Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher ITK-Markt wächst bis 2010 auf 164 Mrd. Euro an

05.03.2007
E-Government: Top 5 anvisiert

Der deutsche ITK-Markt soll bis zum Jahr 2010 um jährlich drei Prozent auf 164 Mrd. Euro wachsen. Das geht aus der aktuellen Studie "Zukunft der digitalen Wirtschaft - Teil II" hervor, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute, Montag, in Berlin vorgestellt hat. Darüber hinaus hat die ITK-Branche nach aktuellen Berechnungen im Jahr 2005 mit knapp 74 Mrd. Euro die höchste Wertschöpfung der klassischen Industriezweige erzielt und lag damit noch vor dem Maschinenbau oder der Autmobilindustrie.

Allein in den Segmenten Software und IT-Services ist die Wertschöpfung zwischen 1995 und 2005 um 68 Prozent auf 28 Mrd. Euro gestiegen. Insgesamt verbuchte die ITK-Branche in punkto Wertschöpfung in diesem Zeitraum ein Plus von 50 Prozent. "Die ITK-Wirtschaft ist nicht nur für sich genommen eine hoch innovative Branche", sagt BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Laut dem Branchenverband kommt bereits ein Viertel aller Patente aus dem ITK-Sektor. Allerdings nehme Deutschland im internationalen Vergleich zwar eine gute aber noch keine Spitzenposition ein. "Es bedarf einer Kraftanstrengung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, um in wichtigen Hightech-Sektoren ganz nach vor zu kommen", mahnt Berchtold.

Eine wichtige Rolle kommt dabei dem öffentlichen Sektor zu. "Nachholbedarf besteht etwa im Bereich E-Government", erklärt BITKOM-Chefvolkswirt Axel Pols im Gespräch mit pressetext. Im europäischen Vergleich ist Deutschland hier nur unter dem Durchschnitt. Die Aufholjagd kann allerdings einige Jahre dauern. "Unser Anspruch sollte es jedenfalls sein, bald in die Top 5 aufzusteigen", so Pols. Den Anbietern rät der BITKOM, die Produkte noch besser zu vermarkten und auf die Kundenwünsche einzugehen. Kunden sollten die Vorteile von ITK-Investitionen noch vollständiger ausschöpfen, so Pols.

Als Schlüsselfaktoren für den zukünftigen Hightech-Erfolg hat BITKOM Anwenderbranchen wie Gesundheitswesen, Bankensektor und Automobilbranche ausgemacht. Laut dem Branchenverband haben Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und Kassen im vergangenen Jahr 3,7 Mrd. Euro für ITK-Produkte und -Dienste ausgegeben. 2007 und 2008 soll der Umsatz um jeweils vier Prozent auf vier Mrd. Euro steigen. Durch den Einsatz von ITK-Technologien im Gesundheitswesen lassen sich Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen. Allein die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll dem Gesundheitssystem Einsparungen in Milliardenhöhe bringen.

Großes Wachstumspotenzial sieht der BITKOM für die Zukunft auch im Bankensektor. Hier arbeiten bereits 60.000 IT-Spezialisten. Laut Studie sollen die IT-Ausgaben in diesem Bereich von 7,2 Mrd. Euro im Jahr 2006 um jährlich drei Prozent auf 7,7 Mrd. Euro im Jahr 2008 steigen. "Die Finanzinstitute investieren wieder verstärkt in ITK, nachdem sie ihre Ausgaben nach dem Börsen-Crash zwischen 2001 und 2004 spürbar reduziert hatten", so Berchtold. Die Automobilindustrie wird ihre ITK-Ausgaben von 4,6 Mrd. Euro im vergangenen Jahr auf fünf Mrd. Euro im Jahr 2008 steigern.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bitkom.org

Weitere Berichte zu: ITK-Branche ITK-Markt Wertschöpfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften