Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Förderung regionaler Innovationsbündnisse in den Neuen Ländern wird fortgesetzt

18.03.2002


Bulmahn: "Wir müssen die innovativen Potenziale in den Neuen Ländern erkennen und mit unternehmerischer Kompetenz erschließen"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn setzt das Förderprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" für die Neuen Länder fort. Ziel des Programms ist es, die Bündelung von Kompetenzen in den Neuen Ländern weiter zu fördern. Damit können Chancen für mehr Innovationen, Wachstum und Beschäftigung genutzt werden.

Jährlich sollen neue Wachstumskerne zusätzlich in die Förderung aufgenommen werden. Das Programm wurde im letzten Jahr als Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung gestartet. Zunächst wurden in einer ersten Runde neun Innovationsbündnisse (Wachstumskerne) gefördert.

Die neun Innovationsbündnisse aus der ersten Förderrunde werden bis 2003 mit ca. 40 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert. Hinter den Bündnissen stehen insgesamt ca. 160 Einzelprojekte; wobei die Projekte eines Bündnisses durch ein Innovationskonzept thematisch miteinander verknüpft sind. Die Themen der neun Wachstumskerne kommen u. a. aus den Bereichen Materialforschung, Schiffssicherheit, Pharmazie, Verkehr und Informationstechnik.

Wegen der vergleichsweise geringen Zahl an Grossunternehmen kommt innovativen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) in den Neuen Ländern eine besonders große Bedeutung zu.
"Deshalb ist die Zusammenarbeit mit anderen KMU oder Forscherinnen und Forschern so wichtig. Aus diesem Grund setzt das Wachstumskerneprogramm stark auf Kooperationen zwischen KMU und Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen", sagte Bundesministerin Bulmahn.

Die Kooperation soll in ein Innovationskonzept münden, das regionale und thematisch fokussierte Produktions- und Kompetenzprofile entwickelt. Ideen und Aktivitäten der Wachstumskern-Initiativen müssen sich dabei vom Start weg daran ausrichten lassen, wie sie am Markt umgesetzt werden können. Deshalb werden an das Innovationskonzept Anforderungen wie an einen Business-Plan für Unternehmensgründungen gestellt. Außerdem braucht jede Wachstumskern-Initiative ein Management, das Prioritäten setzt, Ziele definiert und einen gemeinsamen Auftritt ermöglicht.

Die Anforderungen, die an einen Bewerber gestellt werden, sind also hoch. Initiativen, die sich bewerben wollen, müssen zunächst die Skizze eines Innovationskonzeptes einreichen. Erfolgversprechende Initiativen werden anschließend dazu aufgefordert, ein detailliertes Innovationskonzept zu erarbeiten. In allen Auswahlschritten werden Bewerber intensiv beraten oder können sich externe Beratungsleistungen bezuschussen lassen.

Annahmefristen für Bewerbungen sind nicht vorgesehen. Das Programm wird ohne Zeitdruck verfolgt und soll den Initiativen die Möglichkeit geben, sich der jeweiligen Situation entsprechend zu entwickeln. "Wir hoffen, die Menschen vor Ort zu tragfähigen Kooperationen zu motivieren, die vorhandene regionale Innovationspotenziale bestmöglich umsetzen", erklärte Bulmahn abschließend.

Weitere Informationen zum Förderprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" des BMBF können bezogen werden im Internet unter
www.wachstumskerne.de sowie beim
Projektträger Jülich (PTJ)
Außenstelle Berlin / Projektbüro
Innovative regionale Wachstumskerne
Wallstr. 17 - 22
D-10179 Berlin
Telefon: (0 30) 2 01 99 - 459
Telefax: (0 30) 2 01 99 - 400
E-Mail: info@wachstumskerne.de

Iris Marzian | idw
Weitere Informationen:
http://www.wachstumskerne.de/

Weitere Berichte zu: Innovationsbündniss Innovationskonzept KMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wachstumsprognose wird angehoben
14.12.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort
28.11.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik