Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Situation der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland

17.01.2002


Bulmahn: Älteren Arbeitslosen mehr Chancen eröffnen

Das Kabinett hat heute die Antworten auf eine große Anfrage zu "Situation und Perspektiven der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland" beschlossen. Mit ungefähr einer Million Beschäftigten bilden Ingenieurinnen und Ingenieure die größte Akademikergruppe Deutschlands. Sie gehören auch in den kommenden Jahren mit zu den gefragtesten Berufgruppen.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, wiederholte ihre Forderung an die Wirtschaft, sich um die Wiedereingliederung arbeitsloser Ingenieurinnen und Ingenieure zu bemühen. Sie erklärte dazu heute in Berlin: "Wir brauchen mehr Chancen für ältere Arbeitlose in unserem Land. Das gilt insbesondere für ältere Ingenieurinnen und Ingenieure." Es sei doch paradox, so die Ministerin weiter, dass trotz des angeblich "leergefegten Arbeitsmarktes" in Deutschland im September letzten Jahres rund 51.000 arbeitslose Ingenieurinnen und Ingenieure registriert waren. Mehr als 31.000 von ihnen waren 45 Jahre und älter. "Das vorhandene Fachkräftepotenzial muss stärker als bisher genutzt werden. Denn nur durch ein Miteinander von Alt und Jung, von erfahrenen Kräften und frischen Ideen sind Betriebe wirklich innovationsfähig." Durch die Weiterentwicklung der Arbeitsmarktinstrumente, wie z. B. durch das Job-AQTIV-Gesetz, seien staatlicherseits neue Wege eröffnet worden, die es nun zu nutzen gelte, betonte die Ministerin.

Gleichzeitig sei der Bedarf der Wirtschaft an Ingenieurinnen und Ingenieuren ungebrochen und nur durch weiter steigende Nachwuchszahlen zu decken. "Hier können wir eine positive Entwicklung verzeichnen: seit 1998 steigt die Zahl von Studienanfängern in den Ingenieurwissenschaften wieder", betonte die Ministerin. "Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen."

So fördere das BMBF zahlreiche Initiativen und Modellvorhaben zur Gewinnung junger Menschen und insbesondere von Frauen für den Bereich der Ingenieurwissenschaften. Das BMBF werbe mit der bundesweiten Kampagne "be-ing." gezielt um weiblichen Nachwuchs. Zudem seien gerade in den Ingenieur- und Naturwissenschaften neue und attraktive Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master eingeführt worden. Diese über 500 Studiengänge kämen einerseits dem Bedarf der Wirtschaft andererseits aber auch den Interessen der Studierenden stärker entgegen.

"Je nach Konjunkturlage werden die Rufe nach Fachkräften schnell lauter oder leiser", so Ministerin Bulmahn. Die Signale der Wirtschaft wirkten sich gerade im Bereich der Ingenieurwissenschaften besonders aus: Entlassungen oder rückläufige Einstellungen haben einen starken Einfluss auf die Studiengangwahl und wirken sich dann mit mehrjähriger Verzögerung aus. "Es geht nicht ohne größere Kontinuität der Beschäftigungspolitik der Unternehmen", mahnte die Ministerin. Das Entstehen von Über- und Unterangebotszyklen müsse vermieden werden - auch durch eine langfristige Personalpolitik der Unternehmen.

Pressereferat (LS 13) | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/pm0116ing_anfrage.pdf

Weitere Berichte zu: BMBF Ingenieurwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten