzt, seine Strategie fortzuführen, MR-Systeme nicht nur in China herzustellen, sondern auch für den Weltmarkt.

Die Volksrepublik China hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem der wichtigsten Märkte für Siemens im asiatischen Raum entwickelt. Siemens ist mit allen Arbeitsgebieten in dieser Region vertreten, wie Information und Communication, Automation and Control, Power, Transportation, Medical, Lightning und Hausgeräte. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) lag das Investitionsvolumen von Siemens in China bei über 500 Millionen Euro. Siemens hat in der Region mehr als 45 Firmen, 26 Regionalbüros mit insgesamt über 25 000 Beschäftigten. Der Umsatz betrug rund 4 Milliarden Euro.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte, Dienstleistungen und Komplettlösungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen optimieren und zu einer höheren Effizienz führen. Zum Angebot gehört auch die Übernahme des Datenmanagements beim Kunden als Application Service Provider bis hin zu an spezifischen Krankheitsbildern ausgerichtetem Prozessmanagement in der Vorsorge, Heilung und Pflege. Med beschäftigt weltweit rund 30 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,2 Mrd. EUR, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBITA) betrug 808 Mio. EUR.

Shenzhen Mindit Instruments Co., Ltd. ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von supraleitenden und permanenten Magnetresonanzsystemen. Rund 50 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, hochwertige aber preiswerte MR-Systeme anzubieten sowie die Kunden durch umfassende Service-Unterstützung langfristig zufriedenzustellen. Mit der Unterstützung der Behörden ist Mindit ein bedeutender Mitspieler im chinesischen MR-Markt geworden und richtet sein Augenmerk jetzt darauf, den Weltmarkt in Angriff zu nehmen.

Melanie Schmude | Für die Finanz und Fachpresse
Weitere Informationen:
http://www.siemensmedical.com/

Weitere Berichte zu: MR-System

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht WSI-Tarifarchiv: Tariflöhne und -gehälter 2016: Reale Steigerungen von 1,9 Prozent
05.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz leichtem Rückgang positiver Ausblick auf 2017
29.12.2016 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie