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Beteiligungskapital auf Rekordjagd

10.10.2006
Konzerne mit stabilem Cash-Flow rücken ins Rampenlicht

Private Beteiligungsgesellschaften gewinnen in der globalen Wirtschaftswelt zunehmend an Einfluss. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres ist das Volumen der mit Beteiligungskapital finanzierten Übernahmen nach Berechnungen des Finanzdatendienstes Dealogic auf 570 Mrd. Dollar gestiegen und liegt damit um 51 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit zeichnen die Private-Equity-Firmen mittlerweile für mehr als ein Fünftel aller Übernahmen verantwortlich, die rund um den Globus über die Bühne gehen, schreibt die BusinessWeek.

Die prall gefüllten Kassen der Beteiligungsgesellschaften stammen nicht zuletzt aus der Anziehungskraft der verlockenden Renditen für institutionelle Investoren. "Meiner Meinung nach sind die großen Beteiligungsgesellschaften jetzt in der Lage, riesige Fonds aufzulegen und große Deals über die Bühne zu bringen, weil sie in der Vergangenheit hohe Erträge erwirtschaftet haben", meint John O'Neill, Partner bei Ernst & Young. "Nun wollen auch die Großen wie etwa die Rentenfonds in den Private-Equity-Markt investieren", zitiert die BusinessWeek den Experten. O'Neill zufolge können die Erträge in der Private-Equity-Branche auf bis zu 50 Prozent anschwellen.

Mit den steigenden finanziellen Mitteln - Branchenriese Blackstone etwa hat erst im Juli mit 15,6 Mrd. Dollar an Eigenkapital den größten Fonds aller Zeiten aufgelegt - hat sich der Fokus der Finanzinvestoren von kleineren Unternehmen auf große Konzerne mit stabilem Cash-Flow verlagert. Dadurch können die Private-Equity-Firmen leichter an Anleihen gelangen. Ins Rampenlicht gerückt ist etwa die Telekombranche (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060913003 ).

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Die größte Private-Equity-Übernahme aller Zeiten ist in diesem Jahr einem Zusammenschluss der Finanzinvestoren Bain Capital, KKR und Merrill Lynch geglückt. Sie machten insgesamt 32,7 Mrd. Dollar für die Akquisition des Healthcare-Konzerns HCA locker. Experten treten angesichts des rasanten Wachstumstempos bereits auf die Euphoriebremse. Ein langsameres Wachstum könnte zum einen die Investoren davon abhalten, die Übernahmepreise in unhaltbare Höhen zu treiben und zum anderen die Übernahmekandidaten dazu bringen, die Aufnahme von Schulden zu drosseln. Für eine Fortsetzung der Rekordjagd in der Private-Equity-Branche spricht allerdings, dass es für die großen institutionellen Investoren, die zweistellige Erträge anstreben, keine vergleichbaren Alternativen gibt.

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.dealogic.com

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