Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Mittelständler profitieren von der Globalisierung

07.11.2006
Exportquote steigt wegen der Chance weltweiter Absatzmärkte

Der deutsche Mittelstand gehört zu den Profiteuren der Globalisierung. Sie nutzen die damit verbundenen Chancen und wollen neue Märkte erobern, Kunden gewinnen oder Kosten senken. Nach Untersuchungen des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung (IfM Bonn) ist die Zahl der Exportunternehmen in Deutschland zwischen 1994 und 2004 um knapp 20 Prozent gestiegen.

Zwar sei der Anteil der Exporteure in der Gruppe der Großunternehmen wesentlich höher als in der des Mittelstandes. Aber auch unter den kleinen und mittleren Unternehmen gibt es Exportbetriebe. Die Forscher gehen davon aus, dass über 330.000 deutsche Mittelständler exportieren und über 100.000 über Direktinvestitionen und grenzüberschreitende Kooperationen verfügen. "Auch Unternehmen mit einem Umsatz von 500.000 Euro können im Ausland aktiv sein", sagte Frank Wallau, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Allerdings müssten die Mittelständler - die 99 Prozent aller deutschen Unternehmen stellen - etwas Spezielles herstellen, in ihrem Segment zur technologischen Spitze gehören oder eine bestimmte Nische besetzen. Wer das schaffe, für den wirke sich die Globalisierung positiv aus, weil sie sinkende Transportkosten bedeute, den Informationsaustausch verbillige und damit einen weltweiten Absatzmarkt schaffe. Mittelständler - so die FAZ - gehen nicht primär ins Ausland, um die Kosten zu senken, sondern sie wollen neue Märkte sichern und vorhandene Märkte ausbauen. "Der klassische deutsche Mittelständler ist in der Region verwurzelt, aus der er stammt. Er fühlt sich seinen Mitarbeitern gegenüber in besonderer Weise verpflichtet.

... mehr zu:
»FAZ »Globalisierung

Hier gelten andere Gesetze als bei einem internationalen Konzern, der so etwas wie Heimat nicht kennt", sagte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), gegenüber pressetext. Doch die Erweiterung der EU und die neuen Möglichkeiten der Globalisierung hätten dazu geführt, dass sich auch der Horizont der kleinen und mittleren Unternehmen erweitert habe. "Es ist falsch, immer nur von den Zwängen und den angeblich schlechten Seiten des Prozesses zu sprechen, den wir Globalisierung nennen. Für einen Großteil der Mittelständler gehört das weltweite Geschäft längst zum unternehmerischen Alltag."

Mittelständler engagieren sich jedoch gern vor "der eigenen Haustür", vorzugsweise in Mittel- und Osteuropa, wo sie dann auch Produktionsstätten aufbauen oder im Gefolge eines großen Konzerns eine Filiale errichten. In vielen Fällen bleibe das Unternehmen in Deutschland trotzdem vollständig erhalten, betonte Ohoven. Wer sich der Internationalisierung versage, tue also den deutschen Mitarbeitern keinen Gefallen, sondern schmälere nur die Aussicht auf neue Kunden und neue Märkte.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ifm-bonn.de
http://www.faz.net
http://www.bvmwonline.de

Weitere Berichte zu: FAZ Globalisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften