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Zukunftsmarkt Freizeit

09.07.2007
Freizeit im 21. Jahrhundert hat eine andere Qualität als in den Nachkriegszeiten der fünfziger und sechziger Jahre oder den Wohlstandszeiten der siebziger bis neunziger Jahre: Hohe Arbeitslosigkeit auf der einen, steigende Lebenserwartung auf der anderen Seite lassen erwerbsfreie Lebensphasen in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Lebensstandardsicherung und Armutsvermeidung, Gesundheitserhaltung bis ins hohe Alter sowie neue Sinnorientierungen des Lebens jenseits von Konto und Karriere machen den ehemaligen "Wohlstandsfaktor Freizeit" zu einer gleichermaßen ökonomischen wie sozialen Frage: Wie kann die persönliche und gesellschaftliche Lebensqualität auch in politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhalten und nachhaltig gesichert werden - ein Leben lang für sich selbst und für nachkommende Generationen?

Mit dieser und anderen Fragen setzen sich die Studierenden am Baltic College Güstrow auseinander. Am Lehrstuhl für Freizeit, Gesundheit und Tourismus hat man erkannt: Freizeit ist ein Zukunftsmarkt. Freizeit als "Regeneration der Arbeitskraft" ist Geschichte. Frei verfügbare Zeit- und Lebensabschnitte werden immer mehr zur Investition in lebenslanges Lernen, in Gesundheitsförderung und Wohlfühlkonzepte, in Familien- und Nachbarschaftshilfen, aber auch in Unterhaltungs- und Entspannungsprogramme genutzt. Aus dem "Frei von" bezahlter Arbeit wird zunehmend ein "Frei für" eine lebenswerte Zukunft. Das "spart" Geld, aber "kostet" Lebenszeit. Die vorhandenen Frei-Zeiten im Leben werden zu Investitionen in die Zukunft. Der Faktor Freizeit wird zum Zukunftsfaktor.

Der Freizeitmarkt besteht dabei aus einer Summe unterschiedlicher Teilmärkte, auf denen das Angebot und die Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen zusammentreffen. Die Freizeitindustrie hat sich in der gesamten westlichen Welt als eine widerstandsfähige Wachstumsindustrie erwiesen. Die in vielen Wirtschaftsbranchen eingetretenen Einbrüche und rapiden Rückgänge gelten nur bedingt für den Wachstumsmarkt Freizeit. Zwar nimmt der Verdrängungswettbewerb zu, doch die jährlichen Steigerungsraten bleiben: Freizeitaktivität, Reiselust und Lebensgenuss entwickeln sich zu ebenso notwendigen wie bereichernden Erlebniswerten.

Als positiv besetzter Erlebnisbereich wird die Freizeit erfolgreich vermarktet - direkt über Freizeitgüter und indirekt über Werbung. Ein auf Konsum, Mobilität und Lebensgenus ausgerichtetes Freizeitverständnis hat eine wichtige Wachstumsbranche entstehen lassen. Entsprechend nachgefragt sind Studiengänge, die in diesen Wachstumsmarkt einführen. Am Baltic College Güstrow wird mit Management im Gesundheitstourismus und Hotel- und Tourismusmanagement vor allem auf den gesundheitstouristischen Bereich gesetzt. Das Besondere hier ist das duale Studium: Die Studienleistungen werden gleichzeitig von der Industrie- und Handelskammer anerkannt und mit wenig mehr Aufwand macht man so neben dem Bachelor-Abschluss noch eine kaufmännische Ausbildung.

Baltic College Güstrow
University of Applied Sciences
Plauer Str. 81
18273 Güstrow
Tel.: 03843 / 4642-0
Fax: 03843 / 4642-11
info@baltic-college.de

Stefan Pforte | idw
Weitere Informationen:
http://www.baltic-college.de
http://www.baltic-college.de/boa/Studiengang.php?c=Studiengang

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