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50 plus - Fachhochschule Kiel und Arbeitsministerium starten bundesweit einmaliges Projekt für ältere arbeitslose Arbeitnehmer

28.07.2006
Der schleswig-holsteinische Arbeitsminister Uwe Döring (SPD) hat heute (28. Juli 2006) dem Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 397 869, 99 Euro für die Förderung des Projektes "50 plus - Arbeit für ältere Arbeitnehmer" in der schleswig-holsteinischen K.E.R.N. Region (Kiel-Eckernförde-Rendsburg-Neumünster) überreicht, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Das Projekt hat ein Volumen von rund 900 000 EURO und ist in seiner Art bisher bundesweit einmalig.

Der Europäische Sozialfonds schützt und fördert Beschäftigung und leistet einen Beitrag zum Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und soziale Ausgrenzung. Der Fonds beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von rund 170 Millionen Euro am Arbeitsmarktprogramm "Arbeit für Schleswig-Holstein 2000" des Landes.

Das Projekt "50 plus - Arbeit für ältere Arbeitnehmer" richte sich an ältere arbeitslose Hochschulabsolventen und langzeitarbeitslose Akademiker, die älter als 50 Jahre sind, sagte der Minister. Hierbei werde ein besonderes Augenmerk auf arbeitslose Ingenieurinnen und Ingenieure gelegt, um diese in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

An jedem der zehn Einzelprojekte mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten sollen ein Arbeitsloser, ein Professor und ein Betrieb aus Schleswig-Holstein beteiligt sein. Die Projektteilnehmer würden als Projektmitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel GmbH eingestellt. Die Professorinnen und Professoren hätten die fachliche Leitung jeweils eines Einzelprojektes inne, sagte Döring: "Hier werden insbesondere arbeitslose Ingenieure mit Hilfe der Fachhochschule Kiel weitergebildet und können gleichzeitig in Firmen der Region beweisen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören."

"Der Mangel an Fachkräften ist derzeit das Investitionshemmnis Nummer Eins in Deutschland", stellte kürzlich der Verein Deutscher Ingenieure fest und wies darauf hin, dass aus diesem Grund 15 000 Stellen für Ingenieurinnen und Ingenieure nicht besetzt werden. Mit jeder nicht besetzten Ingenieurstelle sind erfahrungsgemäß zwei bis drei weitere Stellen verbunden, so dass der deutschen Wirtschaft rund 50 000 potentielle Arbeitsplätze mit einer geschätzten Wertschöpfung von 2,6 Milliarden € verloren gehen.

Daher haben die Fachhochschule Kiel und ihre Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH dieses Projekt initiiert. Ein besonderer Vorteil dieses Projektes ist, dass bei seiner Realisierung in den Unternehmen junge Absolventinnen und Absolventen der Hochschule mit älteren Ingenieurinnen und Ingenieure gemeinsam arbeiten werden und so voneinander lernen können.

Wie Professor Dr.-Ing. Constantin Kinias, Rektor der Fachhochschule Kiel, sagte, kann es bei diesem Projekt nur Gewinner geben: Die Unternehmen erhalten ein zusätzliches Potential von Ingenieurinnen und Ingenieuren mit einem besonders hohen Wissens- und Erfahrungsschatz und werden gleichzeitig noch von Professorinnen und Professoren der Hochschule unterstützt. "Jeder arbeitsloser Ingenieur ist eine verpasste Chance", so der Rektor.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund begrüßte der Vorsitzende der Region KERN, Ralph Müller-Beck, die Initiative als wichtigen Schritt auf dem Wege zur Wiedereingliederung älterer arbeitsloser Arbeitnehmer.

Die Fachhochschule Kiel will im Rahmen ihrer Verantwortung für die Region einen Beitrag zur Beschäftigung vor allem älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie langzeitarbeitsloser Akademikerinnen und Akademiker leisten. Dabei wird mit der Agentur für Arbeit bei der Auswahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng zusammengearbeitet. Diese werden bei der FuE-Zentrum Fachhochschule Kiel GmbH für bis zu einem Jahr eingestellt und arbeiten dann in den regionalen Kooperationsfirmen. Dort unterstützen sie die Unternehmen z.B. in den Bereichen Management, Betriebswirtschaft, Logistik, Technik oder Informations- und Kommunikationstechnologien. Weitere Projektthemen können zwischen den Unternehmen und der Hochschule vereinbart werden. Die Unternehmen aus Schleswig-Holstein sind eingeladen, gemeinsam Projektideen mit der Fachhochschule Kiel zu entwickeln. Auch betroffene Ingenieurinnen und Ingenieure können sich für die Mitarbeit im Projekt 50Plus bewerben.

Kontakt:
FuE-Zentrum Fachhochschule Kiel GmbH, Björn Lehmann-Matthaei, Schwentinestraße 24, 24149 Kiel, Tel.: 0431 218-4440, Fax: 0431 218-4441, E-Mail: fue-zentrum@fh-kiel-gmbh.de, Internet: http://www.fh-kiel-gmbh.de
Fachhochschule Kiel - University of Applied Sciences,
Rektorat, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Leitung: Klaus Nilius
Sokratesplatz 1, 24149 Kiel
Tel. 0431 210-1020, Fax 0431 210-61020
E-Mail: klaus.nilius@fh-kiel.de

Klaus Nilius | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-kiel.de

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