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Wirtschaftsspionage gefährdet deutschen Mittelstand

23.08.2007
Während hier zu Lande noch über das Für und Wieder der Online-Durchsuchung debattiert wird, gehen die staatlichen Eingriffe in den Privatbereich des Einzelnen und der Wirtschaft in Ländern wie den USA, Russland oder China deutlich weiter.

Zum Beispiel kooperiert in den USA das FBI mit amerikanischen Internet-Providern, um sämtliche E-Mails nach Schlagworten durchsuchen zu können. Der russische Geheimdienst überwacht alle in und aus Russland geführten Telefongespräche, und in China wird das komplette Internet von der politischen Elite zensiert.

Es überrascht dabei nicht, dass auch die wirtschaftlichen Handelspartner im Fokus dieser nachrichtendienstlichen Aktivitäten stehen.

Im Fach Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen wurde unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Grauer und Bernhard Esslinger (Deutsche Bank, Frankfurt/M., verantwortlich für IT-Sicherheit und Lehrbeauftragter der Universität Siegen) eine Diplomarbeit zum Thema "Wirtschafts¬spionage" betreut, die sich ausführlich mit den Auswirkungen dieser Problematik befasste. Dabei wurden sowohl theoretische Modelle erstellt als auch akribisch allen praktischen Vorkommnissen nachgegangen.

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Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen kleine und mittelständische Unternehmen, da speziell deren Know-how von ausländischen Nachrichtendiensten "abgeschöpft" wird. Die Ergebnisse sind erschreckend! Große Teile des deutschen Mittelstandes sind durch Wirtschaftsspionage in ihrer Existenz bedroht. Ohne Maßnahmen zum Schutz des Know-hows ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unternehmen Opfer von Wirtschaftsspionage wird. Der Schaden, mit dem in einem solchen Fall zu rechnen ist, ist katastrophal, da er in den meisten Fällen die Insolvenz der Unternehmung zur Folge hat. Die Ergebnisse der Untersuchung decken sich in weiten Teilen mit den Einschätzungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Köln, das im Rahmen der Erstellung der Untersuchung kontaktiert wurde.

Die Diplomarbeit zeigt auch die unmittelbare praktische Relevanz des Fachgebietes "Wirtschaftsinformatik", dem sonst eher Attribute wie "Theorielastig" nachgesagt werden.

Zum kommenden Wintersemester sind an der Universität Siegen Einschreibungen sowohl in den Diplomstudiengang als auch in den neu konzipierten Bachelorstudiengang möglich, die Einschreibefrist beginnt am 27. August 2007.

Weitere Informationen zur Diplomarbeit von Thomas Pütz: Tel. 02227 912404,
Handy: 0177 3615188 oder email: thomaspuetz@netcologne.de

Ullrich-Eberhardt Georgi | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

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