Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Möglichst wenig Bürokratie, möglichst viel Innovation

24.01.2007
Glos strafft die Förderung für den innovativen Mittelstand

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, hat eine umfassende Reform der Innovationsförderung im Mittelstand angestoßen. Kernpunkte sind ein zentrales Förderprogramm, ein zentraler Ansprechpartner für die vielen tausend kleinen und mittleren Technologieunternehmen und einheitliche Anforderungen bei der Beantragung von Fördergeldern.

"Damit gebe ich für meinen Bereich die Richtung vor, wie das Dickicht der vielen hundert Förderprogramme bei EU, Bund und Ländern gelichtet werden kann", sagte Glos. Bürokratieabbau ist für die Bundesregierung ein Top-Thema, auch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

"Gerade innovative Unternehmen brauchen einen unkomplizierten Zugang zu Fördermöglichkeiten und möglichst unbürokratische und schnelle Verfahren", so Glos. "Sie müssen sich um ihre eigentliche Aufgabe kümmern können, nämlich Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Ich werde mit dieser Reform die Innovationsförderprogramme für den Mittelstand bündeln, die Antragsverfahren straffen und dafür Sorge tragen, dass die Unternehmen weniger Papierkram erledigen müssen".

Damit stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine weitere entscheidende Weiche für mehr Forschung, Entwicklung und Innovation im deutschen Mittelstand. Das bedeutet kein Kürzen der Förderung. Im Gegenteil: Bereits im Rahmen der High-Tech Strategie hatte Glos erreicht, dass die Innovationsprogramme für den Mittelstand mit weit überdurchschnittlichen Steigerungsraten von mehr als 10 % pro Jahr bis 2009 eine zentrale Rolle in der Innovationsförderung des Bundes einnehmen.

Die mehr als 100.000 innovativen Unternehmen des Mittelstandes in Deutschland sind von zentraler Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung. Sie schaffen überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Arbeitsplätze. Glos: "Diese Leistungsträger der deutschen Wirtschaft will ich im Prozess des Strukturwandels und der Globalisierung in besonderem Maße unterstützen. Dafür brauchen wir einen verlässlichen Finanzrahmen und eine Förderstruktur, die einfach, gut sichtbar und nutzerfreundlich gestaltet ist und gleichzeitig Verwaltungskosten einspart."

Kernbestandteil der neuen Förderstruktur soll ein zentrales Programm für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von KMU mit einem Fördervolumen von über 300 Mio. ¤ p. a. sein. Die Präferenzen für Unternehmen in den neuen Bundesländern, die besondere Förderung der ostdeutschen Forschungsinfrastruktur und die Industrielle Gemeinschaftsforschung sollen erhalten bleiben.

Glos: "Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, diese Reform anzugehen: Wir verfügen über aussagefähige Evaluierungsergebnisse der bestehenden Programme. Die Zuständigkeiten des Bundeswirtschaftsministeriums für technologieorientierte Existenzgründungen und Technologietransfer sind von der neuen Regierung deutlich gestärkt worden. Gleichzeitig wollen wir die Gelegenheit nutzen, die Programme an die neuen EU-Beihilferegeln für Forschung und Entwicklung anzupassen." Wesentliche Schritte der Reform würden bereits in die laufende Haushaltsaufstellung für das Jahr 2008 eingebracht, so Glos.

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

Weitere Berichte zu: Förderstruktur Innovationsförderung Mittelstand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index setzt Anstieg fort
22.06.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Informationstechnologie - Internationale Konferenz erstmals in Aachen

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen

22.06.2017 | Medizintechnik

CO2-neutraler Wasserstoff aus Biomasse

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

22.06.2017 | Geowissenschaften