Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Materialeffizienz spart Firmen bares Geld

30.07.2007
Der Bayreuther Wissenschaftler Dr.-Ing. Bernd Rosemann vom Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik ist als Leitberater der Deutschen Materialeffizienzagentur akkreditiert worden. Er soll dazu beitragen, in kleinen und mittelständischen Firmen zur rentablen Verbesserung der Materialeffizienz zu kommen und so Kosten zu verringern.

Der Bayreuther Wissenschaftler Dr.-Ing. Bernd Rosemann vom Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik ist als Leitberater der Deutschen Materialeffizienzagentur akkreditiert worden. Er soll dazu beitragen, in kleinen und mittelständischen Firmen zur rentablen Verbesserung der Materialeffizienz zu kommen und so Kosten zu verringern.

Ressourcen werden immer knapper, Rohstoff- und Energiepreise steigen - die Umsetzung effizienter Technologien und Produktionsprozesse ist für Unternehmen sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen wichtiger denn je.

Materialkosten stellen dabei nach einer Analyse des statistischen Bundesamts im Branchendurchschnitt mit ca. 40% noch vor den Personalkosten mit ca. 20% den größten Kostenblock im verarbeitenden Gewerbe dar. In Deutschland werden jährlich Materialien im Wert von 500 Mrd. € verarbeitet. Anderen Studien zufolge gibt es im Bereich der Materialkosten ein Einsparpotential von ca. 20%, woraus sich ein Einsparpotential von immerhin 100 Mrd. € jährlich ergibt - das ist betriebs- und volkswirtschaftlicher von erheblicher Relevanz. Angesichts seit einiger Zeit stark steigender Preise für Rohstoffe und Energie wird der effiziente Umgang mit Material in der Produktion und im Alltagsleben immer dringlicher.

Aus diesem Grund fördert die Bundesregierung die Erhöhung der Materialeffizienz in Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes durch ein Förderprogramm zur rentablen Verbesserung der Materialeffizienz (VerMat). Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Vermittlung des notwendigen Technologie- und Management-Know-hows gelegt.

Zur Umsetzung des Programms wurde die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) beauftragt, welche zur Durchführung von Projekten Leit- und Fachberater akkreditiert. Leitberater, die im Gegensatz zu Fachberatern eigenständig beratend tätig werden können, werden wegen ihrer besonderen Bedeutung für den Umsetzungsprozess umfassend auf ihre Eignung überprüft, weshalb hierfür fachliche Kompetenz, Organisationstalent, Umsetzungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Erfahrungen sowie gute Referenzen nachgewiesen werden müssen.

Ende Juni 2007 wurde nun nach ausführlicher Validierung durch die Deutsche Materialeffizienzagentur Dr.-Ing. Bernd Rosemann vom Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik als Leitberater akkreditiert. Auf Basis dieser Akkreditierung ist sowohl der Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik als auch die Fraunhofer Projektgruppe für Prozessinnovation nun berechtigt von der demea geförderte Materialeffizienzprojekte durchzuführen.

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“
16.05.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2018
30.04.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics