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ZEW Prognosetest Oktober 2006 - Banken erwarten keine Jahresendrallye bei Aktienindizes

20.10.2006
Ein weiterer deutlicher Anstieg von DAX und DJ Stoxx 50 ist bis Jahresende voraussichtlich nicht zu erwarten. Vielmehr gehen Analysten deutscher Banken, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim vierteljährlich befragt, für die nächsten drei Monate von einer Seitwärtsbewegung der beiden Aktienindizes aus.

Im Durchschnitt rechnen die 18 an der Umfrage teilnehmenden Banken mit einem Jahresendstand von 6.049 Punkten für den DAX und 3.605 Punkten für den DJ Stoxx 50. Ähnliche Kursverläufe prognostizieren sie auch auf Sicht von sechs Monaten. Hier erwarten die Analysten 6.097 Punkte beim DAX und 3.645 Punkte beim DJ Stoxx 50. Allerdings liegen die Erwartungen der befragten Banken teilweise weit auseinander, was auf eine erhöhte Nervosität am Markt schließen lässt.

Für die kurzfristigen Zinsen (3-monatiger Euribor) im Eurogebiet prognostizieren die befragten Banken bis Jahresende einen Anstieg auf 3,62 Prozent. Bei den langfristigen Zinsen (Rendite 10-jähriger Staatsanleihen) erwarten die Teilnehmer bis zum Ende des Jahres einen Anstieg auf 3,86 Prozent.

Der US-Dollar wird nach Meinung der befragten Analysten auf Sicht von drei Monaten leicht zugunsten des Euro von 1,27 auf 1,30 US-Dollar je Euro abwerten. Auf Sicht von sechs Monaten wird ein Wechselkurs von 1,31 US-Dollar je Euro erwartet.

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Bei der Prognosegüte aller zwischen Juni 2001 und September 2006 abgegebenen 3- und 6-Monatsprognosen der 18 Banken zeigt sich erneut, dass die Benchmark (für Wechselkurse und Zinsen: Wert vor 3 bzw. 6 Monaten, für Aktien: Fortschreibung mit langfristigem Trend) im Gesamtranking von den Banken nicht geschlagen wurde. Insbesondere bei den kurzfristigen Zinsen, aber auch beim TecDAX sowie beim US-Dollar/Euro-Wechselkurs waren einige Banken allerdings besser als die Benchmark. Im Gesamtranking der Punktprognosen behauptet die Dresdner Bank ihren ersten Rang, dicht gefolgt von Commerzbank und Deka Bank.

Zum zweiten Mal wurden neben den Punktprognosen auch die Richtungsprognosen der teilnehmenden Banken ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Prognosegüte für kurzfristige Zinsen sowohl bei der Richtungsprognose als auch bei der Punktprognose sehr hoch ist. Auffallend ist außerdem die hohe Prognosegüte beim DAX und TecDAX. Im Gesamtranking der besten Richtungs-Prognostiker führt die Hamburger Sparkasse vor der Commerzbank und der Bayern LB.

Ansprechpartner:
Gunnar Lang, Telefon 0621/1235-372, Fax -223, E-Mail lang@zew.de
Dr. Michael Schröder, Telefon 0621/1235-140, Fax -223, E-Mail schroeder@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de
http://www.zew.de/de/publikationen/bankprognosen

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