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Hoch zufrieden: Manager auf Zeit

19.06.2007
Interim-Manager sind grundsätzlich mit ihrer Arbeit sehr zufrieden und schätzen die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, vor allem Freiheit, Unabhängigkeit, interessante Aufgaben und viel Abwechslung. Dies ist das Ergebnis der ersten Studie über Interim-Management in Deutschland, die vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam mit dem Personaldienstleister Amadeus FiRe und dessen Tochtergesellschaft Greenwell Gleeson durchgeführt wurde.

361 freiberufliche Manager, die jeweils für einen begrenzten Zeitraum in verschiedenen Unternehmen eingesetzt sind, wurden zu ihrer Motivation, ihren Erfahrungen und ihrer Beziehung zu den Kundenunternehmen befragt. Die befragten Interim-Manager waren mit 49 Jahren deutlich älter als der Durchschnitt der Erwerbstätigen in Deutschland. Der überwiegende Anteil der Interim-Manager ist männlich (84%), es zeigte sich aber eine Tendenz, dass Frauen in den letzten Jahren verstärkt hinzugekommen sind.

Rund zwei Drittel der Interim-Manager sind im mittleren Management tätig, vor allem in mittelgroßen, internationalen Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern und einem Umsatz bis zu 200 Millionen Euro. Projekt- oder Budgetverantwortung gehören für viele zu ihren Aufgaben.

Sie werden von ihren Kunden vorrangig als Fachexperten (80%), Problemlöser (78%), Ideengeber (70%) oder zur Optimierung von Prozessen (62%) eingesetzt. Die meisten Interim-Manager arbeiten aus Überzeugung und haben kein Interesse daran, in eine Festanstellung zu wechseln. Ein Grund für die Zufriedenheit ist sicherlich die hohe Anerkennung bei Managern und Mitarbeitern des Kunden (80%) sowie die Rückendeckung für ihre Entscheidungen (74%). Die Manager auf Zeit identifizieren sich daher trotz ihrer relativ kurzen Einsätze - rund Dreiviertel sind maximal ein Jahr in einem Unternehmen - mit ihrem Auftraggeber. Viele gaben sogar an, während ihres Einsatzes Freundschaft und Loyalität zum Kunden aufzubauen und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu empfinden. Auf Dauer beim Kunden zu bleiben käme jedoch nur für rund 13% in Frage.

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Schwierigkeiten sehen Interim-Manager vor allem darin, aus einem Projekt heraus neue Aufträge zu bekommen. Sie beklagen Planungsunsicherheiten, sehen sich mit unrealistischen Anforderungen der Kunden konfrontiert oder bemängeln, dass Zielvorgaben ständig verändert werden. Auch das Gefühl, als Außenseiter "heimatlos" zu sein, beschleicht eine Reihe der Interim-Manager. Eine unsichere Auftragslage wird von vielen als Problem erlebt und führt zu erhöhtem Stress bei den Managern.

Trotzdem wollen sie an ihrer Situation nichts ändern: Dreiviertel aller Befragten möchte weiterhin selbstständig arbeiten. Fast genauso viele erwarten, dass Unternehmen künftig mehr Interim- Manager einsetzen.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Nathalie Galais
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozial­psychologie
Tel.: 0911 / 5302-249
Nathalie.Galais@wiso.uni-erlangen.de
Amadeus Fire AG
Marketing und Kommunikation
Telefon: 069 / 96 876 - 470
Telefax: 069 / 96 876 - 479
E-Mail: marketing@amadeus-fire.de
Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.600 Studierenden, 83 Instituten, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in enger Verknüpfung mit Jura, Theologie, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften.

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

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