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Ingenieurmangel gefährdet Technologiestandort Deutschland / Berufsbild Ingenieur am stärksten nachgefragt

17.01.2002


Einen mittelfristigen Bedarf von mehr als 20.000 Ingenieuren jährlich in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik sieht der VDI in Zukunft zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland. Knapp 23 Prozent aller auf dem Arbeitsmarkt nicht besetzbaren Stellen sind Ingenieure, mehr als jede andere Berufsgruppe. Anläßlich der Antworten des Bundeskabinetts auf eine große Anfrage zum Thema "Situation und Perspektiven der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland" am 16.1.2002 fordert der VDI, dass wirksame Maßnahmen schnell umgesetzt werden.

Demnach sollte das Erfahrungswissen älterer Ingenieure in Zukunft deutlich besser genutzt werden. Die Arbeitslosigkeit gerade älterer Ingenieure, ein Drittel der stellensuchenden Ingenieure sind über 55 Jahre, darf in der Debatte nicht gegen den Fachkräftemangel ausgespielt werden. "Es muss nach Wegen gesucht werden, das Erfahrungswissen älterer Ingenieure so weit wie möglich zu nutzen und Beschäftigungslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Konzepte des ’lebenslangen Lernens’ müssen eine berufsbegleitende Weiterbildung hinsichtlich dieser Zielgruppe berücksichtigen", so Prof. Klaus Henning, Präsidiumsmitglied des VDI.

Das Interesse an Technik muss bereits in der Schule geweckt werden: Der Unterricht braucht mehr Praxis, um Schüler zu begeistern. Technik muss ein den Naturwissenschaften gleichrangigen Platz im Fächerkanon haben. Gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverband fordert der VDI, dass ein Drittel der Unterrichtszeit dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld zur Verfügung stehen soll.

Michael Schwartz | ots

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