Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleine Kredite - Große Wirkung: KfW IFC Mikrofinanzinitiative für Asien (MIFA)

16.04.2007
Heute haben die KfW Entwicklungsbank und die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) im Beisein von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Washington anlässlich der Weltbank Frühjahrstagung ein Memorandum of Understanding über ihre strategische Zusammenarbeit in der Mikrofinanzierung in Asien - die Mikrofinanzinitiative für Asien (MIFA) - unterzeichnet.

Im Rahmen dieser Initiative sollen in den nächsten drei Jahren mehr als 30 Vorhaben in über 12 asiatischen Ländern mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 800 Mio. EUR gemeinsam von IFC, KfW und anderen Investorendurchgeführt werden.

Dabei wird eine breite Palette von Förderansätzen genutzt. Der Schwerpunkt von MIFA liegt auf dem Auf- und Ausbau von erstklassigen Mikrofinanzinstitutionen sowie ihrer Anbindung an lokale und auch internationale Finanzmärkte über Mikrofinanzinvestitionsfonds. IFC und KfW kooperieren seit Jahren erfolgreich im Bereich Mikrofinanzierung in Osteuropa und Afrika. MIFA stellt eine konsequente Fortführung dieser Zusammenarbeit dar.

Mikrofinanzvorhaben mindern Armut

"In nahezu allen Entwicklungsländern tragen Kleinst- und Kleinunternehmen erheblich zu Beschäftigung und Einkommen von ärmeren Bevölkerungsschichten, insbesondere von Frauen bei. Gerade diesen Unternehmen fehlt aber in aller Regel der Zugang zu Finanzdienstleistungen, wodurch viele wirtschaftliche Möglichkeiten ungenutzt bleiben", sagte Wieczorek-Zeul anlässlich der Unterzeichnung. Genau hier setzt das Mikrofinanzengagement der Bundesregierung an. Hauptziel von Mikrofinanzvorhaben ist die nachhaltige Verbesserung des Zugangs benachteiligter Zielgruppen zu Kredit, Sparen und weiteren Finanzdienstleistungen (z.B. Überweisungen, Mikroversicherungen). Viele Studien belegen, dass die Förderung der Finanzsystementwicklung, und insbesondere der Mikrofinanzierung, einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der UN Millennium Entwicklungsziele leistet und armutsmindernd wirkt. "Die Idee der Mikrofinanzierung ist einer der wichtigsten Förderansätze für die Bekämpfung von Armut und für die Entwicklung von Wohlstand", betonte Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Internationale Spitzenposition der deutschen EZ in der Mikrofinanzierung

Das BMZ unterstützt seit Jahren erfolgreich Mikrofinanzvorhaben in aller Welt: Zwischen 2000 und 2006 sagte das BMZ knapp EUR 750 Mio. EUR für Vorhaben der Finanzsystementwicklung und Mikrofinanzierung in 58 Partnerländern zu. Für 2007 und 2008 sind weitere Neuzusagen von jeweils ca. 125 Mio. EUR geplant. Im Auftrag der deutschen Bundesregierung fördert die KfW Entwicklungsbank aktuell 100 Mikrofinanzvorhaben in 42 Entwicklungs- und Transformationsländern und erreicht mehr als 12 Millionen Menschen. Sie ist damit einer der führenden Akteure bei Mikrofinanzvorhaben. Die FZ-Zusagen für das laufende Projektportfolio betragen 612 Mio. EUR (Stand Dezember 2006). Mehr als ein Drittel dieser Mittel werden durch die KfW im Eigenrisiko aufgebracht.

2003 hat sich die KfW Entwicklungsbank einer Überprüfung Ihrer Mikrofinanzförderung durch CGAP unterzogen. Das Evaluierungsteam hat die KfW und die Förderpolitik der Bundesregierung in diesem Bereich insgesamt sehr positiv bewertet. Im CGAP Peer-Review mit 17 anderen Institutionen erreichte die KfW einen Spitzenplatz.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr
28.12.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie