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RWI Essen erhöht seine Konjunkturprognose für 2007

18.06.2007
Das RWI Essen erhöht seine Prognose für das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2007 im Vergleich zu seiner März-Prognose um 0,2 %-Punkte auf 2,5%. Für 2008 prognostizieren wir weiterhin ein BIP-Wachstum von 2,6%. Der Beschäftigungsaufbau wird voraussichtlich anhalten und die Arbeitslosenquote weiter zurückgehen.

Im Jahr 2007 dürfte sie etwa 8,8%, im Jahr 2008 etwa 7,9% betragen. Die Lage der öffentlichen Haushalte verbessert sich voraussichtlich weiter, die Defizitquote dürfte 2007 auf 0,3% sinken, im nächsten Jahr ist sogar ein leichter Budgetüberschuss wahrscheinlich. Sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr erwartet das RWI Essen eine Inflationsrate von 1,9% - etwas mehr als im März prognostiziert. Ursachen sind vor allem die zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise und die bei zunehmender Kapazitätsauslastung anziehenden Lohnstückkosten.

Das RWI Essen hebt seine Konjunkturprognose für 2007 leicht an. Es rechnet nunmehr mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,5%. Im März war noch ein Zuwachs um 2,3% erwartet worden. Für 2008 prognostiziert es nach wie vor ein Wachstum von 2,6% (arbeitstäglich bereinigt 2,2%).

Insgesamt mussten nur geringe Revisionen vorgenommen werden. Die im Mai veröffentlichten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und die neuesten Konjunkturindikatoren bestätigten unsere Einschätzung vom März weitgehend. So war die recht kräftige Expansion im ersten Quartal wohl nicht zuletzt der ungewöhnlich milden Witterung zu verdanken. Für das laufende Quartal deuten die saisonbereinigten Indikatoren - wie von uns erwartet - bereits eine Gegenreaktion an. So ist die Produktion im Bauhauptgewerbe seit zwei Monaten rückläufig. Auch die Industrieproduktion, insbesondere die Erzeugung von Vorleistungsgütern, sank zuletzt. Dennoch dürfte sich der Aufschwung fortsetzen, worauf schon die hohen Auftragseingänge im ersten Quartal hindeuten. Zudem dürfte die konjunkturelle Expansion künftig auf einer breiteren Basis stehen, da die privaten Konsumausgaben nach dem erwarteten Rückgang zu Jahresbeginn nun wohl stärker aufwärts gerichtet sind, insbesondere weil sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessert.

Deutlich stärker als im März prognostiziert dürften die Ausfuhren zunehmen, obwohl sich das weltwirtschaftliche Umfeld nicht grundlegend anders darstellt als zuletzt. Die erneut kräftige Zunahme der Auslandsaufträge im ersten Quartal deutet darauf hin, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure stärker verbessert hat als bisher angenommen. Daher wurde die Prognose für die Zunahme der Ausfuhren von 7,7 auf 8,8 % angehoben.

Sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr erwartet das RWI Essen eine etwas höhere Inflation als im März prognostiziert. Maßgeblich hierfür sind die zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise und die aufgrund der sich deutlich verbessernden Kapazitätsauslastung anziehenden Lohnstückkosten. In beiden Jahren dürfte die Preissteigerungsrate jeweils 1,9% betragen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich auf 8,8% in diesem und 7,9% im kommenden Jahr sinken. Insbesondere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse dürften weiterhin geschaffen werden.

Die Finanzlage des Staates entspannt sich vor allem aufgrund des kräftig zunehmenden Steueraufkommens noch stärker als bisher erwartet. In diesem Jahr dürfte die gesamtstaatliche Defizitquote auf 0,3% sinken; im Jahr 2008 ist sogar ein leichter Budgetüberschuss wahrscheinlich, sofern die moderate Ausgabenpolitik fortgesetzt und die Sozialabgabenbelastung nicht verändert wird.

Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Roland Döhrn, Tel.: (0201) 81 49-262
Sabine Weiler (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-213

Joachim Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwi-essen/presse

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