Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ABM fördern Eingliederung schwer Vermittelbarer

29.01.2002


Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) sind weiterhin ein unverzichtbares und wirksames Instrument zum Abbau der Arbeitslosigkeit. Dies hat der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Bernhard Jagoda, betont. "Für viele schwer vermittelbare arbeitslose Menschen, bei denen auch mit Lohnkostenzuschüssen für Arbeitgeber kein beruflicher Wiedereinstieg möglich ist, bleibt der Weg über ABM meist die einzige Möglichkeit, Eingliederungschancen zu erhalten und zu verbessern", so Jagoda heute in Nürnberg.

Die Ergebnisse einer internen Untersuchung der BA belegten dem BA-Chef zufolge auch, dass trotz erheblicher Probleme eine berufliche Wiedereingliederung durch ABM sehr wohl gelingt. So hatten über 80 Prozent der Arbeitslosen vor einer ABM wegen der Dauer der Arbeitslosigkeit, gesundheitlicher Probleme, wegen ihres Alters oder auf Grund mangelnder beruflicher Qualifikation kaum Chancen, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Dennoch fanden in Bezirken mit günstiger Arbeitsmarktsituation bis zu 44 Prozent der Teilnehmer im Anschluss an die ABM einen Arbeitsplatz. Selbst bei ungünstigen Arbeitsmärkten kamen 24 Prozent der vormals Arbeitslosen wieder in Lohn und Brot.

Besonders positive Auswirkungen hatten die Tätigkeiten in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf die Eingliederung von Arbeitnehmern, die bereits länger als zwei Jahre arbeitslos waren. Hier erhöhte sich je nach Arbeitsmarktregion die Chance auf einen anschließenden Arbeitsplatz um bis zu 100 Prozent.

Wie BA-Präsident Jagoda weiter betont, dürfe die Wirkung von ABM auch nicht allein an der Eingliederung in eine reguläre Beschäftigung gemessen werden. "ABM stabilisieren und qualifizieren die Teilnehmer in sozialer Hinsicht und sind auch dadurch ein erfolgversprechender Schritt auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsplatz", so Jagoda. Auch der regionalpolitische Effekt dürfe nicht übersehen werden.

Die für ABM eingesetzten Fördermittel flössen nämlich zum größten Teil in Projekte, die gezielt zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur sowie zur Umweltverbesserung durchgeführt werden. Mit ABM würden wichtige Infrastrukturvorhaben angestoßen und damit die Voraussetzungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen verbessert. "Viele Gewerbeparks, Umweltprojekte, Naherholungsgebiete oder Freizeiteinrichtungen wären ohne ABM niemals entstanden. Hochrangige Baudenkmäler, Sehenswürdigkeiten sowie denkmalgeschützte Gebäude erhielten den Glanz vergangener Tage durch ABM zurück und tragen auch dadurch zur Standortqualität bei", so Jagoda.

Im Jahr 2001 wurden durchschnittlich 167.000 Menschen mit ungünstigen Arbeitsmarktchancen Perspektiven durch ABM eröffnet, 116.000 davon in den neuen Ländern. Hierfür wurden 2,98 Milliarden Euro ausgegeben.

Referat für Presse- und Öffentli | Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsamt.de/

Weitere Berichte zu: ABM Eingliederung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort
25.04.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen

26.04.2017 | HANNOVER MESSE

Plastik – nicht nur Müll

26.04.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Seminar zu Einblicken in die unterschiedlichen Ebenen des 3D-Druckens und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten - 2017

26.04.2017 | Seminare Workshops