Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das weltgrößte Dieselkraftwerk entsteht in Afrika

24.01.2002


Siemens errichtet schlüsselfertiges 257-Megawatt-Kraftwerk im Sudan: Auftragsvolumen über 200 Mio. EUR

Ein Konsortium unter Führung des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), hat von der DIT Power Kilo-X Ltd. (DPKX), Labuan, Malaysia, den Auftrag erhalten, in Khartoum, Sudan, ein schlüsselfertiges Dieselkraftwerk mit einer Leistung von 257 Megawatt zu errichten. Damit entsteht nahe der sudanesischen Hauptstadt das größte von Dieselmotoren angetriebene Kraftwerk der Welt. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 200 Mio. EUR. Davon entfällt rund die Hälfte auf Siemens. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks soll schrittweise im Jahr 2004 erfolgen.

Das Konsortium aus Siemens und der polnischen H. Cegielski S.A. (HCP), Poznan, übernimmt im Rahmen eines EPC (Engineering, Procurement and Construction)-Kontrakts die Planung, Projektierung und Errichtung des Kraftwerkes sowie sämtlicher zugehöriger Nebenanlagen.

Siemens liefert und installiert die komplette Elektro- und Leittechnik für das Kraftwerk, für die Kühlwasserversorgung sowie für die Brennstoffzulieferung und -lagerung. Die Anbindung an das Hochspannungsnetz des Sudans erfolgt über eine neue 110-Kilovolt- Freiluftschaltanlage. Im Rahmen des Projekts führt Siemens auch eine Netzstudie durch. Deren Ergebnisse gehen in die Auslegung der Anlage ein, die so optimal auf die spezifischen Bedingungen im sudanesischen Energieverteilungsnetz zugeschnitten werden kann. Damit ist eine zuverlässige Versorgung mit elektrischer Energie von gleichbleibender Qualität gewährleistet.

Der Konsortialpartner HCP verantwortet die mechanischen Gewerke und liefert die langsam laufenden Zwei-Takt-Dieselmotoren mit Leistungen zwischen 20 und 40 Megawatt. Abnehmer des erzeugten Stroms ist die staatliche sudanesische National Electricity Corporation mit Sitz in Khartoum. Das Kraftwerk soll zunächst mit importiertem Schweröl betrieben werden, mittelfristig ist eine Versorgung aus heimischer Produktion geplant.

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) bietet maßgeschneiderte Branchen-, Service- und IT-Lösungen für Anlagen der Prozess- und Fertigungsindustrie über deren gesamten Lebenszyklus – von der Planung und Errichtung über den Betrieb und die Modernisierung bis hin zur Entsorgung. An rund 300 Standorten weltweit beschäftigt I&S in den Geschäftsgebieten Metals, Mining and Paper Technologies, Infrastructure and Marine Solutions, Oil&Gas and Petrochemical Technologies, Intelligent Traffic Systems, Industrial Services and IT Plant Solutions insgesamt 30.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) belief sich bei I&S der Gewinn vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITA) auf 97 (i.V. 111) Mio. €. Der Umsatz konnte um 8% auf 4,56 Mrd. € ausgeweitet werden. Der Auftragseingang erhöhte sich um 11% auf 4,88 Mrd. €.

Wieland Simon | Für die Wirtschafts und Fachpres
Weitere Informationen:
http://www.is.siemens.de

Weitere Berichte zu: Dieselkraftwerk I&S Kraftwerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Center Smart Materials CeSMa erhält SilverStar Förderpreis 2017 für innovativen Druckmessstrumpf

30.05.2017 | Förderungen Preise

Alternative Nutzung von Biogasanlagen – Wachse aus Biogas für die Kosmetikindustrie

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie