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Kapazitätsengpässe und steigende Kosten lassen Transportpreise zum Teil erheblich steigen

11.12.2006
TransportmarktBarometer ProgTrans/ZEW

Unternehmen, die in Deutschland Leistungen der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft nachfragen, müssen sich auf weitere, zum Teil erhebliche, Preiserhöhungen im nächsten halben Jahr einstellen. Dies ist das Ergebnis des aktuellen TransportmarktBarometers, einer vierteljährlichen Befragung von 300 Spitzenkräften aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft, die von der ProgTrans AG, Basel, und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, durchgeführt wird.

Die Befragung im vierten Quartal 2006 zeigt, dass die Einschätzungen zur Preisentwicklung im Wesentlichen von zwei Annahmen geprägt sind. Zum einen gehen die befragten Experten wegen der anhaltend guten Konjunktursituation von einem deutlichen Mengenwachstum aus, das partielle Engpässe beim Laderaum in einzelnen Transportzweigen und -relationen zur Folge haben wird.

Zum anderen rechnen sie mit steigenden Transportkosten insbesondere aufgrund der bereits erfolgten faktischen Lkw-Mauterhöhung zum 1. Oktober 2006 sowie einer erwarteten Zunahme bei den Arbeitskosten. Preissenkende Einflüsse der Transport-Konkurrenz aus den neuen EU-Ländern sind für die Experten hingegen nur noch vereinzelt erkennbar. Besonders starke Preissteigerungen erwarten die Befragten insbesondere im Straßen- und im Schienengüterverkehr.

Bezüglich der Entwicklung der Transportmengen zeigen sich zwischen den einzelnen Transportzweigen zum Teil erhebliche Unterschiede. So sind die Prognosen der Experten zur Transportmengenentwicklung bei den Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP-Dienste) sowie bei der Luftfracht eher zurückhaltend.

Beim Schienen- und beim Binnenschiffsverkehr wird dagegen ein gegenüber den Vorquartalen stärkeres Mengenwachstum erwartet. Für die anderen Verkehrszweige gehen die Experten überwiegend von einer weiteren Zunahme des Transportaufkommens oder einem konstant hohen Wachstumsniveau aus.

Die Einschätzungen bezüglich des Transportaufkommens auf den einzelnen Transport-Relationen unterscheiden sich derzeit kaum. Bei der Binnenschifffahrt, im Kombinierten Verkehr, bei den KEP-Diensten mit Osteuropa sowie bei der innereuropäischen Luft- und Seefracht liegt das Niveau jeweils etwas niedriger als bei den übrigen Relationen dieser Verkehrszweige. Beim Luft- und Seeverkehr hat der Güteraustausch mit dem Asien/Pazifik-Raum weiterhin die stärksten Perspektiven.

Ansprechpartner:
Dr. Stefan Rommerskirchen (progtrans), Telefon +41/61/56035-10,
E-Mail stefan.rommerskirchen@progtrans.com
Victoria Alexeeva-Talebi (ZEW), Telefon +49/621/1235-214, E-Mail alexeeva-talebi@zew.de

Das TransportmarktBarometer von progtrans/ZEW

Progtrans, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 300 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose dazu gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Transportaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

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