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1. Quartal 2007: KfW-Fördervolumen steigt auf 23,9 Mrd. EUR

03.05.2007
Das Fördervolumen der KfW Bankengruppe (Kredite und Verbriefungen) hat sich im ersten Quartal 2007 weiter positiv entwickelt. Mit 23,9 Mrd. EUR übertraf es das Vorjahresquartalsergebnis (17,9 Mrd. EUR) deutlich um 34 %.

Die Kreditzusagen wuchsen von 15,4 Mrd. EUR auf 19,3 Mrd. EUR. Gründe hierfür sind sowohl Anstiege bei den Mittelstands- und Gründerkrediten als auch bei den Darlehen für Bauen, Wohnen und Energiesparen. Die Verbriefungen (neben Krediten zweiter Bestandteil des KfW-Fördervolumens) verzeichneten in den ersten drei Monaten des Jahres ebenfalls ein Plus: Sie stiegen von 2,6 Mrd. EUR im Vorjahresquartal auf 4,6 Mrd. EUR.

Die Nachfrage nach den Kreditprogrammen der KfW Mittelstandsbank zog in den ersten drei Monaten 2007 an. Allein im "Basisförderprogramm", dem KfW-Unternehmerkredit, wurden mit 2 Mrd. EUR rund 30 % mehr Fördermittel zugesagt als im Vorjahresquartal.

Auch die Kreditprogramme für Gründer mit kleinem Kreditbedarf von max. 25.000 bzw. 50.000 EUR - Mikrodarlehen und StartGeld - wurden verstärkt nachgefragt. Sie erreichten ein Zusagevolumen von 38,1 Mio. EUR (30,7 Mio. EUR). In diesen Programmen hatte die KfW im Rahmen ihrer Initiative "Kleiner Mittelstand" zu Jahresbeginn die Zinsen um 30 % gesenkt. Im volatilen Geschäft mit Globaldarlehen (wenige, aber dafür großvolumig) wurden hingegen mit 150 Mio. EUR deutlich weniger zugesagt als im ersten Quartal des Vorjahres (rd. 740 Mio. EUR).

Dennoch erreichten die Kreditfinanzierungen der KfW Mittelstandsbank per 31. März 2007 mit 2,3 Mrd. EUR fast das Niveau des Vorjahres (2,4 Mrd. EUR).

Die mezzaninen Finanzierungen lagen mit 0,3 Mrd. EUR (0,5 Mrd. EUR) unterhalb des Vorjahresquartalsergebnisses. Die Beteiligungsfinanzierungen kamen auf 79 Mio. EUR (44 Mio. EUR). Da im ersten Quartal 2007 in dem von wenigen, sehr großen Einzeltransaktionen geprägten Segment der Verbriefung von Risiken aus Mittelstandskrediten keine Abschlüsse erfolgten (Q1/2006: 2 Transaktionen über 2,6 Mrd. EUR), blieb das gesamte Fördervolumen der KfW Mittelstandsbank (Kredite und Verbriefungen) mit 2,8 Mrd. EUR klar unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals (5,5 Mrd. EUR).

Das volatile Verbriefungsgeschäft wirkte sich im ersten Quartal
2007 auch stark auf das Fördervolumen der KfW Förderbank (Kredite und
Verbriefungen) aus, hier führte es jedoch zu einem starken Anstieg.
Während die KfW in den ersten drei Monaten 2006 keine Verbriefung von Risiken aus Wohnungsbaukrediten abgeschlossen hatte, gab es per 31. März 2007 bereits 4 Transaktionen über insg. 4,6 Mrd. EUR. Dies trug maßgeblich zu einem Anstieg des Fördervolumens der KfW Förderbank um 75 % auf 15,0 Mrd. EUR (8,6 Mrd. EUR) bei. Neben den Verbriefungen entwickelte sich auch das Kreditvolumen positiv und wuchs auf 10,4 Mrd. EUR an (8,6 Mrd. EUR).

Verantwortlich dafür sind besonders die Finanzierungen für wohnwirtschaftliche Investitionen, die ein Plus von 20 % auf 4,2 Mrd. EUR verzeichneten - vor allem aufgrund höherer Globaldarlehen (1,2 Mrd. EUR. ggü. 0,2 Mrd. EUR im Vorjahreszeitraum). Die Nachfrage nach KfW-Darlehen für die energetische Sanierung von Altbauten sowie den ökologischen Neubau im Rahmen der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" blieb in den ersten drei Monaten weiterhin rege und führte zu Zusagen in Höhe von 1,6 Mrd. EUR. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies allerdings ein Rückgang von 0,3 Mrd. EUR. Der Hauptgrund hierfür dürfte darin liegen, dass im ersten Quartal 2006 überaus günstige Signalzinssätze besonders viele Bauherren von einer Sanierungsinvestition überzeugten und sich dadurch ein Investitionsstau löste. Das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm war damals für einen Zinssatz von 1 % p. a. nom. erhältlich. Auch heute bietet die KfW dieses Programm zu einem sehr attraktiven Zinssatz von ab 2,5 % p. a. nom. an.

Die Zusagen in der Kommunalfinanzierung lagen per 31. März 2007 bei 0,5 Mrd. EUR (0,7 Mrd. EUR), die Umweltfinanzierungen erreichten 0,9 Mrd. EUR (1,1 Mrd. EUR). Finanzierungen im Bereich Aus- und Weiterbildung unterstützte die KfW Förderbank im ersten Quartal mit 0,3 Mrd. EUR (0,2 Mrd. EUR). Für die Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten mit dem KfW-Studienkredit entschieden sich weitere 4.500 Studierenden. Seit Programmstart am 1. April 2006 nutzten insgesamt 23.300 Studentinnen und Studenten dieses KfW-Förderangebot. Globallinien zur Refinanzierung von Landesförderinstituten stiegen auf 4,5 Mrd. EUR (3,1 Mrd. EUR).

Zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer setzte die KfW Entwicklungsbank in den ersten drei Monaten des Jahres 393 Mio. EUR ein (188 Mio. EUR), 242 Mio. EUR davon steuerte die KfW aus eigenen Mitteln bei. Die KfW-Tochtergesellschaft DEG finanzierte Investitionen der Privatwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern mit 235 Mio. EUR (170 Mio. EUR).

Die Neuzusagen der KfW IPEX-Bank lagen im ersten Quartal 2007 mit
5,4 Mrd. EUR (3,5 Mrd. EUR) deutlich über dem Vorjahresvergleichszeitraum. Zu diesem außergewöhnlich guten Ergebnis trugen Schiffsfinanzierungen über 2,8 Mrd. EUR sowie einige größere Projekte in den Bereichen Energie und Grundstoffindustrie maßgeblich bei.

Zur Refinanzierung ihrer Geschäftstätigkeit nahm die KfW per 31. März 2007 24,2 Mrd. EUR am Kapitalmarkt auf. Dies entspricht etwa 45 % des für 2007 erwarteten Volumens von rund 55 Mrd. EUR. Insgesamt begab die KfW hierzu 177 Anleihen in 20 Währungen.

Service: Eine tabellarische Übersicht über die Q1-Zahlen der KfW Bankengruppe ist unter www.kfw.de im Bereich Presse/Materialien für die Presse/Präsentationen abrufbar.

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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