Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rentenbank startet mit hohem Fördervolumen und günstiger Kosten- und Ertragsentwicklung in das Jahr 2007

25.04.2007
1. Quartal 2007: Förderkreditnachfrage auf hohem Niveau, rege Emissionstätigkeit, Ertragslage erneut verbessert / Geschäftsjahr 2006: Bestand mittel- und langfristiger Förderkredite wächst um 5,3 %, Betriebsergebnis und Zinsüberschuss leicht über dem Vorjahr, Cost-Income-Ratio 17,2 %

Eine positive Förderbilanz zog Dr. h.c. Uwe Zimpelmann, Sprecher des Vorstandes der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum sowohl für den Jahresabschluss 2006 als auch den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2007.

"Nach den sehr guten Ergebnissen des Geschäftsjahres 2006 setzte sich die positive Entwicklung von Fördervolumen und Ertragslage auch im 1. Quartal 2007 uneingeschränkt fort", so Uwe Zimpelmann. Förderkredite für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum seien im 1. Quartal weiter lebhaft nachgefragt worden. Das Volumen mittel- und langfristiger Förderdarlehen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum sei bis Ende März deshalb auf nunmehr 36,7 Mrd EUR (34,5) gestiegen. Davon betrafen 12,1 Mrd EUR (10,8) die besonders zinsgünstigen Sonder- und Programmkredite für spezielle Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen.

Einschließlich der verbrieften Finanzierungen erreichte das gesamte Neugeschäft im mittel- und langfristigen Bereich im 1. Quartal 3,6 Mrd EUR (3,6). Auch mit der Entwicklung des Emissionsgeschäftes der Förderbank zeigte sich Zimpelmann sehr zufrieden: "In den ersten drei Monaten konnten wir schon 5,4 Mrd EUR

(4,7) vom gesamten voraussichtlich 11 Mrd EUR betragenden mittel- und langfristigen Emissionsbedarf (Laufzeit über 2 Jahre) des Jahres 2007 beschaffen". Mit einem Betriebsergebnis von 51,3 Mio EUR (46,4) habe sich auch die Ertragslage erneut besser als im 1. Quartal des vorangegangenen Jahres entwickelt, nicht zuletzt auf Grund der weiter günstigen Refinanzierungsbedingungen. "Dieser positive Trend dürfte im weiteren Jahresverlauf anhalten", so Uwe Zimpelmann.

"Wir sind deshalb zuversichtlich, das gute Ergebnis des Jahres 2006 wieder erreichen zu können. Damit verfügen wir über eine gute Basis, bei entsprechendem Bedarf unsere Förderaktivitäten zu Gunsten der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes ausweiten zu können."

Bilanzgewinn 2006: 10,3 Mio EUR für die Förderung der Landwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2006 erzielte die Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum ein Betriebsergebnis (vor Vorsorge und Bewertung) in Höhe von 185,2 Mio EUR (182,1). Obwohl die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen leicht auf 36,9 Mio EUR (35,8) stiegen, blieb die Cost-Income-Ratio wegen der verbesserten Ertragslage mit 17,2 % (17,1) weiter auf einem sehr niedrigen Niveau.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2006 wird der Jahresüberschuss mit 41,0 Mio EUR (40,0) ausgewiesen. Nach Abzug der Gewinnrücklagenzuführung in Höhe von 30,75 Mio EUR (30,0) verbleibt ein Bilanzgewinn von 10,25 Mio EUR (10,0). Dieser Betrag wird für eine das Allgemeininteresse wahrende Förderung der Landwirtschaft ausgeschüttet und je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem Förderungsfonds zugeführt. Auch im Geschäftsjahr 2006 bildeten Zuschüsse für agrarbezogene Forschungsprojekte und die Weiterbildung des landwirtschaftlichen Berufsstands die Schwerpunkte des Förderungsfonds.

Bestand mittel- und langfristiger Förderdarlehen 5,3 % über Vorjahr

Die Bilanzsumme wuchs 2006 um 7,1 % (6,8) auf 82,5 Mrd EUR (77,0).
Der Bestand mittel- und langfristiger Förderdarlehen valutierte am Jahresende mit 36,0 Mrd EUR (34,2) um 5,3 % (6,2) über dem Vorjahr.

Mit einem Plus von 14,2 % (18,6) auf 11,9 Mrd EUR (10,5) verzeichneten die Darlehen der Sonderkreditprogramme erneut ein überdurchschnittliches Wachstum. Dementsprechend stieg der Anteil dieser für spezielle Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen angebotenen und mit besonders günstigen Konditionen ausgestatteten Kredite am gesamten mittel- und langfristigen Darlehensvolumen auf 33,1 % (30,6). Einen positiven Wachstumsbeitrag leistete auch der Wertpapierbestand. Aufgrund des Neugeschäftes bei verbrieften Finanzierungen erhöhte sich diese Bilanzposition um 7,9 % (16,8) auf 21,8 Mrd EUR (20,2).

Einschließlich der verbrieften Finanzierungen, der Kreditzusagen und der Prolongationen erreichte das gesamte Neugeschäft 2006 14,5 Mrd EUR (12,9). Davon entfielen 2,7 Mrd EUR (2,8) auf Sonder- und Programmkredite und 4,2 Mrd EUR (3,4) auf allgemeine Förderkredite für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum.

Weiter günstige Rahmenbedingungen für die Emissionstätigkeit an den internationalen Finanzmärkten

Die nach wie vor hohe Emissionstätigkeit führte im Geschäftsjahr 2006 erneut zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der verbrieften Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz: Mit 65,5 Mrd EUR (57,4) lag diese Bilanzposition um 14,1 % (7,3) über dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verloren dagegen weiter an Bedeutung und valutierten am Jahresultimo mit 9,4 Mrd EUR (12,3).

Insgesamt beliefen sich die mittel- und langfristigen Fremdmittel am Bilanzstichtag auf 67,5 Mrd EUR (62,6).

Im Geschäftsjahr 2006 nahm die Förderbank im mittleren und langen Laufzeitenbereich 9,9 Mrd EUR (10,0) Kapitalmarktmittel neu auf, darunter 5,5 Mrd EUR (5,7) im Rahmen des Euro-Medium-Term-Note-Programms (EMTN). Auch im kürzeren Laufzeitenbereich waren EMTN-Emissionen wichtige Refinanzierungsinstrumente. Einschließlich der geldmarktnahen und der kurzfristigen Emissionen platzierte die Bank 10,7 Mrd EUR (10,9) unter dem EMTN-Programm. Von den mittel- und langfristigen Emissionserlösen entfielen 3,0 Mrd EUR (2,6) auf drei bei der amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) registrierte Globalanleihen. Darüber hinaus nahm die Förderbank 0,8 Mrd EUR (1,2) im Rahmen des Austral-Dollar-Medium-Term-Note-Programms auf. Im kurzfristigen Bereich erfolgte die Mittelaufnahme mit einem Anteil von rd. 94 % überwiegend durch das Euro-Commercial-Paper-Programm (ECP). Bei einer durchschnittlichen Programmauslastung von 4,4 Mrd EUR (3,5) wurden im Berichtsjahr 23,0 Mrd EUR (15,8) unter dem ECP-Programm emittiert.

Einschließlich der geldmarktnahen und der kurzfristigen Refinanzierungsmittel erreichten die neu aufgenommenen Fremdmittel 2006 insgesamt 38,9 Mrd EUR (31,0).

Eigenmittel steigen auf 2,8 Mrd EUR (2,6)

Die Eigenmittel werden in der Bilanz 2006 mit insgesamt 2 842,7 Mio EUR (2 624,7) ausgewiesen. Davon entfallen 1 071,2 Mio EUR (975,0) auf nachrangige Verbindlichkeiten. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde aus dem Betriebsergebnis um 91,0 Mio EUR auf 981,0 Mio EUR (890,0) aufgestockt. Durch die Zuführung von 30,8 Mio EUR aus dem Jahresüberschuss stiegen die Gewinnrücklagen auf 655,5 Mio EUR (624,7). Mit 10,2 % (10,1) bzw. 16,1 % (15,9) liegen sowohl die Kernkapitalquote als auch die Gesamteigenkapitalquote leicht über dem Niveau des Vorjahres und weiter deutlich über den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen von 4 bzw. 8 %.

Dr. Karin Gress | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rentenbank.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie