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Gejagte werden zu Jägern

27.08.2007
KPMG-Indikator belegt: Unternehmen aus Ländern wie Indien und Russland drängen immer stärker auf die Märkte der Industrienationen

Die schnell steigenden M&A-Aktivitäten von Unternehmen aus den neuen Wachstumsmärkten in Europa zeigen: Die Gejagten werden langsam zu Jägern. Dies ist das Ergebnis des neuen "Emerging Markets International Acquisitions Tracker" (EMIAT)* von KPMG. Analysiert wird, wie sich Unternehmensübernahmen und -beteiligungen zwischen neun ausgewählten Emerging Markets und elf Industrieländern entwickeln.

126 Unternehmensübernahmen von Industrieländern in den Wachstumsmärkten standen im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 67 Transaktionen in umgekehrter Richtung gegenüber, also von den Emerging Markets in die Industrienationen. Die Entwicklung der M&A-Deals zeigt, dass sich das Verhältnis in den vergangenen vier Jahren von einer Quote von vier zu eins auf unter zwei zu eins im ersten Halbjahr 2007 angenähert hat. Blickt man speziell nach Europa, liegt das Verhältnis sogar bereits bei drei zu zwei.

Thorsten Amann, KPMG-Partner und Leiter der New and Emerging Markets Practice von KPMG: "Die Zahlen verdeutlichen die Dynamik, mit der Unternehmen aus den Emerging Markets, insbesondere aus Indien und Russland, in die Industrienationen drängen. Dies wirft die Frage auf, wann sich das Kräfteverhältnis zwischen den Industrienationen und den neuen Wachstumsmärkten umkehren wird. Mit Blick auf die aktuelle Aufholjagd der Newcomer in China, Indien und Russland ist ein Rollenwechsel bereits innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre möglich."

Russland gewinnt bei M&A-Deals europäischer Unternehmen an Beliebtheit Von europäischer Seite konzentrieren sich die M&A-Aktivitäten noch immer stark auf China und Hongkong (15 Transaktion im ersten Halbjahr 2007), dicht gefolgt von Russland mit 14 Transaktionen. Indien und Brasilien verzeichnen jeweils 8. In umgekehrter Richtung gen Europa dominiert die Kauflust indischer Unternehmen das Ranking mit 13 Transaktionen. Russland (9) verdrängte China und Hongkong (6) von Platz zwei. Brasiliens Unternehmen widmeten Europa dagegen kaum ein Interesse.

* Der künftig im Halbjahresrhythmus veröffentlichte KPMG-Indikator analysiert abgeschlossene M&A-Deals, die mindestens zu einer Mehrheitsbeteiligung am Kaufobjekt führten. Übernahmen von Private Equity-Häusern oder institutionellen Investoren werden nicht berücksichtigt. Die Analyse beruht auf Material des Datenbankanbieters Zephyr/Bureau von Dijk Electronic Publishing.

Marita Reuter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.com

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