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Neubau eines Motorenwerkes in Thüringen

21.12.2001


  • Baubeginn Frühjahr 2002, Investitionen in Höhe von rund EUR 240 Mio.
  • Etwa 500 neue Arbeitsplätze im Motorenwerk
  • EU Kommission genehmigt Fördermittel in Höhe von rund EUR 57 Mio.
  • Jürgen E. Schrempp: "Das gemeinsame Unternehmen ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Allianz mit Mitsubishi."
  • Prof. Jürgen Hubbert: "Kölleda bietet insgesamt hervorragende Voraussetzungen."
  • Hilmar Kopper: "Diese Investitionen sind ein weiterer Beweis für die Attraktivität der Standorte in Ostdeutschland."

Die DaimlerChrysler AG (Stuttgart) und die Mitsubishi Motors Corporation (Tokio) werden in Kölleda in Thüringen gemeinsam ein Motorenwerk für die Produktion von Benzinmotoren für Kleinwagen der Marken Mitsubishi und smart bauen. Die Investitionssumme für das neue Werk beläuft sich auf insgesamt EUR 244 Mio. In dem Werk in Kölleda werden etwa 500 Menschen Arbeit finden, über 500 zusätzliche Arbeitsplätze werden in der Region entstehen. Baubeginn ist im Februar 2002. Die Fertigstellung des Werkes, das auf einer Produktionsfläche von 37.000 qm eine geplante Kapazität von bis zu 300.000 Motoren jährlich haben wird, ist für Dezember 2003 geplant. Bereits im Frühjahr 2004 sollen die ersten Motoren ausgeliefert werden.

EU Kommission genehmigt finanzielle Beihilfe

Heute hat die EU Kommission in Brüssel ihre Entscheidung bekannt gegeben, für den Bau des Motorenwerkes Beihilfen der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Thüringen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zu genehmigen. Danach werden Bund und Land den Bau des Motorenwerkes in Kölleda mit Beihilfen in Höhe von insgesamt rund EUR 57 Mio. unterstützen.

Schrempp: Meilenstein der Allianz mit Mitsubishi

"Nur 21 Monate nach der Bekanntgabe unserer Allianz mit der Mitsubishi Motors Corporation markiert die Entscheidung für Kölleda als Standort des neuen Motorenwerks einen wichtigen Meilenstein der Zusammenarbeit mit unserem japanischen Partner," erklärte Jürgen E. Schrempp, Vorsitzender des Vorstandes der DaimlerChrysler AG. Die Entscheidung, das Motorenwerk in Thüringen zu bauen, sei mehr als nur ein wirtschaftlicher Impuls für die Region, so Schrempp weiter. Diese Investition habe darüber hinaus Signalwirkung und verdeutliche das Potenzial und die Konkurrenzfähigkeit des Standortes Deutschland.

Hubbert: Insgesamt hervorragende Rahmenbedingungen in Kölleda

"Die Entscheidung, unser neues Motorenwerk in Kölleda zu bauen, ist das Ergebnis der eingehenden und intensiven Wirtschaftlichkeitsprüfung sämtlicher Parameter im Vergleich mit anderen Standorten," sagte Prof. Jürgen Hubbert, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für Mercedes-Benz Personenwagen und smart. "Selbstverständlich spielen Fördermittel von Bund und Land zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur dabei auch eine Rolle, und deshalb ist die Entscheidung der EU Kommission ausdrücklich zu begrüßen," so Hubbert, der die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Stellen als sehr konstruktiv bezeichnete. Die insgesamt im Vergleich mit anderen Standorten hervorragenden Voraussetzungen, insbesondere die sehr gute logistische Situation sowie das hohe Ausbildungsniveau der Arbeitskräfte in der Region, hätten in Kölleda überzeugt.

Kopper: Beweis für Attraktivität der Standorte in Ostdeutschland

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der DaimlerChrysler AG, Hilmar Kopper, begrüßt die Entscheidung vor dem Hintergrund seiner Funktion als Bundesbeauftragter für Auslandsinvestitionen in Deutschland. "Diese Investitionen sind ein weiterer Beweis für die Attraktivität der Standorte in Ostdeutschland. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, halten die Neuen Bundesländer jedem internationalen Vergleich stand."

Motoren für Kleinwagen der Marken Mitsubishi und smart

DaimlerChrysler und Mitsubishi werden die Motorenproduktion in Kölleda in einer gemeinsamen Gesellschaft unter dem Namen "MDC Power GmbH" führen, an der beide Unternehmen jeweils 50 Prozent halten. Die EU4-fähigen Drei- und Vierzylindermotoren modernster Bauart aus Kölleda sind für den Einsatz in Fahrzeugen der Marken Mitsubishi und smart bestimmt, die im NedCar-Werk in Born, Niederlande, montiert werden. Darüber hinaus wird ein Teil der Produktion aus Kölleda in das Werk der Mitsubishi Motors Corporation in Okazaki, Japan, geliefert.

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