Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Börse beschleunigt Handel auf Xetra deutlich

21.02.2007
Umfangreiche Verbesserungen zielen auf algorithmischen Handel

Die Deutsche Börse nimmt weitere technische Verbesserungen für den Handel auf Xetra vor. Die Maßnahmen zielen auf den algorithmischen Handel, bei dem Computer Handelssignale auswerten und Kauf- und Verkauforders in das System stellen. Mit diesen Anpassungen wird die Deutsche Börse ab April die Zugriffszeiten um mehr als 50 Prozent reduzieren. Die Verbesserungen umfassen Maßnahmen im Teilnehmernetzwerk, leistungsstärkere Hardware und neue Funktionalitäten der Software. Die Investitionssumme für die Verbesserungen des hochgradig skalierbaren Systems Xetra liegt bei nur acht Millionen Euro.

Ab April bietet die Deutsche Börse den Xetra-Teilnehmern Anbindungen von bis zu 1 Gbit/s an (derzeit 512 Kbit/s). Zudem werden erstmals sämtliche Orderbuchaktualisierungen bis Markttiefe 10 sowie die gesamte Preiskette unsaldiert und in Echtzeit an die Kunden übermittelt. Xetra-Teilnehmer können dann die Lieferung der Orderbuchdaten, die sie erhalten wollen, selbst konfigurieren und damit noch besser ihren Bedürfnissen anpassen. Darüber hinaus wird über die Funktionalität „Memory-Based-Matching“ ein Teil der zur Orderabwicklung benötigten Daten im Arbeitsspeicher und nicht mehr auf der Festplatte des Xetra-Systems vorgehalten. Damit wird die Orderabwicklung beschleunigt.

Der algorithmische Handel ist auf extrem kurze Roundtrip-Zeiten angewiesen. Damit ist die Zeitspanne gemeint, die eine Order vom Kundensystem über das Netzwerk bis zum Xetra-Backend und deren Bestätigung zurück zum Kunden benötigt. Seit Dezember 2006 wurde die durchschnittliche Roundtrip-Zeit um den Faktor 3 verkürzt. Der Spitzenwert für Orders liegt derzeit bei nur knapp über 20 Millisekunden. Erreicht wurde diese Verbesserung durch ein Bündel von Maßnahmen wie dem Upgrade der Bandbreite von 128 KBit/s auf 512 KBit/s. Ab April werden die Roundtrip-Zeiten der schnellsten Orders auf unter 10 Millisekunden sinken.

... mehr zu:
»Funktionalität »KBit/s

Die Deutsche Börse ermöglicht zudem Kunden, die algorithmischen Handel betreiben, unter der Bezeichnung Proximity Services ihre Handelssysteme in der Nähe der Xetra-Infrastruktur aufzustellen. Dadurch werden die Roundtrip-Zeiten weiter verkürzt.

„Die abgeschlossenen und noch geplanten Maßnahmen erhöhen die Liquidität und damit die Attraktivität der Handelsplattform Xetra für alle Marktteilnehmer“, sagte Rainer Riess, Managing Director bei der Deutschen Börse für den Bereich Stock Market Business Development.

„Wir setzen neue Maßstäbe beim Zugriff auf Handelsplattformen“, sagte Michael Kuhn, CIO der Deutschen Börse.

Media Relations | Gruppe Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Berichte zu: Funktionalität KBit/s

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz