Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ziel: wesentliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit Biologischer Produkte

20.02.2002


Ausbau des Gesundheitsgeschäfts: Bayer und Aventis planen Joint Venture für Biologische Produkte Kombination der Stärken beider Partner / Ziel: wesentliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit Biologischer Produkte

Leverkusen - Die Bayer AG und Aventis haben eine nicht bindende Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures für Biologische Produkte unterzeichnet. Es ist vorgesehen, den Bayer-Geschäftsbereich Biological Products und die Aventis-Tochter Aventis Behring zusammenzuführen. Eingeschlossen sind die Vertriebsrechte an den weiterhin von Bayer gentechnisch hergestellten Faktor VIII-Produkten Kogenate® FS, KOGENATE® Bayer und Helixate® FS/Nexgen®. Bayer wird in dem entstehenden Gemeinschaftsunternehmen die eindeutige Mehrheit der Anteile halten und die unternehmerische Führung haben. Die Erklärung sieht eine Option vor, wonach Bayer die verbleibenden Anteile zu gegebener Zeit übernehmen kann. Die Umsetzung der Pläne ist abhängig vom erfolgreichen Ausgang einer Due-Diligence-Prüfung, der Verhandlung eines abschließenden Vertrages sowie der Zustimmung der Aufsichtsgremien beider Konzerne und der Genehmigungen der zuständigen Behörden.

"Mit der Vereinbarung machen wir einen wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau unserer Aktivitäten im Arbeitsgebiet Gesundheit, insbesondere im Hinblick auf die Gründung einer Health Care Gesellschaft", erklärte Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Schneider." Das geplante Joint Venture soll die Wirtschaftlichkeit unseres strategisch bedeutenden Bereichs Biologische Produkte nachhaltig steigern. Die Kombination der Stärken beider Partner ist der Schlüssel zum Erfolg. Sehr wichtig ist auch, dass wir durch diese Partnerschaft die zuverlässige Belieferung der Patienten mit den für sie oftmals lebensnotwendigen Medikamenten erheblich verbessern können."

Dr. Gunnar Riemann, Leiter des Geschäftsbereichs Biological Products bei Bayer, ergänzte: "Die Zusammenlegung beider Unternehmen würde eine strategisch sinnvolle Ergänzung bedeuten. So könnten wir die Effizienz dieses besonders an den Bedürfnissen der Patienten orientierten Geschäfts steigern. Darüber hinaus würde das neue Unternehmen über ein großes Innovations-Potenzial in den Bereichen Qualitätssicherung, Produktionskapazität und Produkttechnologien verfügen."

Es ist vorgesehen, dass nach erfolgreichem Vertragsabschluss Dr. Gunnar Riemann und Dr. Ruedi Waeger, Vorstandsvorsitzender von Aventis Behring gemeinsam den Integrationsprozess steuern und Führungspositionen in dem neuen Unternehmen übernehmen.

Der Geschäftsbereich Biological Products, mit Sitz in Research Triangle Park, North Carolina (USA), ist ein wesentlicher Bestandteil der weltweiten Gesundheitsaktivitäten des Bayer-Konzern und einer der weltweit führenden Anbieter in diesem Marktsegment. Zur Palette der aus Blutbestandteilen gewonnenen biologischen Produkte gehören Präparate wie z.B. Polyglobin®/Gamimune® für die Behandlung von Immun-Mangelerkrankungen oder Prolastin®, das für die Therapie von angeborenem Lungenemphysem eingesetzt wird. Außerdem produziert der Geschäftsbereich die gentechnisch hergestellte Kogenate®-Produktlinie zur Behandlung der Bluter-Krankheit. Im Jahr 2000 erzielte Bayer mit diesem Segment einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Beschäftigt werden zur Zeit weltweit etwa 2.800 Mitarbeiter.

Aventis Behring gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich Plasmaproteine. Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Unternehmens sind Eiweiße aus menschlichem Blutplasma sowie dazugehörige, neuartige Technologien. Aventis Behring hat seinen Firmensitz in King of Prussia, Pennsylvania, USA. Im Jahr 2000 betrug der Jahresumsatz 1,15 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 6.500 Mitarbeiter.

Bayer ist ein internationales, forschungsorientiertes Unternehmen mit Kernaktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Polymere und Chemiespezialitäten. Im Jahr 2000 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 31 Milliarden Euro einen Konzerngewinn von 1,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter betrug zum Jahresende weltweit rund 122.000. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich in 2000 auf 2,6 Milliarden Euro. In Forschung und Entwicklung wurden 2,4 Milliarden Euro investiert.

Zukunftsgerichtete Aussagen

 

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen

BayNews Redaktion | BayNews

Weitere Berichte zu: Wirtschaftlichkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise