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Rendite und Risiko: Kapitalmarkt-Experten der Uni Graz erstellen zuverlässigeres Ranking von Investments

17.07.2006
Zwei Kapitalmarkt-Experten der Uni Graz erleichtern es AnlegerInnen, Entscheidungen zu treffen. Mithilfe einer neuartigen Analysemethode haben sie ein möglichst wirklichkeitsgetreues Ranking aller in Österreich und Deutschland zum Vertrieb angebotenen Investments erstellt.

Rendite und Risiko: Kapitalmarkt-Experten der Uni Graz erstellten neues, zuverlässigeres Ranking internationaler Investments

Mit einer für Österreich ganz neuen und besonders realistischen Analyse internationaler Investment-Produkte erleichtern es zwei Wissenschafter der Karl-Franzens-Universität Graz zukünftig AnlegerInnen, Entscheidungen zu treffen. Die Kapitalmarkt-Experten O.Univ.-Prof. Dr. Edwin O. Fischer und Mag. Christoph P. Mitterer vom Institut für Industrie und Fertigungswirtschaft untersuchten in einer empirischen Studie alle in Österreich und Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Investments, die von März 1996 bis März 2006 durchgehend Kurse aufwiesen. Als Datenquelle wurde die Fondssuche der Finanznachrichtenagentur Bloomberg (Stichtag 28. Mai) verwendet. Die Forscher bedienten sich einer innovativen Methode, die im Gegensatz zu herkömmlichen Analysen neben der Rendite auch das Risiko der jeweiligen Produkte realistischer einschätzt. Auf diese Weise konnten Fischer und Mitterer ein Ranking erstellen, das vor allem im Hinblick auf eine langfristig orientierte Kapitalanlage eine zuverlässigere Beurteilung bietet.

Insgesamt untersuchten die beiden Experten 872 Investments in Österreich und 1173 in Deutschland - wobei viele, die hierzulande zum Verkauf angeboten werden, auch in unserem Nachbarland erhältlich sind. Etwa 51 Prozent aller analysierten Produkte sind der Kategorie Aktienfonds, 38 Prozent den Anleihenfonds zuzuordnen. In den übrigen elf Prozent finden sich Geldmarktprodukte, Immobilienfonds, Mischfonds sowie Alternative Investments, wie Hedgefonds und Managed Futures.

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Die Wissenschafter betrachteten in ihrer Studie die Kursentwicklung der Produkte über einen Zeitraum von zehn Jahren. Aus allen untersuchten Anlagemöglichkeiten wurden jene mit den höchsten Mittelwerten der jährlichen Renditen herausgefiltert und anhand der so genannten "adjustierten Sharpe Ratio" beurteilt. Dies ist ein Maß, welches das Verhältnis zwischen Rendite und Risiko misst. Fischer und Mitterer ist es damit gelungen, ein der Wirklichkeit getreueres Ranking zu ermitteln.

Platz 1 nimmt darin der geschlossene Managed Futures Q-AG von Superfund ein. Grund dafür ist seine ausgezeichnete Rendite von mehr als zwanzig Prozent pro Jahr bei einem moderaten adjustierten Risiko. Auf Platz 2 befindet sich der Managed Futures MAN AHL Diversified Markets EU. Platz 3 belegt als erstes traditionelles Investment-Produkt ein Fonds aus österreichischen Aktien der Capital Invest. Auf Platz 4 liegt der deutsche Staatsanleihenindex Rex und an 5. Stelle ein Fidelity Fonds aus europäischen Wachstumsaktien.

Insgesamt zeigt das Ranking der Grazer Wissenschafter, dass in den Top 30 von den alternativen Investments besonders die Managed Futures gut vertreten sind. Bei den Aktienmärkten haben sich Fonds- beziehungsweise Indexveranlagungen vor allem in österreichische und italienische Aktien, europäische Wachstumsaktien, aber auch in Aktien der Schwellenländer in Osteuropa, Indien, China und Russland ausgezahlt. Bei den Anleihenmärkten dominieren die Indizes für deutsche und globale Staatsanleihen, während kein einziger Anleihenfonds im Ranking vertreten ist.

Tabellen und Grafiken auf Anfrage oder unter http://www.uni-graz.at/ifwwww/ifwwww_mitarbeiterinnen/ifwwww_lektoren/

ifwwww_mitterer.htm#veroeff

Nähere Informationen und Kontakt:

Mag. Christoph Mitterer
Institut für Industrie und Fertigungswirtschaft der Universität Graz
Tel. 0316/380-7226
E-Mail: christoph.mitterer@uni-graz.at
o. Univ.-Prof. Dr. Edwin Fischer
Institut für Industrie und Fertigungswirtschaft der Universität Graz
Tel. 0316/380-3510
E-Mail: edwin.fischer@uni-graz.at

Gudrun Pichler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-graz.at

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