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Umstrukturierung des Konzerns macht große Fortschritte

13.03.2002

Bayer erwartet für 2002 eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses

Bilanz 2001: Erfreuliche Verbesserung des operativen Cashflow, aber Rückschläge im Pharmabereich und Konjunkturschwäche minderten Umsatz und Ergebnis

Der Bayer-Konzern erwartet im laufenden Jahr eine deutliche Verbesserung des Konzerngewinns – nicht zuletzt durch die Erlöse aus Veräußerungen. Dies kündigte Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Schneider anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen an. Das Jahr 2002 stehe im Zeichen der Umstrukturierung des Konzerns in eine strategische Management-Holding mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften. "Diese Aktivitäten haben für uns im Moment oberste Priorität", erklärte der Bayer-Chef. "Wir wollen ein `neues Bayer´ schaffen. Einen effizienten, strategischen Verbund operativ selbstständig agierender Unternehmen mit einer mehr denn je an Leistung und Wertschaffung orientierten Managementkultur."

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 war für Bayer nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden "zweifellos ein Jahr mit Problemen und Herausforderungen, die wir in dieser Form noch nicht erlebt hatten". Die Arbeitsgebiete Polymere und Chemie hätten besonders unter dem schlechten konjunkturellen Umfeld gelitten. Hinzu seien die Probleme im Pharma-Bereich gekommen. "Es ist der Blick auf eine ernüchternde Bilanz", sagte Schneider. Der Konzernumsatz sank um 2 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 51 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn lag mit 965 Millionen Euro um 47 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im fortzuführenden Geschäft wuchs der Umsatz um ein Prozent auf 28,9 Milliarden Euro – "obwohl", so Schneider, "allein durch die Rücknahme von Lipobay geplante Umsätze von 0,7 Milliarden Euro ausgefallen sind."

Der Hauptversammlung am 26. April wird eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das entspreche zwar einer Reduzierung um 0,50 Euro im Vergleich zum Vorjahr, sei aber gleichwohl die höchste Ausschüttungsquote in der gesamten Bayer-Geschichte, betonte der Vorstandsvorsitzende. "Damit unterstreichen wir, dass wir im Interesse unserer Aktionäre auch in schwierigen Zeiten weiter auf Dividenden-Kontinuität setzen. Darüber hinaus erwarten wir schon im laufenden Jahr eine erhebliche Verbesserung der Ergebnisse."

Das Arbeitsgebiet Gesundheit konnte trotz aller Sonderfaktoren den Umsatz mit minus 2 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro fast halten. Beim operativen Ergebnis schlugen der Vermarktungsstopp von Lipobay und die Produktionsprobleme bei den Biologischen Produkten mit einem Rückgang um 48 Prozent auf 771 Millionen Euro "voll zu Buche", wie Schneider sagte. Nachdem die Schwierigkeiten mit dem gentechnisch hergestellten Medikament Kogenate nahezu gemeistert seien, erwarte er im Bereich der Biologischen Produkte im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg der Produktion und der Ergebnisse. Als erfreulich bezeichnete der Vorstandsvorsitzende die Entwicklung im Bereich Consumer Care, wo Bayer mit einer Umsatzsteigerung von neun Prozent deutlich über dem Marktwachstum liege.

Positiv entwickelte sich 2001 das Arbeitsgebiet Landwirtschaft mit einem Umsatzwachstum um sieben Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Schneider: "Besondere Freude bereitete uns das Pflanzenschutz-Geschäft mit einem Wachstum deutlich über dem Markt." Das operative Ergebnis dieses Arbeitsgebietes verbesserte sich um 12 Prozent auf 625 Millionen Euro und die Umsatzrendite um einen Prozentpunkt auf 17 Prozent.

Das Arbeitsgebiet Polymere verzeichnete 2001 einen nahezu unveränderten Umsatz von 10,8 Milliarden Euro und eine Reduzierung des operativen Ergebnisses um 60 Prozent auf 434 Millionen Euro. Zur nachhaltigen Steigerung der Performance haben die betroffenen Geschäftsbereiche laut Schneider umfangreiche Programme zur Kostenreduzierung aufgelegt, die bereits in diesem Jahr zu Einsparungen von mindestens 300 Millionen Euro und bis 2005 von mehr als 700 Millionen Euro führen sollen.

Wie Polymere litt auch das Arbeitsgebiet Chemie unter der schwachen Konjunktur. Bei einem – akquisitionsbedingt – um zehn Prozent auf mehr als 3,7 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz sank das operative Ergebnis um 27 Prozent auf 271 Millionen Euro. Auch hier soll die Ertragskraft durch ein verstärktes Portfolio-Management und Kostensenkungsprogramme – beabsichtigt sind jährliche Einsparungen in der Größenordnung von 200 Millionen Euro (2005) – verbessert werden.

Neben den bekannten Problemen hat das Jahr 2001 für Bayer aber auch zukunftsorientierte Erfolge gebracht. Schneider erinnerte u.a. an den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zur Übernahme von Aventis CropScience, für die in wenigen Wochen die Zustimmung der Kartellbehörden erwartet werde. Damit wird Bayer im Agrarmarkt zur Weltspitze aufrücken. Positiv zu werten sei auch die deutliche Reduzierung der Mittelbindung im Umlaufvermögen und die daraus resultierende Steigerung des Netto-Cashflows im fortzuführenden Geschäft um ein Drittel auf 3,7 Milliarden Euro. Zusammenfassend bilanzierte Schneider: "Das Jahr 2001 ist endgültig abgehakt. Wir haben die nicht immer angenehmen Erfahrungen genutzt, um Lehren zu ziehen und Chancen zu ergreifen."

Unabhängig von den nicht zu beeinflussenden konjunkturellen Faktoren habe sich Bayer eine Menge vorgenommen. Im Arbeitsgebiet Gesundheit stehe die Suche nach Partnern im Vordergrund. Im Bereich Pflanzenschutz setze man auf eine erfolgreiche Integration von Aventis CropScience. Bei Polymeren wolle der Konzern seine Führungsposition ausbauen, und in der Chemie werde die konsequente Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen – verbunden mit einer verstärkten Suche nach Kooperationspartnern – mit Priorität verfolgt. Mit Hochdruck werde auch an der Umsetzung der Kostensenkungs-Programme gearbeitet – mit dem Ziel, ab dem Jahr 2005 mindestens 1,8 Milliarden Euro jährlich einzusparen.

Schließlich werde Bayer auch weiterhin ein sehr aktives Portfolio-Management betreiben. Dazu wird sich das Unternehmen von einigen Aktivitäten und Geschäftsfeldern trennen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören. Neben einigen bereits vor Wochen angekündigten Veräußerungen soll nun auch das Geschäftsfeld Haushaltsinsektizide verkauft werden. "Bayer will sich in der künftigen HealthCare AG vollkommen auf die Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln für Mensch und Tier sowie auf moderne Diagnostik fokussieren", erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Die aktive Portfolio-Politik bestehe allerdings nicht nur darin, zu straffen bzw. zu verkaufen, sondern die Kerngeschäfte zu entwickeln und weiter auszubauen. Als Beispiel nannte Schneider die Absicht, den Geschäftsbereich Biological Products mit Aventis Behring in einem Joint Venture bei unternehmerischer Führung durch Bayer zusammen zu führen.

Finanzvorstand Werner Wenning, der nach der Hauptversammlung im April den Vorstandsvorsitz als Nachfolger von Manfred Schneider übernehmen wird, erläuterte die Grundzüge der neuen Konzernstruktur. Es gehe darum, einen transparenten, flexiblen, fokussierten und unternehmerisch gestärkten Verbund rechtlich selbstständiger Unternehmen aufzubauen. "Mit der Neuordnung des Konzerns wollen und werden wir mehr erreichen als nur eine neue, modifizierte Organisation. Wir wollen den Bayer-Konzern als Ganzes zusammenhalten und das unverändert große Potenzial unseres Unternehmens voll ausschöpfen – im Interesse unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unserer Aktionäre. Denn wir werden die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die vorhandenen Schwächen konsequent bereinigen."

Der gravierendste Einschnitt ist die konsequente Trennung der strategischen Führung vom operativen Geschäft. Dazu werden die bisherigen Arbeitsgebiete in vier rechtlich selbstständige, von der Bayer AG zu 100 Prozent gehaltene Aktiengesellschaften übertragen, die von drei Servicegesellschaften unterstützt werden. Die neue Struktur werde, so Wenning, den Teilkonzernen eine stärkere Fokussierung und damit Konzentration auf ihre Kernkompetenzen ermöglichen – mit dem Ziel, die Markt-, Portfolio- und Technologie-Entwicklungen gezielter vorantreiben zu können, Wachstumschancen besser zu nutzen und die Performance nachhaltig zu steigern.

Durch die neue Aufstellung des Konzerns werde auch die Transparenz erhöht. Übersichtliche Strukturen mit klar verteilten Aufgaben und Verantwortlichkeiten seien besonders wichtig für ein erfolgreiches Agieren im Markt. Mit der veränderten Struktur könnten Geschäftsfelder, die Bayer Wettbewerbsvorteile bringen, noch besser gefördert werden. Aber man könne auch schneller reagieren, wenn bestimmte Bereiche den Erwartungen und Vorgaben nicht entsprechen.

Auch für strategische Optionen sei die neue Konzernstruktur deutlich besser geeignet. Dies gelte für Kooperationen, Joint Ventures und strategische Allianzen, aber auch für Akquisitionen und Desinvestitionen. Schließlich solle durch die Bildung weltweit für ihr Geschäft verantwortlicher, selbstständiger Unternehmen unter dem Dach einer strategisch geführten Holding die unternehmerische Eigenverantwortung gestärkt werden. Das sei ein entscheidender Erfolgsfaktor.

An der Spitze des Konzerns wird künftig der neue, aus fünf Mitgliedern bestehende Holding-Vorstand stehen. Er entscheidet über Portfolio, Strategie, Budgets und Finanzen sowie die wichtigsten Führungspositionen. Außerdem lege er, so Wenning, die jährlichen Performance-Ziele fest. Unterstützt werde der Holding-Vorstand durch ein Corporate Center mit etwa 400 Mitarbeitern und neun Bereichen: Konzernplanung und Controlling; Recht, Patente und Versicherungen; Finanzen; Kommunikation; Investor Relations; Konzernrevision; Internationale Personal-Entwicklung; Steuern sowie Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement.

Die organisatorische Ausrichtung der Teilkonzerne und Servicegesellschaften ist ebenfalls bereits erarbeitet und soll jetzt schrittweise umgesetzt werden. Am weitesten fortgeschritten sind die Vorbereitungen im Pflanzenschutz aufgrund der geplanten Übernahme von Aventis CropScience. Nach der Zustimmung der Kartellbehörden werde unmittelbar die Gründung der Bayer CropScience AG mit über 20.000 Mitarbeitern als Zusammenschluss des bisherigen Bayer-Geschäftsbereichs Pflanzenschutz mit den Aventis-Aktivitäten erfolgen.

Das bisherige Arbeitsgebiet Gesundheit mit den Geschäftsbereichen Pharma, Biologische Produkte, Consumer Care, Diagnostika und Animal Health werden in die Bayer HealthCare AG mit über 30.000 Mitarbeitern und einem derzeitigen Umsatzvolumen von rund 11 Milliarden Euro überführt.

Im Bereich Polymere entsteht mit der Zusammenführung der vier Geschäftsbereiche Kautschuk, Kunststoffe, Polyurethane sowie Lackrohstoffe, Farbmittel und Sondergebiete mit der Bayer Polymers AG eines der weltweit führenden Unternehmen in der Branche mit 22.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von derzeit 11 Milliarden Euro. Laut Wenning ergeben sich in diesem Segment die weitreichendsten Änderungen, da – im Gegensatz zum Health-Care-Geschäft – die bestehenden Geschäftsbereichs-Strukturen nicht erhalten werden.

Der neue Teilkonzern Bayer Chemicals AG mit den bisherigen Geschäftsbereichen Chemikalien und Spezialprodukte, der Cellulose-Chemie von Wolff Walsrode sowie den Aktivitäten von H.C. Starck mit einem derzeitigen Stand von 14.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von vier Milliarden Euro soll zu einem weltweit führenden Hersteller von Spezialchemikalien wachsen. Angesichts der anhaltenden Branchenkonsolidierung auf dem Weltmarkt für Chemikalien sei Bayer auch in diesem Bereich zu Partnerschaften bereit.

Außerdem werden drei selbstständige Servicegesellschaften gegründet, um allen operativ tätigen Teilkonzernen zentrale und übergreifende Dienstleistungen weltweit anbieten zu können. In der Bayer Business Services GmbH mit insgesamt weltweit 7.500 Mitarbeitern werden große Teile der betriebswirtschaftlichen und administrativen Dienstleistungen zusammengeführt. Die Bayer Technology Services GmbH mit 1.800 Mitarbeitern bündelt die zentralen Bayer-Technologie-Kompetenzen, vor allem bei den vielfältigen und anspruchsvollen Ingenieurleistungen. Bereits seit Jahresbeginn aufgestellt sind die Standortdienste, künftig Bayer Standort Dienste GmbH & Co. OHG, mit rund 7.200 Mitarbeitern.

Mit Ausnahme der Bayer CropScience, die in ihrer voll ausgeprägten weltweiten Struktur bereits Anfang des zweiten Quartals 2002 ihre Arbeit aufnehmen soll, sollen alle übrigen neuen Gesellschaften zum 1. Juli 2002 als Organisationsbereiche der Bayer AG arbeitsfähig sein. Die entsprechenden rechtlichen Strukturen werden erst nach der Hauptversammlung im April nächsten Jahres geschaffen. Dies geschehe, so Wenning, voraussichtlich zum 1. Juli 2003 – allerdings mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2003.

Anschließend erläuterte der Finanzvorstand den Abschluss für das Geschäftsjahr 2001, der wesentlich durch die Rückschläge im Pharmabereich beeinflusst wurde. Sie führten zu Einbußen beim Umsatz von 542 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Sonderposten sank um 621 Millionen Euro. Einschließlich der unter den Sonderposten ausgewiesenen Aufwendungen belief sich die Gesamtbelastung des OPE auf 949 Millionen Euro.

Die Mittelbindung im Working Capital wurde im vergangenen Jahr um 2 Milliarden Euro verringert. Damit war es möglich, so Wenning, einen um 25 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gestiegenen Gesamt-Netto-Cashflow aus operativer Tätigkeit zu erzielen, der es erlaubte, die Abflüsse aus investiver Tätigkeit wie auch aus Finanzierungstätigkeit zu bestreiten.

Der Brutto-Cashflow je Aktie betrug 4,00 Euro, der Konzerngewinn belief sich auf 1,32 Euro/Aktie.

In der Konzernbilanz wuchs das Gesamtvermögen um zwei Prozent auf 37 Milliarden Euro. Davon entfielen 22 Milliarden Euro oder 59 Prozent auf das Anlagevermögen, ein Zuwachs um 7 Prozent. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um fünf Prozent auf 15 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg um vier Prozent auf 17 Milliarden Euro und die Eigenkapitalquote stellte sich auf 46 (2000: 45) Prozent. Mit 20 Milliarden Euro war das Fremdkapital praktisch unverändert.

Zukunftsgerichtete Aussagen

 

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Forneck, Günter | BayNews international

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