Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dienstleister der Informationsgesellschaft - Onlinewerbung ist auf dem Vormarsch

16.10.2006
Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft zählen Fachzeitschriften und das Internet zu den am häufigsten genutzten Werbemedien. Etwa 47 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs werben online.

Der Anteil der Unternehmen, die Werbeanzeigen in Fachzeitschriften schalten, liegt bei ebenfalls etwa 47 Prozent. Das Radio und das Fernsehen hingegen nutzen lediglich 15 respektive 20 Prozent der Unternehmen als Werbekanal. Auch in den Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekten und technische Beratung und Planung, in denen Werbung nur erlaubt ist, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet, gehört nach Zeitungen Onlinewerbung zu der am häufigsten genutzten Werbeform. Die Unternehmen schätzen auf einer Skala von 1 bis 5 auch die Effizienz von Onlinewerbung relativ hoch ein (knapp 20 Prozent).

Nur die Werbung in Fachzeitschriften und Fernsehwerbung hat in den Augen der Unternehmen eine höhere Effizienz. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2006 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft spielt neben sonstiger Onlinewerbung besonders die Werbung per E-Mail eine große Rolle. Fast 40 Prozent der Unternehmen, die das Internet als Werbekanal nutzen, praktizieren diese Form der Onlinewerbung. Auf dem dritten Platz liegt die so genannte Suchwortvermarktung (Ad-Words), die knapp 30 Prozent der Dienstleister der Informationsgesellschaft, die online werben, nutzen. Die Werbung mit Bannern und PopUps bzw. PopUnders nehmen die Unternehmen, die online werben, eher weniger in Anspruch.

Bei den Gründen für die Nutzung des Internets als Werbekanal spielen für die Dienstleister der Informationsgesellschaft, die online werben, besonders die geringeren Kosten (etwa 95 Prozent) und die bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe (knapp 90 Prozent) eine entscheidende Rolle. Die Förderung traditioneller Vertriebswege gehört für nur knapp 27 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs, die das Internet als Werbemedium in Anspruch nehmen, zu den Motiven für diese Entscheidung. Die genauere Kostenabrechnung ist sogar für nur etwa 20 Prozent der Unternehmen ein Grund für Onlinewerbung.

Das Internet als Werbekanal wird auch zukünftig für die Werbeaktivitäten der Dienstleister der Informationsgesellschaft wichtig sein. Etwas mehr als 65 Prozent der Unternehmen, die bisher Onlinewerbung betrieben haben, planen, dies auch künftig zu tun. Mehr als 20 Prozent dieser Unternehmen planen sogar eine Erhöhung der Ausgaben für Onlinewerbung, wovon ein Drittel der Unternehmen dies zu Lasten eines bisher genutzten anderen Werbemediums tun wird. Der Trend zur Onlinewerbung erreicht auch die Unternehmen, die bisher keine Onlinewerbung machen: Etwa 45 Prozent dieser Unternehmen planen, in naher Zukunft das Internet als Werbekanal zu nutzen.

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform:

An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter http://www.zew.de/dienstleister abrufbar.

Allgemeine methodische Hinweise finden Sie unter: ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/asta.pdf

Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens findet sich unter: ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/expans.pdf

Anmerkung zur Hochrechnung:

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Ansprechpartnerin:
Jenny Meyer, Telefon 0621/1235-166, Fax -333, E-Mail meyer@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise