Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwarzmeeranrainer sollen stärker auf Selbsthilfe-Genossenschaften setzen

18.10.2006
Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Schwarzmeerregion (Organization of the Black Sea Economic Cooperation/BSEC) und der Konrad-Adenauer-Stiftung vom 12. bis 15. Oktober 2006 in Sofia, Bulgarien, verabschiedeten die Repräsentanten der Mitgliedsländer eine Liste mit Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit Genossenschaften.

Der Wismarer Wirtschafts-Professor, Dr. Jost W. Kramer, resümiert, dass dabei herausgestellt wurde, dass Genossenschaften, die auf den Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstorganisation und Selbstverwaltung basieren, wichtige Instrumente für die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Sie verbessern die Lage der Bevölkerung und fördern innovative Unternehmenstätigkeit. Die Vorzüge von Genossenschaften gerade in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht machen diese Organisationsform zu einem wichtigen Hilfsmittel für die Unterstützung mittelständischer Unternehmen. Dies stellte das deutsche Expertenteam, bestehend aus Dr. Markus Hanisch, Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jost W. Kramer, Hochschule Wismar, und Dr. Heinz-Otto Weber, Philipps-Universität Marburg, auf dem Workshop klar heraus. Von besonderer Bedeutung seien dabei neben landwirtschaftlichen Genossenschaften insbesondere Genossenschaftsbanken nach westeuropäischem Vorbild. Aufgrund ihres Förderauftrags gegenüber ihren Mitgliedern seien die Genossenschaftsbanken in besonderer Weise dazu geeignet, die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Das Genossenschaftswesen bildet eine tragende Säule der europäischen Wirtschaft, denn die 132.000 Genossenschaften haben zusammen ca. 83,5 Mio. Mitglieder und stellen 2,3 Mio. Arbeitsplätze zur Verfügung. Beispielhaft zeigt sich die Bedeutung der Genossenschaften gerade auch in Deutschland, wo etwa jeder vierte Bundesbürger Mitglied einer solchen Organisation ist. Hier haben sich, wie Prof. Dr. Jost W. Kramer hervorhob, im Laufe ihrer Geschichte gerade die Kreditgenossenschaften zu "natürlichen Partnern des Mittelstandes" entwickelt. Diese Erfolgsgeschichte soll, so der Wunsch der Ländervertreter, in den Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Schwarzmeerregion ihre Fortsetzung finden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Jost W. Kramer, Tel.: (03841) 753 441 bzw. E-Mail: j.kramer@wi.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Berichte zu: Genossenschaftsbank Selbsthilfe-Genossenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise