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Bis 2015 sollen drei Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung investiert werden

22.11.2006
"Innovationsbericht 2006": RWI und Stifterverband analysieren Position NRWs

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat bekräftigt, dass Nordrhein-Westfalen bis 2015 das so genannte Lissabon-Ziel erreichen soll. Alle EU-Mitgliedstaaten streben demnach an, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren. NRW lag 2004 lediglich bei 1,8 Prozent. "Unsere Innovationsstrategie ist darauf ausgerichtet, vor allem die Wirtschaft stärker für Investitionen in NRW zu gewinnen, aber auch der Staat muss mehr tun", sagte Pinkwart während der Vorstellung des "Innovationsberichts 2006" am Dienstag in Düsseldorf.

Mit dem Innovationsbericht, den die Landesregierung ab sofort jährlich vorlegt, wurde zum ersten Mal die Innovationskraft Nordrhein-Westfalens systematisch wissenschaftlich untersucht. Der 700 Seiten starke Bericht analysiert die Stärken und Schwächen des Wissenschaftsstandortes NRW. Die Studie haben das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Auftrag des Innovationsministeriums angefertigt.

Ergebnis der Studie: Bei den meisten Innovationsindikatoren lag NRW 2004 gegenüber Bayern und Baden-Württemberg deutlich zurück. Insgesamt zieht der Bericht für die Hochschulen, die Forschungseinrichtungen und die Unternehmen das Fazit, dass Nordrhein-Westfalen in der Breite einiges zu bieten hat, jedoch nur an wenigen Stellen deutschlandweit spitze ist.

Minister Pinkwart: "NRW verfügt über ein beachtliches Potenzial. Wir müssen allerdings eine erhebliche Aufholjagd starten, um Innovationsland Nr.1 in Deutschland zu werden. Um Erfolg zu haben, brauchen wir ein größeres Engagement der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung in NRW sowie eine viel stärker zielgerichtete und effektivere Politik als in den vergangenen Jahrzehnten. Den Politikwechsel haben wir eingeleitet unter anderem mit der Konzentration auf Zukunftstechnologien, die staatlichen Anschub tatsächlich benötigen. An erster Stelle steht hier die Biotechnologie, für die wir das Programm BIO.NRW mit 100 Millionen Euro aufgelegt haben." Zu einem weiteren Schwerpunkt werde die Nanotechnologie ausgebaut.

Um den staatlichen F&E-Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 0,7 Prozent im Jahr 2004 auf die angepeilten ein Prozent im Jahr 2015 zu steigern, sind jährlich 1,5 Milliarden mehr staatliche Mittel nötig. "Die ersten 500 Millionen Euro wollen wir bis 2010 erreicht haben, durch neue Anstrengungen des Landes sowie durch eine stärkere Beteiligung an Bundes- und EU-Mitteln. Danach aber müssen wir selbst als Land erheblich mehr Geld in die Hand nehmen, um die weitere eine Milliarde Aufwuchs zu realisieren. Und das kann nur gelingen, wenn wir die 500 Millionen Euro, die derzeit jährlich in Kohle-Subventionen fließen, ab 2010 in Forschung und Entwicklung investieren", sagte Pinkwart.

Sie finden die Kurz- und die Langfassung des Innovationsberichts 2006 zum Download als PDF-Datei in der Spalte "Kontext MIWFT" unter: http://www.innovation.nrw.de/Ministerium/Innovationsstrategie/index.html

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

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