Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr schwerbehinderte Menschen untergebracht

04.02.2002


Arbeitgeber-Pflichtquote 2000 aber wieder nicht erfüllt

Das besondere Engagement der Arbeitsämter für die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen hat sich auch im vergangenen Jahr ausgezahlt: 52.800 schwerbehinderte Menschen konnten in Arbeit gebracht werden, 1.200 (gut zwei Prozent) mehr als im Jahr zuvor, 11.100 (knapp 27 Prozent) mehr als 1999. Mit dem "Aktionsprogramm Berufliche Integration Schwerbehinderter" (ABIS) leistet die BA ihren Beitrag zu dem politischen Ziel, die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen innerhalb von drei Jahren bis zum Oktober dieses Jahres um 50.000 auf 142.000 zu verringern. Im Dezember 2001 waren noch 164.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, 13.600 weniger als ein Jahr zuvor - eine Entwicklung, die sich positiv von der Entwicklung der allgemeinen Arbeitslosigkeit abhebt.

Die Senkung der Zahl arbeitsloser schwerbehinderter Menschen bleibt auch im laufenden Jahr geschäftspolitischer Schwerpunkt der BA. Unterstützung erwartet die BA nicht zuletzt in Folge der Zusammenarbeit mit den inzwischen in allen Arbeitsamtsbezirken aufgebauten Integrationsfachdiensten. Dort können mittlerweile für schwerbehinderte Menschen individuelle Integrationsstrategien entwickelt und umgesetzt werden. Die Dienste stehen auch interessierten Arbeitgebern als Ansprechpartner in allen Fragen zur Verfügung, die mit der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu tun haben.

Die BA weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Betriebe im Jahr 2000 (die Daten für 2001 liegen erst im Herbst dieses Jahres vor) zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigt haben. Die privaten Arbeitgeber erreichten eine Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 3,3 Prozent, die öffentlichen Arbeitgeber von 5,2 Prozent. Die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtquote betrug im Jahr 2000 noch 6 Prozent. Insgesamt blieben somit über 550.000 Pflichtarbeits-Plätze unbesetzt. Für jeden nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz musste der Arbeitgeber pro Monat 200 DM (entspricht 102,26 EUR) Ausgleichsabgabe zahlen.

Ab 1. Januar 2001 beträgt die Pflichtquote nur noch fünf Prozent. Beschäftigungspflichtig sind Arbeitgeber erst, wenn sie über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen. Die Höhe der für jeden nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz monatlich zu zahlenden Ausgleichsabgabe hängt davon ab, in welchem Umfang der Arbeitgeber seine Beschäftigungsverpflichtung erfüllt: Erreicht der Arbeitgeber eine Beschäftigungsquote von mindestens drei Prozent, beträgt die Ausgleichsabgabe 105 EUR, für Arbeitgeber mit einer Beschäftigungsquote von zwei Prozent bis weniger als drei Prozent beträgt die Ausgleichsabgabe 180 EUR, für Arbeitgeber mit einer Beschäftigungsquote von weniger als zwei Prozent steigt die Ausgleichsabgabe auf 260 EUR. Für Arbeitgeber mit weniger als 60 Arbeitsplätzen gelten günstigere Sonderregelungen.

Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Bernhard Jagoda, hat erneut alle Arbeitgeber aufgefordert, der gesetzlichen Verpflichtung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen mehr als bisher nachzukommen und bei der Besetzung freier Stellen vorrangig zu prüfen, ob schwerbehinderte Menschen dafür berücksichtigt werden können. Hierzu sei es nötig, mit den Arbeitsämtern und Integrationsfachdiensten eng zusammenzuarbeiten. Nur so könne auch der bis Oktober diesen Jahres noch notwendige Abbau der Zahl arbeitsloser schwerbehinderter Menschen erreicht und damit vermieden werden, dass die Pflichtquote ab dem nächsten Jahr wieder auf sechs Prozent steige, wie es das Gesetz vorsehe.

Referat für Presse- und Öffentli | ots
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsamt.de/hst/services/presseinfo/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie