Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAB: Wöchentliche Arbeitszeit ist leicht gestiegen

17.01.2007
Das Arbeitsvolumen hat in Deutschland erstmals seit dem Jahr 2000 wieder zugenommen, meldete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag.

Pro Tag wurde im Jahr 2006 durchschnittlich 0,7 Prozent länger gearbeitet als im Vorjahr. Die tarifliche Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten lag 2006 bei 38,28 Stunden. Die Teilzeitbeschäftigten arbeiteten durchschnittlich 14,29 Stunden pro Woche. Der Krankenstand sank auf das Rekordtief von 3,1 Prozent.

Das Arbeitsvolumen ist in Deutschland erstmals seit dem Jahr 2000 wieder gestiegen. Nach dem kräftigen Rückgang von 57,7 Milliarden im Jahr 2000 auf 55,8 Milliarden im Jahr 2005 (-3,3 Prozent) legte die Zahl der in der Gesamtwirtschaft geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2006 um 0,6 Prozent zu. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg spürbar um 0,7 Prozent an.

Das Jahr 2006 hatte kalenderbedingt weniger Arbeitstage (-0,8 Prozent), aber pro Tag wurde im Schnitt länger gearbeitet (+0,7 Prozent). So traten Verlängerungen der Wochenarbeitszeit in Kraft, die vereinzelte Verkürzungen mehr als kompensierten. Zudem fiel weniger Arbeitszeit aufgrund von Krankheit aus, denn der seit Jahren rückläufige Trend der Krankenstandsquote setzte sich fort. Der durchschnittliche Krankenstand sank auf 3,1 Prozent.

Mit anziehender Konjunktur fiel auch weniger Arbeitszeit durch Kurzarbeit aus, und die Zahl der Kurzarbeiter sank auf einen historischen Tiefstand von jahresdurchschnittlich 74.000 Personen. Das Volumen der bezahlten Überstunden stieg nach mehrjährigem Rückgang auf 1,47 Milliarden an, und die Zeitguthaben auf den Arbeitszeitkonten der Beschäftigten mit flexiblen Arbeitszeitregelungen wurden größer.

Die Pro-Kopf- Arbeitszeit der Beschäftigten wurde auch deshalb länger, weil immer mehr Personen einer Nebenbeschäftigung nachgehen. So stieg die Zahl der Personen mit einem oder mehreren Nebenjobs 2006 um gut 100.000 auf 2,09 Millionen an.

Auch die Teilzeitbeschäftigung nahm 2006 weiter kräftig zu (+2,7 Prozent), unter anderem wegen mehr geringfügigen Beschäftigungen (Minijobs) und mehr sozialen Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs). Inzwischen arbeitet ein Drittel aller Beschäftigten in Teilzeit. Dieser Anteil ist allerdings schwächer gestiegen als in den Vorjahren, weil der Rückgang der Vollzeitbeschäftigung im Lauf des Jahres 2006 zum Ende gekommen ist und der Vorjahresstand nur noch wenig unterschritten wurde (-0,3 Prozent).

Vom gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumen leisteten die Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2006 rund 39 Milliarden Stunden (69 Prozent), die Teilzeitbeschäftigten rund 7 Milliarden Stunden (13 Prozent) und die Selbständigen und Mithelfenden gut 9 Milliarden Stunden (16 Prozent). Rund 1 Milliarde Stunden (2 Prozent) entfielen auf die Nebenjobs.

Unter http://doku.iab.de/grauepap/2007/tab-az.pdf hat das IAB Zeitreihen zur Entwicklung der Arbeitszeit in den vergangenen zehn Jahren veröffentlicht.

Wolfgang Braun | idw
Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/grauepap/2007/tab-az.pdf
http://www.iab.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen