Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investitionen in Infrastruktur sichern wirtschaftliche Zukunft und Beschäftigung

06.03.2002


Auch in Zukunft werde die Bundesregierung ihre Investitionstätigkeit auf hohem Niveau fortsetzen, das sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig am Mittwoch nach der Kabinettssitzung bei der Vorstellung des Investitionsberichts Infrastruktur. Auf Basis des neuen Bundesverkehrswegeplans solle ein langfristiges 90 Milliarden Euro Investitionsprogramm zur Modernisierung, zum Ausbau und zur besseren Vernetzung der Verkehrswege erarbeitet werden. Voraussetzung sei, dass die vorhandenen Spielräume bei der Konsolidierung des Bundeshaushalts genutzt, privates Kapital (z.B. mit privaten Betreibermodellen im Autobahnausbau) mobilisiert und die Einnahmen aus der Lkw-Maut in die Verkehrsinfrastruktur reinvestiert werden. Dieses Zukunftsprogramm Mobilität bedeute ein Beschäftigungspotenzial, mit dem sich insgesamt etwa 2,25 Millionen Arbeitsplätze schaffen oder sichern lassen, sagte Bodewig.

Schwerpunkte des Programms sind nach Angaben des Ministers,

  • die gezielte Beseitigung von Engpässen bei Straße, Schiene und Wasserstraße (u.a. 1.100 km sechsstreifiger Ausbau Autobahn),
  • Fortführung des Schwerpunkts neue Bundesländer,
  • der beschleunigte Bau von etwa 300 Ortsumgehungen,
  • Stärkung des Maritimen Standorts in Deutschland durch die verbesserte Anbindung der deutschen Seehafenstandorte an die wichtigsten Wirtschaftszentren,
  • die Förderung moderner Verkehrstechnologien (Transrapid, Verkehrsleitsysteme, Clean-Energy-Projekt).

Die Investitionen des Bundes in die Infrastruktur sichern nach Ansicht des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen die Lebensqualität in den Städten sowie in ihrem Umland und ermöglichen die zunehmende Mobilität in der Gesellschaft. Fast die Hälfte aller Investitionen des Bundeshaushaltes gingen in die Verkehrsinfrastruktur und in die Entwicklung der Städte in Deutschland.

Bereits Mitte der 80er Jahre haben nach Angaben Bodewigs Ökonomen vor den Folgekosten einer vernachlässigten Infrastruktur gewarnt. In den vergangenen Jahren habe die Bundesregierung den Investitionsstau, der sich bis 1998 gebildet hatte, konsequent abgebaut. In dieser Legislaturperiode hat sie für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur etwa 37 Milliarden Euro eingesetzt. Hiermit wurde die Infrastruktur erneuert und ausgebaut. Darüber hinaus hat die Bundesregierung von 1999 bis 2002 etwa 6,5 Milliarden Euro für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bereitgestellt. Diese Mittel dienen dem Bau und Erhalt kommunaler Straßen sowie dem Ausbau und der Sicherung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Diese Investitionen haben etwa eine Million Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert.

Von 1999 bis 2002 habe die Bundesregierung etwa 1,76 Milliarden Euro in die Entwicklung unserer Städte investiert. Durch die Kofinanzierung der Länder und Kommunen erhöhen sich nach Angaben Bodewigs diese öffentlichen Mittel auf insgesamt etwa fünf Milliarden Euro. Diese öffentlichen Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen lösten private Investitionen von insgesamt rund 15 Milliarden Euro aus und haben über 350.000 Arbeitsplätze in überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen geschaffen oder gesichert.

Die Bundesregierung investiere darüber hinaus in Wohnungen für Haushalte, die sich aus eigener Kraft am freien Markt nicht versorgen können. Von 1999 bis 2002 hat sie hierfür etwa 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt. Gemeinsam mit den Investitionen der Länder schaffen und sichern die Investitionen in bezahlbare Wohnungen etwa eine Million Arbeitsplätze.

Die investiven Programme der Bundesregierung wie Städtebauförderung, Soziale Stadt und Soziale Wohnraumförderung bleiben wichtige Instrumente, um dynamische Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu setzen. Der Stadtumbau Ost in den neuen Ländern sei hierfür nur ein Beispiel. Mit Investitionen der öffentlichen Hand in die städtische Infrastruktur und für bezahlbares Wohnen und dadurch ausgelösten privaten Investitionen lassen sich bis zum Ende des Jahrzehnts Investitionen in Höhe von etwa 100 Milliarden Euro auslösen, über die etwa 2,5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden können.

| BMVBW Mailinglistenservice

Weitere Berichte zu: Verkehrsinfrastruktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise