Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

www.frauenlohnspiegel.de - Die Internetseite mit Daten und Fakten zur Einkommenssituation von Frauen

06.09.2006
Das WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung startet unter www.frauenlohnspiegel.de einen neuen Informationsservice für Frauen. Die neue Webseite bietet einen Lohn- und Gehalts-Check zu über 130 Berufen und darüber hinaus zahlreiche weitere Informationen, Hinweise und Links zum Thema "Frau und Beruf".

"Die Daten des Frauenlohnspiegels sollen dazu beitragen, mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern zu schaffen und speziell die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern zu beleuchten", sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Denn noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Ihr durchschnittliches Monatseinkommen liegt rund 22,5 Prozent unter dem der Männer. Dies ergibt eine Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs, an der sich inzwischen rund 60.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligt haben. Ihre Auskünfte liefern auch die Daten für den Frauenlohnspiegel. Frauen (und Männer) können jetzt im Internet überprüfen, welche Löhne und Gehälter in einzelnen Berufen tatsächlich gezahlt werden und ob die Frauen dasselbe Einkommen wie ihre männlichen Kollegen erhalten. Auf der Internetseite www.frauenlohnspiegel.de gibt es dazu einen Gehalts-Check mit Daten zu den tatsächlich gezahlten Vergütungen in über 130 Berufen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: In den meisten Berufen liegen die durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen der Frauen deutlich unter dem der Männer. Einige Beispiele (siehe auch die Tabelle im Anhang dieser Pressemitteilung):

- Eine Chemikerin verdient monatlich im Durchschnitt rund 3.980 € brutto und liegt damit rund 850 € unter dem Verdienst ihrer männlichen Kollegen.

- Ein Industriekaufmann erhält monatlich im Schnitt 3.155 € und damit rund 430 € mehr als die Industriekauffrauen mit 2.723 €

- Bei den Einzelhandelskaufleuten beträgt der Unterschied zwischen den Frauen mit monatlich 1.997 € und den Männern mit rund 2.246 € rund 249 €.

- Auch bei den Webdesignern liegen die Frauenverdienste mit 2652 € deutlich unter denen der Männer mit 3.228 €

- Bei Callcenter-Agents betragen die Monatsverdienste der Männer 2.387 €, die der Frauen hingegen nur 1.853 €

- Kellnerinnen und Serviererinnen liegen mit 1.525 € rund 290 € hinter ihren Kollegen mit 1.817€

Was sind die Gründe? Vielfach können die kürzere Berufserfahrung und häufigere Berufsunterbrechung, die geringere Zahl von Führungspositionen für Frauen und die partiell noch geringere Qualifikation einen Teil Gehaltsunterschiede erklären. "Hinzu kommt aber auch eine nach wie vor existierende Lohndiskriminierung: Immer wieder bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer", so Bispinck.

An der Online-Befragung zu den Einkommens- und Arbeitsbedingungen können sich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligen. Es handelt sich insofern nicht um eine repräsentative Befragung einer begrenzten Gruppe ("Stichprobe") von Beschäftigten. Die große Zahl von TeilnehmerInnen gewährleistet jedoch verlässliche Orientierungsgrößen.

Die Online-Umfrage wird fortgeführt. Wer sich daran beteiligt, kann eine Reise für zwei Personen nach Südafrika gewinnen. Der Preis wird im Januar 2007 ausgelost.

Rainer Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.frauenlohnspiegel.de
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_grafik_2006_13_6.zip

Weitere Berichte zu: Frauenlohnspiegel Gehaltsunterschiede

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie