Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verwaltungsrat stellt BA-Haushalt 2007 fest

10.11.2006
  • Beitrag von 4,2 Prozent bringt pro Versichertem Entlastung von 770 Euro
  • 2007 rund 20 Milliarden Euro weniger von Beitragszahlern zu entrichten
  • Aktive Arbeitsförderung bleibt trotz reduzierter Arbeitslosenzahl auf Vorjahresniveau

Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat heute den Haushaltsplan 2007 festgestellt. Bei einem Beitragssatz von 4,2 Prozent beträgt das Gesamtvolumen 43,7 Milliarden Euro. Der von der BA erwirtschaftete Überschuss ermöglicht es, die Beitragszahler 2007 um 20 Milliarden Euro zu entlasten. Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren zu gleichen Teilen mit insgesamt rund 770 Euro pro Versichertem gegenüber der Beitragszahlung 2006.

Damit sorgt die Arbeitslosenversicherung für zusätzliche Spielräume bei Konsum und Investitionen im nächsten Jahr. Zur Finanzierung der Beitragssatzsenkung trägt ein Mehrwertsteuerpunkt mit 6,5 Milliarden Euro bei, den Rest von 13,5 Milliarden erwirtschaftet die BA. Der Haushaltsplan muss noch von der Bundesregierung genehmigt werden.

Der Etat sieht Gesamteinnahmen von 39,4 Milliarden Euro vor, davon 31,0 Milliarden Euro Beitragseinnahmen.

Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sieht der Haushaltsplan ein Gesamtvolumen von 13 Milliarden Euro vor. Das sind 1,7 Milliarden Euro mehr als dafür im Jahr 2006 voraussichtlich tatsächlich ausgegeben werden. Von diesem Gesamtbetrag entfallen 3,3 Milliarden Euro auf den Eingliederungstitel, in dem die Ermessensleistungen der aktiven Arbeitsförderung zusammengefasst sind. Dies entspricht trotz niedrigerer Arbeitslosenzahlen dem Volumen des Jahres 2006.

Der Verwaltungsrat setzt mit dem vorliegenden Haushaltsplan im Eingliederungstitel mit 620 Millionen Euro für die Förderung und Integration von Jugendlichen, für zusätzliche Integrationschancen von Geringqualifizierten und älteren Arbeitnehmern besondere sozialpolitische Akzente in der auf Wirkung und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Förderpolitik der BA. Die BA kann damit für mehr als 20.000 benachteiligte Jugendliche die Chancen auf eine Ausbildung durch Förderung verbessern und bei bis zu 100.000 Arbeitnehmern einen Beitrag zur Qualifizierung und Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit leisten.

Für Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit sind 21,76 Milliarden Euro veranschlagt. Damit sollen im Jahresdurchschnitt knapp 1,4 Millionen Leistungsempfänger finanziert werden. Für den Aussteuerungsbetrag sind 4,0 Milliarden Euro vorgesehen. Er ist von der BA an den Bund für Arbeitslose zu zahlen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Ende des Arbeitslosengeld-Bezuges einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II erworben haben.

Vorstand und Verwaltungsrat haben einen Haushaltsplan vorgelegt, dessen Ausgaben weiterhin auf Fördern und Aktivieren der arbeitslosen Menschen und damit auf ihre Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgerichtet sind. Der Haushaltsplan 2007 erlaubt es trotz der Beitragssatzsenkung, dass die BA ihre arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Aufgaben für die Versichertengemeinschaft erfüllt.

Unter Berücksichtigung des Überschusses aus 2006 in Höhe von rund 10 Milliarden Euro wird die Rücklage Ende 2007 bei rund 6 Milliarden Euro liegen. Dieser Betrag wird benötigt, um bis ins Jahr 2010 die Beitragssatzsenkung auf 4,2 Prozent dauerhaft finanzieren zu können.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsagentur.de
http://www.ba-audio.de

Weitere Berichte zu: Arbeitslosengeld Beitragssatzsenkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie