Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dienstleister der Informationsgesellschaft - Konjunkturelle Lage stabilisiert sich ...

12.10.2006
... optimistische Erwartungen für das vierte Quartal

Der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, ist im dritten Quartal 2006 leicht um 5,5 Punkte gesunken und liegt nun bei einem Wert von 64,1 Punkten. Zwar ist die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorquartal etwas weniger dynamisch verlaufen.

Dennoch drückt der hohe Indikatorwert trotz dieses Rückgangs eine optimistische Stimmung aus und deutet auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Lage im Wirtschaftszweig hin. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2006 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen der Dienstleister der Informationsgesellschaft widerspiegelt, ist im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 um 4,7 Punkte gefallen und liegt jetzt bei 69,8 Punkten. Obwohl die Erwartungen der Unternehmen hinter den Erwartungen vom zweiten Quartal 2006 zurückbleiben, zeugen sie weiterhin von einer optimistischen Grundstimmung im Wirtschaftszweig. So erwarten mehr als die Hälfte der Dienstleister der Informationsgesellschaft für das vierte Quartal 2006 steigende Umsätze und eine wachsende Nachfrage. Dies gilt besonders für die Telekommunikationsdienstleister und die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Bei den Architekten und technischen Planern und Beratern hingegen überwiegt der Anteil der Unternehmen, die für das vierte Quartal 2006 eine sinkende Nachfrage erwarten, den Anteil der Unternehmen, die mit einer steigenden Nachfrage rechnen. Ein Viertel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs erwartet steigende Erträge. Auch die Erwartungen der Dienstleister der Informationsgesellschaft bezüglich der künftigen Veränderung des Personalbestands sind optimistisch. Dies zeigt der positive Saldo aus dem Anteil der Unternehmen, die planen, neues Personal einzustellen, und dem Anteil der Unternehmen, die vorhaben, Personal zu entlassen.

Der Teilindikator, der die Entwicklung der aktuellen Geschäftslage wiedergibt, ist im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorquartal um 6,2 Punkte gefallen und liegt nun bei 58,9 Punkten. Damit bewerten die Dienstleister der Informationsgesellschaft die aktuelle Geschäftslage im dritten Quartal 2006 zwar etwas schlechter als im zweiten Quartal 2006, aber immer noch besser als im ersten Quartal 2006 (54,4 Punkte). Dies lässt auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Lage schließen. Im dritten Quartal 2006 beurteilt etwa ein Drittel der Unternehmen im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft die Umsatzlage positiv, während etwa ein Viertel der Unternehmen die Umsatzlage negativ bewertet. Die positive Umsatzlage zeigt sich vor allem bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern und den Unternehmensberatern. Die Unternehmen des Wirtschaftszweigs waren im dritten Quartal 2006 sowohl mit Ertrag als auch mit Nachfrage per Saldo zufriedener als im zweiten Quartal 2006. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich bei allen Unternehmen des Wirtschaftszweigs im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 leicht verschlechtert. Dennoch überwiegt weiterhin der Anteil der Unternehmen, die neues Personal eingestellt haben, den Anteil der Unternehmen, die Personal entlassen haben. Nur bei den EDV-Dienstleistern und -Vermietern ist der Saldo aus den Veränderungen des Personalbestands negativ.

Der ZEW-IDI:

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal. Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung des ZEW-IDI bietet die ZEW-Dokumentation Nr. 03-09: ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/docus/dokumentation0309.pdf

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform

An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter www.zew.de/dienstleister abrufbar. Allgemeine methodische Hinweise finden Sie unter:
ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/asta.pdf
Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens findet sich unter:

ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/expans.pdf

Anmerkung zur Hochrechnung:

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Ansprechpartner:
Jenny Meyer, Telefon 0621/1235-166, Fax -333, E-Mail meyer@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften

Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie