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FAZIT-Unternehmensbefragung des ZEW - Die Hälfte der baden-württembergischen Unternehmen hat erfolgreich Innovationen eingeführt

23.05.2007
Von 2004 bis 2006 haben insgesamt 53 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen erfolgreich Innovationen eingeführt. Dabei haben 42 Prozent dieser Unternehmen neue oder merklich verbesserte Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht (so genannte Produktinnovationen).

Intern neue oder merklich verbesserte Prozesse (Prozessinnovationen) eingeführt haben in diesem Zeitraum insgesamt 43 Prozent der Unternehmen. Etwa 32 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen geben an, sowohl Produkt- als auch Prozessinnovationen umgesetzt zu haben. Dies ist ein Ergebnis der vierten repräsentativen FAZIT-Unternehmensbefragung, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im November und Dezember 2006 durchgeführt hat. An der Befragung beteiligten sich mehr als 800 baden-württembergische Unternehmen (Informationen zur Umfrage und zur Branchenabgrenzung am Ende der Pressemitteilung).

In Baden-Württemberg ist der Bank- und Versicherungssektor besonders innovativ. Wie die FAZIT-Unternehmensbefragung zeigt, haben insgesamt etwa 85 Prozent der Unternehmen dieses Sektors Produkt- und/oder Prozessinnovationen umgesetzt. Dabei haben 79 Prozent Produktinnovationen eingeführt und 59 Prozent Prozessinnovationen. Auch im baden-württembergischen verarbeitenden Gewerbe gibt es überdurchschnittlich viele innovative Unternehmen (57 Prozent). Die Anteile der Unternehmen mit Produkt- und/oder Prozessinnovationen liegen im IT- und Mediensektor bei 55 Prozent und bei den technischen Dienstleistern bei etwa 50 Prozent. Die Verkehrsdienstleister sind hingegen nur unterdurchschnittlich innovativ (nur 42 Prozent).

Wie zu erwarten war, steigt der Anteil der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen durchgeführt haben, mit der Unternehmensgröße, gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter. Während von den sehr kleinen Unternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern lediglich etwas mehr als ein Drittel angibt, neue oder merklich verbesserte Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht zu haben oder neue oder merklich verbesserte Prozesse im Unternehmen eingeführt zu haben, sind es bei den großen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern 86 Prozent (Produktinnovationen) bzw. 82 Prozent (Prozessinnovationen).

Insgesamt 32 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen haben sowohl neue Produkte als auch neue Prozesse eingeführt. Hier zeigt sich der Bank- und Versicherungssektor mit 54 Prozent am innovativsten. Der IT- und Mediensektor (33 Prozent), das verarbeitende Gewerbe (35 Prozent) und die technischen Dienstleister (35 Prozent) bewegen sich auf dem Niveau des Gesamtdurchschnitts. Verkehrsdienstleister sind mit 18 Prozent dagegen unterdurchschnittlich häufig vertreten.

Die FAZIT-Unternehmensbefragung:

Das "Forschungsprojekt für aktuelle und zukunftsorientierte IT und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden-Württemberg" (FAZIT) ist ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes gemeinnütziges Forschungsprojekt ( http://www.fazit-forschung.de ). An der aktuellen Umfrage beteiligten sich mehr als 800 baden-württembergische Unternehmen aus dem IT- und Mediensektor (Software, Datenverarbeitungs-Dienstleistungen, IT- und Medienhardware, Telekommunikation, audiovisuelle Medien, Druck und Verlag, Werbung und Marktkommunikation, Inhalte-Dienstleister) sowie aus anderen Branchen, die IT- und Medientechnologien einsetzen. Dabei bilden die Branchen Chemie, Maschinenbau, Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Automobil den Sektor verarbeitendes Gewerbe. Die Branchen Verkehrsdienstleistungen, Bank- und Versicherungsgewerbe und die Technischen Dienstleister werden gesondert betrachtet.

Ansprechpartner:
Jörg Ohnemus, Telefon 0621/1235-354, Fax -333, E-Mail ohnemus@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.fazit-forschung.de

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