Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chinesische Experten lernen in deutschen Unternehmen

21.06.2007
Im Mai 2007 hatte das Fraunhofer IAO eine Delegation chinesischer Unternehmens- und Wissenschaftsvertreter zu Gast. Im Rahmen mehrerer Unternehmensbesuche beschäftigten sich die Experten mit den Erfolgsfaktoren betrieblichen Handelns.

Die chinesische Wirtschaft ist hoch im Kurs. Ein riesiger Waren- und Arbeitsmarkt, billige Arbeitskräfte und gigantische Gewinnerwartungen machen den chinesischen Markt derzeit zu einem der attraktivsten. Doch je intensiver sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen chinesischen und europäischen Unternehmen gestalten, umso offenkundiger wird auch die Kehrseite des Produktionsstandorts im fernen Osten: Geringe Ressourceneffizienz, massive Umweltverschmutzung, mangelhafte Sicherheitsstandards und niedriges Qualitätsbewusstsein sind die augenscheinlichsten Mängel, die sich auf lange Sicht auch auf transnationale Kooperationen negativ auswirken werden.

Fraunhofer IAO steht seit mehreren Jahren im fachlichen Austausch mit chinesischen Partnern. Im September 2005 startete das Institut gemeinsam mit der Universität Stuttgart, der China Nonferrous Metals Industry's Association (CNIA) sowie weiteren chinesischen Industriepartnern das Projekt PROSYS, das von der Europäischen Union im Rahmen des ASIA-INVEST-Programms gefördert wird. Das Projekt soll zum Ausbau der chinesisch-europäischen Kooperations- und Handelsbeziehungen im Bereich der Magnesiumverarbeitung beitragen. Eine Voraussetzung hierfür stellt die Angleichung der Arbeits- und Produktions¬bedingungen in den unterschiedlichen Kulturkreisen dar.

Vom 21.-25. Mai 2007 war nun eine 15-köpfige Delegation chinesischer Unternehmens- und Wissenschaftsvertreter in Deutschland zu Besuch, die zuvor in zwei Seminaren in Beijing und Chengdu profundes Methoden- und Handlungswissen zum Projektmanagement, zur Fabrikplanung sowie zur Arbeitssicherheit erworben hatten. Ziel ihres Aufenthaltes in Deutschland war die praktische Anwendung und Vertiefung des theoretischen Fachwissens durch Besuche in ausgewählten Unternehmen.

... mehr zu:
»Erfolgsfaktor

Das vom Fraunhofer IAO organisierte Besuchsprogramm reichte von der Ideenwerkstatt eines mittelständischen Innovationspreisträgers über die Umweltschutzzentrale eines Chemie-Industrieparks bis hin zum prozessoptimierten Montagewerk eines renommierten Automobilherstellers. Angereichert wurde das Programm durch den Besuch in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (Dortmund) sowie durch eine Demonstration der institutseigenen Labors. Trotz unterschiedlichster Arbeits- und Produktionsbedingungen in den besichtigten Unternehmen wurde den chinesischen Experten ein einheitliches Bild der Erfolgsfaktoren betrieblichen Handelns vermittelt: Der zweckmäßigen und ausgewogenen Betrachtung von menschlichen, technischen und organisatorischen Faktoren der Arbeit.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Martin Braun
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11/9 70-21 76, Telefax +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: martin.braun@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

Weitere Berichte zu: Erfolgsfaktor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie