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Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft

08.05.2007
Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) hat das im Auftrag des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Technologie und in Kooperation mit dem Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen erstellte Gutachten "Die Bedeutung der außen­wirtschaftlichen Aktivitäten für den deutschen Mittelstand" veröffentlicht.

Danach sind 98 % der rund 350.000 deutschen Exporteure mittelständische Unternehmen. Die Zahl der Exportunternehmen - insbesondere der kleinen Unternehmen, die erstmals auf ausländischen Märkten aktiv wurden - ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch hinsichtlich der Exportumsätze waren bei den kleinen Unternehmen überdurchschnittlich hohe Zuwächse zu verzeichnen. Damit hat sich in den ver­gangenen Jahren die internationale Ausrichtung auch der kleineren Unternehmen deutlich verstärkt. Der Mittelstand ist somit nicht nur das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, sondern auch der deutschen Export­wirtschaft.

Hauptmotiv für die Internationalisierung ist die Erschließung neuer sowie die Sicherung bestehender Märkte. Hauptexportregion der mittelständischen Unternehmen bilden die Mitgliedstaaten der alten EU-15. Daneben gewinnen die Märkte der neuen EU-Mitgliedstaaten zunehmend an Bedeutung.

Im Zeitraum von 2003 bis 2006 hat sich die Zahl der inländischen Beschäftigten in exportierenden Unter­nehmen mit einem Plus von 2 % deutlich besser entwickelt als in Unternehmen, die nur auf dem Inlands­markt aktiv waren (-3,5 %). Bei den Unternehmen mit Auslandsbetrieben nahm die inländische Beschäf­tigung mit plus 3 % noch stärker zu als bei rein exportorientierten Unternehmen. Dies belegt, dass interna­tional agierende Unternehmen positive Beschäftigungsimpulse auch im Inland schaffen.

Jedes fünfte deutsche Unternehmen verfügt nach Meinung der in der Studie befragten Experten über interna­tional wettbewerbsfähige Produkte oder Dienstleistungen. Weiteres, bislang unausgeschöpftes Potenzial für Auslandsgeschäfte ist somit vorhanden. Insbesondere in Hightechbranchen, wie etwa der Umwelt- und Medizintechnik oder der Biotechnologie sowie den Informations- und Kommunikationstechnologien könnte der Anteil der auslandsaktiven Unternehmen in Zukunft noch deutlich ansteigen. Aber auch im Dienst­leistungssektor und dem (Spezial)-Maschinenbau, der Bau- sowie der Lebens- und Nahrungsmittelbranche schöpfen die Unternehmen ihre internationalen Absatzchancen noch nicht vollständig aus.

Wichtige Hilfestellungen bei der Internationalisierung bieten die Institutionen und Programme der Außen­wirtschaftsförderung. Den Befragungsergebnissen und den Expertenmeinungen zufolge sollten diese noch gezielter auf die Bedürfnisse - insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen - zugeschnitten werden. Die Bundesregierung hat hierzu bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt und in die Wege geleitet. Dazu gehört zum Beispiel der weitere Ausbau der Auslandshandelskammern in Zusammenarbeit mit der deutschen Wirt­schaft, die Verbesserung der unternehmensorientierten Angebote durch die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) und die Erweiterung des Auslandsmesseprogramms auf Gemeinschaftsausstellungen junger Technologieunternehmen auf inländischen internationalen Leitmessen.

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

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