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Finanzkommunikation aus der Sicht von Wirtschaftsjournalisten

05.03.2002


Der Deutsche Investor Relations Kreis (DIRK) e.V. hat in seiner im November 2001 durchgeführten "Investor Relations-Trend-Analyse 2001" untersucht, wie Investor Relations (IR) von Wirtschaftsjournalisten wahrgenommen werden und wie deren Anforderungen an die Finanzkommunikation sind.

Vor allem auf qualitativer Ebene ergab sich ein nahezu vollständiges Bild der Zielgruppe und ihrer Einstellung zu Investor Relations. Die teilnehmenden Journalisten waren zu 86,5 % der Meinung, dass sich IR in den letzten Jahren in Deutschland verbessert haben. Die IR-Manager der Unternehmen sind zwar oft schwer erreichbar, aber dafür recht gut informiert.

Investor Relations sind Chefsache

Die wichtigsten Angaben, die Medienvertreter von Unternehmen erhalten wollen, sind neben Hintergrundinformationen vor allem Kennzahlen und die Unternehmensstrategie. Diese Informationen erfragen sie am liebsten direkt beim Finanzvorstand (42 %), denn Investor Relations sind in ihren Augen Chefsache, auch was die Bedeutung der Instrumente betrifft. Hier werden die persönlichen Begegnungen mit dem Management und One-on-One-Meetings bevorzugt. Erst an dritter Stelle rangiert bei Journalisten die viel diskutierte Ad-hoc-Mitteilung.

Als sehr geschätzt erweisen sich Research-Studien für die Sekundärquellen-Recherche. Diese werden gegenüber Printmedien und Agenturmeldungen bevorzugt. Die Berichterstattung bedient sich somit gerne der Ergebnisse der Analyse.

Insgesamt haben die befragten Wirtschaftsjournalisten ein ausgeprägtes Verständnis von IR und messen der Finanzkommunikation im Durchschnitt einen Beitrag von 17 % zum Unternehmenswert bei. Das Entwicklungsniveau von Investor Relations in Deutschland ist nach Ansicht der Medienvertreter noch steigerungsfähig, ebenso wie das der Corporate Governance.

Viele Wirtschaftsjournalisten erwarten letztlich auf Unternehmensseite informierte, erreichbare und vor allem kompetente Gesprächspartner. Es existiert der Wunsch nach Professionalisierung und einer speziellen Ausbildung für IR-Manager. Hierzu ist eine Lösung in Sicht.

CIRO - Certified Investor Relations Officer

Im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung hatte der DIRK beschlossen, neue Standards im Rahmen der funktionsspezifischen Investor Relations-Weiterbildung zu setzen. Nachdem die Konzeptionsphase dieses Projektes Ende 2001 erfolgreich abgeschlossen wurde, hat der DIRK nunmehr mit der Umsetzung des CIRO-Weiterbildungskurses begonnen. Der erste Durchlauf dieses Kurses soll noch im 3. Quartal 2002 starten.

Kay Bommer | ots
Weitere Informationen:
http://www.DIRK.org

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