Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftwerksaufträge aus Portugal, Italien und Israel

21.12.2001


Auftragsvolumen für Siemens rund 600 Millionen EUR

Der Siemens-Bereich Power Generation (PG) hat aus Portugal, Italien und Israel Aufträge für die Errichtung von Kraftwerken im Gesamtwert von rund 600 Mio. EUR erhalten. In der Nähe von Lissabon baut ein von Siemens geführtes Konsortium schlüsselfertig ein aus zwei Blöcken bestehendes Gas-und-Dampfturbinen (GUD)-Kraftwerk mit einer Leistung von rund 780 Megawatt. Der Auftragswert für das Konsortium beläuft sich auf knapp 400 Mio. EUR, der Siemens-Anteil beträgt etwa 200 Mio. EUR. Zusammen mit Fiat Engineering errichtet PG außerdem in Italien ein 380-Megawatt-GUD-Kraftwerk im Wert von knapp 200 Mio. EUR, rund die Hälfte des Auftragsvolumens entfällt auf Siemens. Von dem staatlichen israelischen Stromversorger Israel Electric Corp. (IEC) hat PG den Auftrag über die Ausrüstung von drei jeweils rund 370 Megawatt starken GUD-Kraftwerken im Wert von gut 300 Mio. EUR erhalten.

Auftraggeber der etwa 25 Kilometer von Lissabon entfernten GUD-Anlage in Portugal ist die Projektgesellschaft Termoeléctrica do Ribatejo, S.A. (TER), eine Tochtergesellschaft der Electricidade de Portugal. Mit der TER wurde außerdem eine Option auf einen weiteren Kraftwerksblock mit rund 390 Megawatt für den selben Standort unterzeichnet. Über einen langfristigen Servicevertrag für das Kraftwerk wird ebenfalls verhandelt. Siemens Power Generation liefert zwei Gasturbinen, zwei Dampfturbinen einschließlich der zugehörigen Generatoren sowie die Elektro- und Leittechnik. Errichtet wird die Anlage von PG zusammen mit den Konsortialpartnern Koch Transporttechnik GmbH, der Koch de Portugal Ltda. und der portugiesischen Siemens-Landesgesellschaft. Die zwei mit Erdgas befeuerten Blöcke sollen Anfang bzw. Ende 2004 Strom ins portugiesische Verbundnetz speisen. Ribatejo ist das zweite GUD-Kraftwerk, das Siemens in Portugal errichtet. Im August 1999 wurde das in der Nähe von Porto gebaute 990-Megawatt-Kraftwerk Tapada do Outeiro an die Betreibergesellschaft Turbogas übergeben.

Für die Versorgung der Stadt Turin mit Strom und Fernwärme hat das italienische regionale Energieunternehmen AEM Torino ein Konsortium bestehend aus Siemens PG und Fiat Engineering mit dem Bau eines mit Erdgas befeuerten GUD-Kraftwerks beauftragt. Die Anlage in Montcalieri bei Turin wird in Kraft-Wärme-Kopplung geführt. Sie kann bei reiner Stromerzeugung 380 Megawatt elektrische Leistung liefern oder bei reduzierter elektrischer Leistung bis zu 260 Megawatt Fernwärme erzeugen. Für das Kraftwerk, das 2005 in Betrieb gehen soll, liefert Siemens eine Gas- und eine Dampfturbine, die beiden zugehörigen Generatoren sowie die Leittechnik.

Nach Israel liefert Siemens PG für die drei Kraftwerke der IEC jeweils eine Gasturbine, eine Dampfturbine, den zugehörigen Generator, den Kessel sowie weitere Nebensysteme. Der Abschluss eines langfristigen Wartungsvertrages für die Maschinen wird in Kürze erwartet. Zwei der GUD-Kraftwerke werden in der Nähe der Stadt Lod, eines bei Haifa gebaut. Die zunächst mit Dieselöl, später mit Erdgas befeuerten Kraftwerke sollen Ende 2004 bzw. Ende 2005 in Betrieb gehen. Ende der 90er Jahre hatte Siemens bereits vier Gasturbinen für das Kraftwerk Gezer bei Lod an die IEC geliefert.

Der Bereich Power Generation (PG) der Siemens AG ist eines der führenden Unternehmen im internationalen Kraftwerksgeschäft. Im Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) erzielte Siemens PG einen Umsatz von 8,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von 12,2 Mrd. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITA) betrug 634 Mio. EUR. Siemens PG beschäftigte zum 30. September 2001 weltweit rund 26.500 Mitarbeiter.

| Für die Wirtschaftspresse
Weitere Informationen:
http://www.pg.siemens.com/

Weitere Berichte zu: Erdgas Gasturbine Generator GuD-Kraftwerk IEC Konsortium Kraftwerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten